Die Gladiators siegen mit 70:62 in der Arena

Der vermeintliche Aufstiegskandidat rent4office Nürnberg musste in Trier Federn lassen

Am Ende des dritten Viertels des Spiels Gladiators Trier gegen rent4office Nürnberg war noch alles möglich. Mit einem 44:44 ging es in die Endrunde. Mit einem Heimspielvorteil, einem gut voerbereiteten Team und einem starken Support von den Fans konnten die von Platz 7 der Basketball 2. Bundesliga ProA startenden Gladiators die auf Platz 5 befindlichen Nürnberger besiegen.

Trier. Gladiators-Headcoach Marco van den Berg ging mit folgender Starting-Five in die von ihm zuvor als „richtungsweisendes Spiel“ betitelte Partie gegen Nürnberg: Kevin Smit – Marian Dahlem – Brandon Spearman – Dwayne Evans – Kilian Dietz. Die ersten zehn Minuten gestalteten sich klar zu Gunsten der Gastgeber: Bis zu den ersten Punkten der Gäste vergingen insgesamt 5:12 Minuten. Ein einfacher Korbleger für die Franken markierte den Zwischenstand von 8:2 aus Sicht der Gladiatoren. Vor allem die hohe Zahl an Ballverlusten des Gästeteams von Headcoach Ralph Junge spielte den gut umschaltenden Moselanern in die Karten. Ganze 7 Turnovers sahen die Trierer Fans bei dem zuvor Fünftplatzierten der ProA-Tabelle. Mit einer 8-Punkte-Führung und einem Spielstand von 15:7 ging es in die erste Zwei-Minuten-Pause.

Im zweiten Viertel fanden dann auch die Nürnberger mehr und mehr in die Partie. Vor allem Center Robert Oehle zeigte auf Seiten der Gäste mit bis dahin 6 getroffenen Punkten und 5 Rebounds ein immer stärkeres Spiel. Mit der Länge der Spieldauer steigerte sich außerdem sowohl die Intensität, als auch die Härte des 4.Heimspiels der Gladiators Trier: 14 Fouls und insgesamt 24 Turnovers hielten die Statistiker nach 20 Minuten effektiver Spielzeit in ihren Notizen fest – eine vor allem bei den Ballverlusten ungewöhnlich hohe Zahl. Auch bei Würfen von der Dreierlinie spiegelte sich die Unkonzentriertheit beider Teams wieder. Denn: Keiner der Spieler auf dem Parkett traf auch nur einen einzigen Dreier im zweiten Abschnitt der ersten Halbzeit. Durch einen zwischenzeitlichen 8:0-Lauf der Nürnberger und ein insgesamt stärkeres Viertel aus Sicht der Gäste, ging es mit einem Zwischenstand von 27:26 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel drehte Nürnberg nun richtig auf und zeigte phasenweise, warum die Franken schon vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelt wurden. Mit einem Lauf von 9:0-Punkten drehten die Gäste den Spielstand auf ein zwischenzeitliches 29:35, ehe Benedikt Breiling einen in dieser Phase ungemein wichtigen Dreier zum 32:35 platzierte. Von diesem Zeitpunkt an, lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Führten die Hausherren, glich die Gastmannschaft postwendend aus. Aufgrund dieser Ausgeglichenheit ging es bei einem Stand von 44:44 in das letzte Viertel.

Im letzten Spielabschnitt zeigten die Gladiators Trier nun, warum sie sich den Sieg auch wirklich verdient hatten. Angeführt von ihren besten Schützen Eric Anderson (16 Punkte) und Dwyne Evans (14), zogen die Trierer durch einen 9:0-Lauf auf einen Zwischenstand von 59:54 davon und ließen sich den 2. Heimerfolg der aktuellen Saison nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein 70:62-Sieg auf der Anzeigetafel in der Arena Trier.

Ein Sieg, der den Trainer vor allem zufrieden machte: „Ich bin zum ersten Mal wirklich glücklich mit einem Sieg. Zum einen wussten wir, wie wichtig die Partie heute sein wird. Zum anderen hat es mich gefreut, welche Verantwortung unsere jungen Spieler heute wieder übernommen haben. Das bestätigt unsere Arbeit und macht mich sehr glücklich“, sagte der 50-Jährige auf der anschließenden Pressekonferenz.

Am kommenden Freitag starten die Moselaner dann gegen die MLP Academics Heidelberg in den anstehenden Doppelspieltag. Im Anschluss daran kommt wieder ein Aufstiegsfavorit in die Arena Trier. Der Gegner dann: Science City Jena.

Scoring:
Eric Anderson (16), Dwayne Evans (14), Brandon Spearman (10), Kilian Dietz (9), Kevin Smit (6), Benedikt Breiling (6), Tim Weber (4), Alexander Engel (3), Luca Breu (2), Marian Dahlem (0)

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln