Die Kartoffel guckt komisch – in die Tonne damit!?

interaktive Schulführungen: "Zu gut für die Tonne" - Ein Zeichen gegen Verschwendung setzen

Das Paradies hat eine Schattenseite

Ausstellung: "Zu gut für die Tonne", Foto: Marie Baum

Ausstellung: „Zu gut für die Tonne“, Foto: Marie Baum

 

Prall gefüllte Regale, frische Backwaren bis 22 Uhr, diese Banane ist nicht krumm genug – nehm‘ ich die andere – Jeder kennt den täglichen Besuch im Supermarkt. Wir leben in einem Paradies aus Konsum. Und wer sollte es uns verübeln? Wir sind mit dem Reichtum an Lebensmitteln aufgewachsen und deshalb ist es völlig normal, an jeder Ecke kaufen zu können, worauf man gerade Appetit hat. Das Angebot lässt niemals nach, selbst bei leicht verderblichen Lebensmitteln.

Doch hinter den Kulissen sieht das schon wieder ganz anders aus. Du willst den Apfel nicht essen, weil er nicht so rot ist wie die anderen? Du willst die Milch nicht trinken, weil die Packung einen Knick hat? Dann ab in die Tonne damit. Denn das ist, was täglich nach Ladenschluss passiert: Alles, was nicht verkauft wird, kann weggeschmissen werden, selbst wenn es noch genießbar wäre.

Die Verschwendung muss ein Ende haben!

Ausstellung: "Zu gut für die Tonne", Foto: Marie Baum

Ausstellung: „Zu gut für die Tonne“, Foto: Marie Baum

 

Jährlich landen in ganz Deutschland 8,5 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Das sind pro Kopf etwa 84 Kilo.

Doch das Problem liegt nicht nur bei den Supermärkten. Wir Verbraucher selbst sind es, die Übermengen einkaufen, aber nicht in angemessener Zeit aufbrauchen können bzw. Lebensmittel wegwerfen, weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben, aber eigentlich noch genießbar sind.

Dabei ist diese Verschwendung ethisch kaum vertretbar, während andere auf der Welt um Essen betteln, werfen wir es einfach in die Tonne! Umso wichtiger ist es, den Verbrauchern von Morgen die Wertigkeit von Lebensmitteln zu vermitteln.

Schulführung: Zu gut für die Tonne! – Schüler sensibilisieren

 

Deswegen zeigt die Lo­kale Agenda 21 Trier e.V. zusammen mit der Volkshochschu­le Trier vom 5. bis 16. September und vom 26.September bis 31. Oktober die Ausstellung „Zu gut für die Tonne“.

Ziel ist es, die Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren. In einer einstündigen Führung lernen die Kinder (zwischen 3. und 6. Klasse), warum wir so viel Lebensmittel wegwerfen, wie man sie richtig lagert und wie sie eigentlich den Weg zu uns auf den Tisch finden. In verschiedenen Spielen und Aufgaben lernen die Schüler interaktiv die Bedeutung von Lebensmitteln kennen.

Learning by Doing!

 

Das Kühlschrank-Spiel, Mit Magneten Lebensmittel richtig zuordnen, Foto: Marie Baum

Das Kühlschrank-Spiel, Mit Magneten Lebensmittel richtig zuordnen, Foto: Marie Baum

 

 

  • 84 Kilo Müll produziert jeder im Jahr? Was wiegt mein Pausenbrot? Und wie viele davon habe ich in den Müll geworfen, bis diese 84 Kilo erreicht sind?
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum meiner Milch ist abgelaufen – Nicht in die Tonne damit, sondern benutze deinen Verstand und rieche einfach mal daran.
  • Woher kommen die Erdbeeren in meinem Müsli, es ist doch Winter?!

All diese Fragen und viele mehr können die Schüler gemeinsam beantworten. Hier haben sie einmal die Möglichkeit, selbst ein Thema zu erarbeiten ohne die Vorgaben des Lehrers, ganz nach dem Motto: Learning by Doing! 

Gemeinsam ein Zeichen gegen Verschwendung setzen, ist die Botschaft der Lokalen Agenda 21 Trier e.V. Angefangen bei den Verbrauchern von Morgen.

 

Errate mit Bildern den Produktionsweg, Foto: Marie Baum

Errate mit Bildern den Produktionsweg, Foto: Marie Baum

 

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