Die Kino-Woche: Oscars, Horror-Klinik und sprechende Hunde

"A Cure For Wellness", "Bailey" und "Lion"

Unser wöchentlicher Ausblick auf Neustarts, Geheimtipps und empfehlenswerte Streifen, die in den nächsten Tagen aus den Kinosälen verschwinden…

In der Kino-Welt gibt es diese Woche eigentlich nur ein Thema: die anstehende Oscar-Verleihung. Am Sonntag bzw. zu unserer Zeit in der Nacht von Sonntag auf Montag werden die wichtigsten Filmpreise in 24 Kategorien verliehen. Mit der Verteilung der Nominierungen haben wir uns im Rahmen der Kino-Woche bereits beschäftigt (siehe Die Kino-Woche: Oscars, CGI-Zombies und 23 Persönlichkeiten) und als Ausgleich für die cineastischen Karnevalsmuffel haben wir am Wochenende einige Beiträge rund um den begehrtesten Filmpreis der Welt vorbereitet.

Heute geht es daher erstmal nur um das Kino-Programm für die kommende Woche, das erwartungsgemäß eher unspektakulär ausfällt. Der Februar gilt generell als Umsatz-schwacher Monat, der in Deutschland in der Karneval-Woche nochmal dramatisch einbricht. Demzufolge versuchen die Studios erst gar nicht aufregende Neuerscheinungen im Programm zu platzieren sondern warten damit lieber bis März.

Einige Neuerscheinungen gibt es aber natürlich doch. An erster Stelle steht der vielversprechende Psychothriller „A Cure For Wellness“ um eine mysteriöse Kurklinik im europäischen Hinterland. Die deutsch-amerikanische Co-Produktion wurde mit imposanten Bildern von „Fluch der Karibik“-Mastermind Gore Verbinski auf die Leinwand gewuchtet und lädt zum wohligen Gruseln mit überraschenden Wendungen ein.

Etwas vorhersehbarer, aber zumindest beim ersten Mal auch durchaus überraschend ist die Herangehensweise im komplett auf Hundefreunde ausgelegten „Bailey – Ein Freund fürs Leben“, der sich um die vielen Leben eines Hundes dreht. Das Publikum wird in die abenteuerliche Reise des Vierbeiners eingebunden, in dem man die Gedanken von Bailey vertont hat und der Hund somit selbst durch die Geschichte führt. Das kann auch schon mal schief gehen, macht im Trailer aber einen ganz netten Eindruck.

Dritter Neustart der Woche ist das Kinder-Abenteuer „Bibi & Tine – Tohuwabohu total!“, in dem es bereits zum vierten Mal nach Schloss Falkenstein geht, wo Bibi und Tina sich um eine Ausreißerin kümmern müssen.

Ansonsten gibt es in den Kinosälen in der Oscar-Woche Altbewährtes zu sehen. „Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe“ soll noch immer die Gemüter mit immerhin noch bis zu 5 Vorstellungen am Tag erhitzen, Keanu Reeves ballert sich noch immer durch den gelungenen „John Wick: Kapitel 2“, Jennifer Lawrence und Chris Pratt erwachen noch immer viel zu früh in ihrem Raumschiff in „Passengers“ und Milla Jovovich metzelt sich nach wie vor durch künstliche Zombie-Horden in „Resident Evil: The Final Chapter“. Darüberhinaus klettert Samara noch in einigen wenigen Spätvorstellungen von „Rings“ aus dem Brunnen, dass Star Wars-Theme darf noch immer in „Rogue One: A Star Wars Story“ mitgesummt werden, Persönlichkeiten kann man in der Horror-Überraschung „Split“ zählen, gescheiterte Persönlichkeiten gibt’s in „T2 Trainspotting“ zu sehen und selbst „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ darf noch eine Ehrenrunde durch’s Kinoprogramm drehen.

Zur Auflockerung des ganzen düsteren Geballers werden nach wie vor die „Monster Trucks“ gezeigt, ebenso wie der französische Komödien-Hit „Plötzlich Papa!“, der Casting-Animationsfilm „Sing“, dass immer noch an den Kinokassen voll überzeugende „The Lego Batman Movie“, das Pferdeabenteuer „Wendy – Der Film“ und nicht zu vergessen Disneys Südsee-Epos „Vaiana“.

In einigen wenigen Spätvorstellungen zanken zudem noch der abgespacte Junggeselle James Franco und der spießige Vater Bryan Cranston um Zoey Deutch in „Why Him?“

Während im Cinemaxx folglich kein einziger der Ernst-zu-nehmenden Oscar-Kandidaten läuft, kann man sich im Broadway zumindest noch ein bisschen auf die anstehende Verleihung vorbereiten. Paul Verhoeven’s „Elle“ ist in der Kategorie „Best Actress“ nominiert, während „Fences“ mit Denzel Washington gleich auf vier Trophäen hoffen kann. Das wird nur getoppt von „Lion – Der lange Weg nach Hause“, der die Chance auf ganze sechs Oscars hat.

Die genauen Spielzeiten der einzelnen Filme gibt’s auf Cinemaxx.de und bei Broadway Trier.

Und was läuft an der Uni? Cineasta!

Neben dem Standard-Programm gibt’s an dieser Stelle normalerweise auch einen Hinweis auf das wöchentliche Kinoprogramm des cineasta an der Universität Trier, wo zweimal wöchentlich (Dienstag und Mittwoch) Filme verschiedenster Genres und Epochen gezeigt werden.

Aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Semesterferien gibt es in der kommenden Kino-Woche aber leider kein Cineasta-Programm.

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