Die Kino-Woche: Ghost Stories

Zweifelnder Parapsychologe begibt sich auf die Suche nach Geistern

Wir haben die aufgeräumte Programm-Übersicht für die kommende Kino-Woche. Neustarts, Empfehlungen und was sonst noch so läuft.

Die genauen Spielzeiten der einzelnen Filme gibt’s auf Cinemaxx.de und bei Broadway Trier.

Neustart(s) der Woche:

Ghost Stories

Als Professor der Psychologie ist für Philip Goodman (Andy Nyman) eines sicher: Es gibt keine Geister! Wie man deren angebliches Erscheinen als Betrug enttarnt, das zeigt er mit großer Leidenschaft in seiner beliebten TV-Sendung ”Psychic Cheats“.

Doch dann wird Nyman von seinem Vorgänger und großen Idol Charles Cameron (Leonard Byrne) kontaktiert. Dieser war einst spurlos verschwunden und galt eigentlich als tot! Inzwischen ist Cameron nicht mehr der Skeptiker, den Nyman immer bewunderte – und das hat mit drei verstörenden Fällen zu tun, mit denen er Nyman nun herausfordert.

Im Mittelpunkt stehen der Nachtwächter eines Irrenhauses (Paul Whitehouse), der junge Simon Rifkind (Alex Lawther), der eines Nachts eine grausige Begegnung erlebt, und ein Manager (Martin Freeman) mit einem dunklen Geheimnis.

Die Pariserin – Auftrag Baskenland

Sibylle (Élodie Fontan) ist eine junge, erfolgreiche Geschäftsfrau aus Paris, die im Auftrag ihrer Firma ins Baskenland reist. Dort soll sie einen alteingesessenen Familienbetrieb aufkaufen und die Geschäftsräume in einen Supermarkt umwandeln. Doch Sibylle hat nicht mit der Widerspenstigkeit der Dorfbewohner gerechnet: In dem kleinen baskischen Ort wird großer Wert auf Tradition gelegt und man ist nicht bereit, das Geschäft ohne weiteres aufzugeben. Hinzu kommt, dass Sibylle schon bald von der Lebensfreude der Dorfgemeinschaft angesteckt wird und sich noch dazu in Ramunxu (Florent Peyre) verguckt, den attraktiven Neffen des Geschäftsinhabers, dessen Laden sie kaufen soll. Und auch Ramunxu verliebt sich in die junge Pariserin, die nach ein paar Gläsern des baskischen Likörs Izarra immer mehr auftaut und ihre geschäftstüchtige Attitüde aufgibt.

Stronger

Jeff Bauman (Jake Gyllenhaal) steht im Jahr 2013 an der Ziellinie des Bostoner Marathons, um dort seine Ex-Freundin Erin Hurley (Tatiana Maslany) anzufeuern und idealerweise auch zurückzugewinnen. Da explodiert ganz in seiner Nähe einer von mehreren Sprengsätzen, der von Terroristen dort deponiert wurde und ihm beide Beine abtrennt. Jeff wird ins Krankenhaus eingeliefert und überlebt und kann, als er das Bewusstsein wiedererlangt, sogar einen der Täter identifizieren und hilft den Behörden damit entscheidend bei ihren Ermittlungen. Doch Jeffs persönlicher Kampf hat erst begonnen: Langwierige Reha-Maßnahmen warten auf ihn und er muss sich an das Leben im Rollstuhl und später auf zwei Beinprothesen gewöhnen. Immerhin stehen ihm Erin und seine Familie unermüdlich zur Seite und so wird er schlussendlich nicht nur durch seine Hinweise, sondern auch durch seine Tapferkeit zu einem Helden wider Willen.

The 15:17 to Paris

Die drei jungen Amerikaner Anthony Sadler, Alek Skarlatos und Spencer Stone (die sich jeweils selbst spielen) wollen durch Europa reisen und sitzen deswegen am 21. August 2015 im Thalys-Zug Nr. 9364 von Amsterdam via Brüssel in Richtung Paris – wo sie einen Terroranschlag verhindern und damit zu Helden werden. Durch ihren mutigen Einsatz werden 500 Menschen gerettet, vor der Heldentat liegen drei Leben mit Kindheitsproblemen und langen Wegen bis zu gefestigten Existenzen. Als Anthony, Alek und Spencer – die letzten beiden sind Soldaten – einschreiten, um den Anschlag zu vereiteln, bewährt sich dann das starke Band, das die drei zuvor geknüpft haben: Ohne ihre starke Freundschaft, die selbst unter dem extremen Stress in der Bahn bestand hat, hätten sich die Männer nicht verteidigen können.

Weiterhin im CinemaxX im Programm:

  • A Quiet Place
  • Der Sex Pakt
  • Early Man
  • Django Unchained
  • Ghostland
  • Verpiss dich, Schneewittchen
  • Ready Player One
  • Spielmacher
  • Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer
  • Pacific Rim: Uprising
  • Tomb Raider
  • Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier
  • Game Night
  • Die Biene Maja 2 – Die Honigspiele
  • Peter Hase
  • Red Sparrow
  • Black Panther
  • Fifty Shades of Grey – Befreite Lust
  • Sneak Preview

Und was hat das Broadway zu bieten?

Lady Bird

Der Alltag von Christine „Lady Bird“ McPherson im kalifornischen Sacramento besteht aus High School-Routine, Familientrouble und ersten ernüchternden Erfahrungen mit Jungs. Kein Wunder also, dass die 17-Jährige davon träumt, flügge zu werden. Im echten Leben rebelliert sie mit Leidenschaft und Dickköpfigkeit gegen die Enge in ihrem Elternhaus. Doch allzu leicht macht ihre Mutter dem eigenwillig-aufgeweckten Teenager die Abnabelung natürlich nicht, und so ziehen alle beide zwischen Trotz, Wut und Resignation immer wieder sämtliche Gefühlsregister.

Solange ich atme

England in den 50er Jahren: Der erfolgreiche Geschäftsmann Robin Cavendish und die schöne und außergewöhnliche Diane Blacker verlieben sich Hals über Kopf ineinander und heiraten kurz darauf. Als das junge Paar Nachwuchs erwartet, ist das Glück der beiden Liebenden perfekt. Doch im Dezember 1958 wird das Leben der Cavendishs von einem Moment zum anderen auf den Kopf gestellt: Im Alter von nur 28 Jahren wird Robin durch eine Infektion vom Hals abwärts gelähmt. Gegen alle Widerstände steht Diane ihrem Mann zur Seite und gibt ihm durch Hingabe und ihren Mut zu unkonventionellen Entscheidungen seine Freiheit zurück. Gemeinsam stellen sie sich jeglichen Einschränkungen in den Weg, inspirieren mit Lebenslust und Humor ihr Umfeld und machen für sich und viele andere das Leben wieder lebenswert.

Matti und Sami

Das Universum muss jede Menge Fehler haben, findet der zehnjährige Matti. Sonst wären die Menschen doch viel glücklicher! Sein Vater Sulo wäre kein Busfahrer, sondern Computerspiel-Entwickler, so wie er es sich erträumt. Seine Mutter müsste sich nicht länger über ihren cholerischen Chef in der Arztpraxis ärgern. Und Matti selbst wäre schon längst einmal mit seiner Familie in Sulos Heimat Finnland im Urlaub gewesen…Also beschließt Matti, dem Glück ein wenig nachzuhelfen und erfindet einen Lotteriegewinn. Es gelingt ihm tatsächlich, Mama, Papa und seinen kleinen Bruder Sami nach Finnland zu locken. Doch weil faustdicke Lügen meistens unvorhergesehene Konsequenzen haben, steht die Familie plötzlich ohne Geld, ohne Dach über dem Kopf und ohne Autoschlüssel da, mitten in der finnischen Pampa. Nun braucht Matti ganz dringend ein Wunder. Aber ob das Universum auch für so etwas zuständig ist?

Ansonsten läuft im Broadway:
  • 3 Tage in Quiberon
  • Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
  • Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes
  • Die Sch’tis in Paris
  • Die Nacht der Nächte
  • Der junge Karl Marx
  • Vor uns das Meer
  • Peter Hase
  • Transit
  • Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier
  • Wunder
Und was läuft an der Uni? CineAStA!

Neben dem Standard-Programm gibt’s an dieser Stelle auch einen Hinweis auf das wöchentliche Kinoprogramm des CineAStA an der Universität Trier, wo zweimal wöchentlich (Dienstag und Mittwoch) Filme verschiedenster Genres und Epochen gezeigt werden.

Dienstag, 08.05.2018

Birdboy: The Forgotten Children (OMDU)

Obwohl schon 2015 veröffentlicht, blieb diese Perle der Animationskunst lange verborgen. Er lief nur auf wenigen Festivals, obwohl der Film 2016 mit dem spanischen Goya-Award als bester Animationsfilm ausgezeichnet wurde. „Birdboy“ ist eine Mischung aus verstörenden Bildern, einem psychedelischen Soundtrack und einer sehr besonderen Interpretation einer Coming-of-Age Geschichte, verfeinert mit unerbittlicher Gesellschaftskritik.
Die Handlung dreht sich um das Mäusemädchen Dinky, den Vogeljungen Birdboy und deren Freunde, die von ihrer Heimatinsel fliehen wollen. Diese wurde bei einem schwerem Industrieunglück zum Großteil zerstört und die Fischbestände, die die Bewohner lange mit Arbeit und Essen versorgten, sind vernichtet. Während Dinky versucht das Geld für die Überfahrt aufzutreiben, kämpft Birdboy mit seinen Dämonen und der Polizei, die auf der Jagd nach ihm ist.

Im Vorfeld wird der Kurzfilm „Sog“ gezeigt.

Mittwoch, 18.04.2018

Wild

Eine junge Frau verliebt sich – daran ist nichts ungewöhnlich, das passiert jeden Tag. Doch diese Liebe ist anders, rau, ungestüm und wild. Und die junge Frau nutzt sie, um aus ihrem engen Leben auszubrechen, ihrem despotischen Chef zu entkommen und endlich wahre Freiheit zu finden. Nicolette Krebitz‘ „Wild“ ist ein absolut einzigartiger Film. Die Geschichte von Ania und einem streunenden Wolf, gedreht im Plattenbau, ist sinnlich und impulsiv, vielschichtig und reich an Metaphern.
Das deutsche Kino bietet viel, wenn man danach sucht. Krebitz‘ Film ist ein Juwel, roh und ungeschliffen, dass erst beim Sehen und Erleben seine finale Form erhält. Diese Form ist bei jedem Zuschauer einzigartig. Kino als visueller und sinnlicher Genuss. Rainald Grebe sang einst: „In Berlin kann man so viel erleben, in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben.“ Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf war schon immer besonders, in „Wild“ wird sie auf eine neue Ebene gehoben.

Im Vorfeld wird der Kurzfilm „Der klitzekleine Fuchs“ gezeigt.

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