Die Miezen waren stark und verlieren unnötig

Viele Chancen beim Heimspiel blieben ungenutzt.

Jessica Kockler, die Torfrau der Miezen, ließ die gegnerischen Handballerinnen nicht zum Zug kommen. Die Moselanerinnen der 2. Handball Bundesliga Frauen führten bis zum Ausgleich des TSV Haunstetten in der 39. Minute.

Trier. Knapp verloren, mit 25:27 heißt es nach dem 4. Spieltag und dem ersten Saison-Heimspiel für die Trierer Miezen „vier Spiele, vier Niederlagen“. Dagegen reisen die Handballerinnen des TSV Haunstetten mit einem „vier Spiele, vier Siege“ zurück nach Augsburg.
Mit dem Ende des 4. Spieltages steht der TSV Haunstetten auf Platz 1 und die Trierer Miezen weiter auf Platz 16. (Die aktuelle Tabelle ist am Ende des Textes).

Die Trierer Miezen wurden von den Zuschauern angepeitscht, Jessica Kockler gab den gegnerischen Spielerinnen wenig Torchancen und Caroline Thomas spielte sichtbar stark auf. Die am Ende deutlich niedergeschlagene Spielführerin der Miezen, Judith Derbach meinte treffend: „Diese Niederlage war völlig unnötig. Wir haben uns für den Aufwand den wir betrieben haben nicht belohnt.“

Caroline Thomas

Und die Pressesprecherin der Miezen, Franziska Garcia, formuliert weiter:

In der Tat erwies sich die knappe, am Ende aber auch verdiente 25:27-Niederlage gegen den einzigen bayerischen Vertreter in der Frauen Handball-Bundesliga (HBF) mehr als bitter, denn zumindest in Halbzeit eins diktierten die Moselanerinnen das Spielgeschehen. Der Ertrag zur Pause war allerdings mehr als dürftig, lediglich eine knappe 13:12-Führung stand da zu Buche.

Dabei agierte die Mannschaft von Trainerin Daniela Filip vor der Pause souverän und ließ Haunstetten nicht ins Spiel kommen. Aufbauend auf einer überragenden Jessica Kockler, die ihren Kasten in der ersten Viertelstunde vernagelte und im weiteren Spielverlauf unter anderem vier 7-Meter entschärfte, lagen die Miezen 5:2 (13.) in Front. Die Gäste hingegen suchten nach ihrem Spiel, scheiterten aber immer wieder mit klaren Chancen an Kockler.

Trier hingegen verpasste es aus den Paraden seiner Torfrau weiteres Kapital zu schlagen und ging seinerseits fahrlässig mit den eigenen Wurfmöglichkeiten um. „Wir haben die gesamte Partie über zu viele Chancen liegen lassen, das rächt sich am Ende“, monierte Filip auf der anschließenden Pressekonferenz. Und so kämpfte sich Haunstetten schrittweise in die Partie zurück, war beim 10:11 (27.) durch die erfahrene Annika Schmid wieder dran. Zur Pause war die Begegnung völlig offen.

In Halbzeit zwei entwickelte sich ein verbissener Schlagabtausch, in der die Moselanerinnen zunächst vorlegen konnten und sich, angetrieben von Carolina Thomas, eine 17:15 (38.) herausspielten. Thomas übernahm in dieser Phase die Verantwortung, setzte ihre Mitspielerinnen immer wieder in Szene und war selbst torgefährlich. Zudem stand die 25 Jahre alte Rückkehrerin auch im Innenblock ihre Frau. Haunstetten spielte in der Arena aber mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen aus den ersten drei Spielen auf und ließ sich zu keinem Zeitpunkt beirren.

Dem 17:17-Ausgleich (39.) folgte wenig später die erste Führung (18:17/41.). In der Folge konnte sich keines der beiden Teams absetzen, die Vorentscheidung fiel sieben Minuten vor Spielende, als die Bayern aus einem 23:24-Rückstand (53.) eine 26:24-Führung machten und diese über die Zeit brachten. Jubelnde Gäste auf der einen, frustrierte Miezen auf der anderen, so das Bild nach Abpfiff. „Diese Niederlage ist bitter und tut weh. Wir werden aber wieder aufstehen“, erklärte eine kämpferische Filip auf der Pressekonferenz.

Jessica Kockler


2. Handball Bundesliga Frauen – Tabelle

Platz Team Spiel Diff. Pkt.
1 TSV Haunstetten 4 +13 8:0
2 Neckarsulmer SU 3 +27 6:0
3 HSG Bensheim/Auerbach 3 +15 6:0
4 VL Koblenz/Weibern 4 +26 6:2
5 BSV Sachsen Zwickau 4 +8 6:2
6 HC Rödertal 4 +5 6:2
7 TV Nellingen 4 +23 4:4
8 TV Beyeröhde 4 -3 4:4
9 SG H2Ku Herrenberg 4 -5 4:4
10 TG Nürtingen 4 -11 4:4
11 SG Mainz-Bretzenheim 4 -6 2:6
12 SV Werder Bremen 4 -9 2:6
13 SV Union Halle-Neustadt 4 -15 2:6
14 FSG Mainz 05/Budenheim 4 -17 2:6
15 SG 09 Kirchhof 4 -18 0:8
16 DJK/MJC Trier 4 -33 0:8

 
Fotos: DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V.

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