Die Polizei Hochschule

Ein Karrierestart

Für 255 Studenten beginnt nun die Karriere an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. In einem dreijährigen Bachelorstudium können sich die jungen Menschen beweisen. Folgende Meldung des Polizeipräsidiums Trier erreichte unsere Redaktion.

Trier/Büchenbeuren. 255 junge Menschen beginnen nun ihr dreijähriges Bachelorstudium an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Campus Hahn. Voller Stolz nahmen sie die Ernennungsurkunden zur Polizeikommissaranwärterin und zum Polizeikommissaranwärter entgegen.

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Über 6000 Bewerberinnen und Bewerber sind seit Einführung der ganzjährigen Onlinebewerbungsmöglichkeit im vergangenen Jahr dem Aufruf der Polizei Rheinland-Pfalz „Fahndungserfolg: Karriere“ gefolgt. Heute erhielten 181 Männer und 74 Frauen ihre Ernennungsurkunden zum Polizeikommissaranwärter und zur Polizeikommissaranwärterin im Rahmen einer Feierstunde am Campus Hahn. Weitere 245 junge Menschen werden im Oktober ihr Polizeistudium an der Hochschule im Hunsrück beginnen. In der vergangenen Woche ernannte Staatsminister Roger Lewentz 193 Hochschulabsolventen zu Polizeikommissaren und Polizeikommissarinnen, die fortan ihren Dienst in der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz verrichten. Mit Ankunft des 15. Bachelorstudiengangs sind nun wieder alle Wohnungen am Campus Hahn belegt. Damit studieren derzeit 1323 Polizeikommissaranwärterinnen und Polizeikommissaranwärter im Hunsrück, so viel wie noch nie. Einen musikalischen Gruß für die „Neuen“ hatten vier Studierende aus den älteren Studienjahrgängen dabei. Ihr Repertoire reichte von „Gold von morgen“ über „Trumpeter’s delight“ bis zu einer extra für diesen Tag einstudierten Eigenkomposition. „Sie haben sich für einen der beliebtesten Berufe bei jungen Menschen in Deutschland entschieden. Sie können stolz sein, heute hier sein zu dürfen“, begrüßte der Direktor der Hochschule, Friedel Durben, die polizeilichen Nachwuchskräfte an der Hochschule der Polizei. Ausgewählt wurden sie unter insgesamt 6073 Bewerberinnen und Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet. Von den neuen Studierenden kommen 182 aus Rheinland-Pfalz, 72 kommen aus den Bundesländern Hessen (28), Nordrhein-Westfalen (10), Saarland (16), Baden-Württemberg (14), Bayern (2), Niedersachsen (1) und Mecklenburg-Vorpommern (1). Ein Student kommt aus dem Nachbarland Frankreich. Das dreijährige moderne und wissenschaftlich ausgerichtete Studium ist für die angehenden Polizistinnen und Polizisten kein ausschließlich theoretisches Studium. Vielmehr verlangt die Vermittlung von Kompetenzen ein Mix aus Vermittlung von Fachwissen, dem Erlernen von Fertigkeiten und Trainieren von Fähigkeiten. So sind beispielsweise die praktische Unfallaufnahme und die Spurensuche an Tatorten genauso Bestandteil der Lehrveranstaltungen, wie gezielte Konflikt- und Festnahmetrainings sowie ein Fahr- und Sicherheitstraining. Zu den 21 Monaten Theorie am Campus Hahn kommen 15 Monate berufspraktische Studienanteile in den Polizeipräsidien des Landes sowie in der Bereitschaftspolizei. „Sie haben als Polizeibeamter die Chance einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Freiheit und Sicherheit in unserer Gesellschaft zu leisten“, machte Friedel Durben dem polizeilichen Nachwuchs gleich zu Beginn deutlich. „Sie können Menschen helfen und werden viel Positives erleben. Es ist aber auch ein Beruf, der Sie fordern wird und auch darauf müssen Sie vorbereitet sein.“ Dafür steht an der Hochschule der Polizei ein bestens ausgebildetes Team von Dozenten, Lehrkräften und Trainern aus den unterschiedlichsten Disziplinen bereit. „Es liegt in Ihren Händen, die Vielzahl unterschiedlichster Prüfungen und Leistungsnachweise zu bestehen und ihr Studium erfolgreich abzuschließen“, appellierte Durben von Beginn an konsequent zu lernen. „Wir sind alle bereit, unser Bestes zu geben.“ Die Altersspanne im neuen Studiengang reicht vom 18. bis zum 36. Lebensjahr. „Wir haben ideale Studienbedingungen am Campus Hahn sowie in den Standorten in Enkenbach-Alsenborn und Wittlich-Wengerohr geschaffen. „Nutzen Sie die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu entdecken und einen für den Polizeiberuf so wichtigen Teamgeist zu entwickeln“, ermunterte Durben die angehenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. Angebote zur Freizeitgestaltung jenseits der Hörsäle bietet der Campus, an dem die meisten der Studierenden auch wohnen, mehr als genug. Die Feierstunde war nicht nur für die angehenden Polizistinnen und Polizisten ein schöner Tag. Auch Dieter Burgard, Beauftragter für die Landespolizei, begleitete die jungen Menschen an ihrem ersten Arbeitstag, wünschte ihnen viel Glück und ermunterte sie auch über die drei Jahre hinaus immer neugierig zu bleiben. Bernd Schweitzer hieß alle ganz herzlich im Namen des Personalrates am Campus Hahn willkommen und gab ihnen, wie René Vroomen und Timo Becker von den Jugend- und Auszubildendenvertretungen wichtige Tipps fürs bevorstehende Berufsleben. Stellvertretend für die Studentenschaft sprach Christoph Schröder vom 11. Bachelorstudiengang zu den „Neuen“ und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen im Studium. „Polizei heißt im Team zu arbeiten und zwar ab dem heutigen Tag. Erfolgreich sein setzt voraus, dass ihr klare Ziele habt und auch den brennenden Wunsch, sie zu erreichen. Also geht mit dem nötigen Ernst und Respekt an euer Studium ran. Dann werdet ihr es auch schaffen!“ Ihren ersten großen öffentlichen Auftritt haben die Studierenden des 15. Bachelorstudiengangs gemeinsam mit ihren Vorgängern vom 14. Bachelorstudiengang am 15. Juli 2016 im Kurpark in Bad Kreuznach. An diesem Tag findet die feierliche Vereidigung der jungen Polizeikommissaranwärterinnen und Polizeikommissaranwärter durch Staatsminister Roger Lewentz statt.

Bildquelle: Presseportal

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