Die Studies der Universität laden ein

Zweiwöchigen „Homosella 2018"

Seit 1999 organisieren das autonome Referat für schwule, trans* und queere Identitäten und das autonome Queer-feministische Frauenreferat des AStAs (Allgemeiner Studierendensausschuss) der Universität Trier die „Homosella – queere Kulturtage Trier“. Jedes Jahr wird unter einem neuen Motto ein Themengebiet que(e)r betrachtet.
 
In diesem Jahr haben sich die Studierenden unter dem MottoHomosella 2018 – Irgendwas mit Medien“ ein buntes Programm aus Vorträgen, Filmvorführungen, Workshops und mehr einfallen lassen.
 
„Kaum ein Thema durchdringt unser Leben in der Informationsgesellschaft so sehr wie der Umgang mit, sowie der Einfluss von Medien. Von Büchern, über Filme und Fernsehserien zu Dating-Apps und sozialen Medien – die (Selbst-)Darstellung von queeren Lebensweisen formt Meinungen und Identitäten.“, sagt Claas-Eike Seestädt der Hauptreferent des sogenannten Identitätenreferats.
 
Nachdem im letzten Jahr Begriffe wie „Fake-News“ und „Alternativen Fakten“ die Medienlandschaft bestimmten, sehen die Studierenden Bedarf sich damit auseinanderzusetzen. In Erinnerung kommen auch die rund um die Winterspiele in Sotchi bekannt gewordenen und gegen LSBTIQ*-Lebensweisen gerichteten russischen „Anti-Propagandagesetze zum Schutz der Jugend“. Der Vortrag von Dr. Kirsten Plötz wird etwa auf die Zensur lesbischer Literatur unter dem Vorwand des Jugendschutzes eingehen.
 
Ein Höhepunkt der Kulturtage wird der erste Trierer QueerSlam. In Kooperation mit dem Kultur Raum Trier e.V., dem Ausrichter des monatlich im Mergener Hof stattfindenden Poetry Slams, organisieren die Studierenden einen Slam rund um die Themen der sexuellen und geschlechtlichen Identität. Dabei werden Künstler aus Trier und von außerhalb mit ihren selbstvorgetragenen Texten um die Gunst des Publikums werben.
 
Stargast der Homosella ist die selbsternannte Polittunte Patsy l’Amour laLove aus Berlin. Sie ist Herausgeberin des 2016 erschienen Buchs ‚Beißreflexe‘ welches sich als Sammelbandkritisch mit der queeren, feministischen und aktivistischen Selbst- und Außenwahrnehmung auseinandersetzt. Nicht nur in Berlin ist das Buch sehr umstritten und löste gerade die genannten Beißreflexe aus. In einer Vorstellung des Buches wird sie auch gerade auf das Medienecho nach dem Erscheinen des Buches eingehen.
 
Das Ende der Kulturtage markiert die traditionelle Abschlussfeier, die dieses Jahr am Samstag den 27. Januar ab 23 Uhr im Kulturzentrum Schmit-Z stattfindet.
 
Alle Veranstaltungen werden in den Gebäuden der Universität Trier, Campus I (54296 Trier), dem Schmit-Z (Mustorstr. 4, 54290 Trier) und dem MJC Mergener Hof (Rindertanzstr. 4, 54290 Trier) stattfinden.
Mehr Informationen und das komplette Programm: www.homosella.de

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