Die Trierer Dolphins starten in Köln

Saisonstart für den amtierenden Europapokal-Sieger

Trier / Köln. Wer erinnert sich nicht an den Siegesruf, der am 26. April 2015 vom spanischen Getafe bis nach Trier hallte. Die Trierer Dolphins hatten das Europapokalspiel gegen die französischen Herausforderer erfolgreich für sich entschieden. Nun rollen Sie wieder. Zum Saisonstart am geht es nach Köln.

TRIER.
Am Samstag, dem 3. Oktober um 17. Uhr ist es für die DONECK Dolphins Trier endlich wieder soweit. Mit einem Auswärtsspiel bei den Köln 99ers in Sporthalle Bergischer Ring (Köln-Mülheim) startet der amtierende Europapokal-Sieger in die neue Saison. Eine Woche später (11.10.15, 13 Uhr, Arena Trier) geht es dann an der Mosel gegen die Mainhatten Skywheelers um weitere wichtige Punkte im ersten Heimspiel der neuen Saison.

Viele Veränderungen gab es im Vorfeld der Saison bei den Trierern zu verzeichnen. Fünf namhafte Abgänge, darunter die beiden Kanadier, Paralympicssieger Chad Jassman (Calgary Flames) und Weltmeisterin Janet McLachlan (Rhine River Rhinos Wiesbaden), dem stehen sieben Neuzugänge gegenüber.

Mit Tommie Gray (USA), Alieu Faal (Schweden), Edgaras Ciaplinskas (Litauen) und den beiden Holländern Mattijs Bellers und Frank de Jong wurde das Team um Spielertrainer Dirk Passiwan neu aufgestellt. „Tommie ist ein körperlich starker Spieler, der allerdings im konditionellen Bereich noch arbeiten muss, aber ich denke, dass wir ihn schnell auf das Niveau bringen können, was wir in der ersten Liga brauchen. Durch die kurze Vorbereitungszeit aufgrund der Europameisterschaft wurde das Training ein bisschen umgestellt“, so Passiwan.

„Alieu ist ein junger Spieler, der sich in Trier sehr gut weiterentwickeln kann. Ich denke, dass er viel von Frank de Jong lernen kann.“ Der 30-jährige holländische Nationalspieler ist der letzte Neuzugang der Dolphins. Vor allem sein Mitspieler in der Nationalmannschaft, Matthijs Bellers, freut sich über die Verpflichtung. Der 2,03 m große Center gilt als eines der größten Talente Europas. Spielertrainer Passiwan erwartet viel von seinem „Langen“ unter dem Brett: „Er wird hoffentlich Entlastung für mich bringen. Wenn er gut drauf ist, kann er 20-25 Punkte pro Spiel erzielen. Mit ihm haben wir endlich das, was wir seit Langem gesucht haben.“ Auch auf den kleinen Positionen hat man Ersatz für die beiden Abgänge Karlis Podnieks und Chad Jassman gefunden.

Mit Edgaras Ciaplinskas konnte ein litauischer Nationalspieler verpflichtet werden. „Er ist vielleicht sogar noch ein bisschen stärker einzuschätzen als die beiden Spieler aus der letzten Saison. Edgaras ist schnell, ein guter Schützer und ein echter Teamplayer.“

Zwei Spielerinnen sind in Köln dabei

Ebenfalls neu im Kader der Trierer sind die beiden 16-jährigen Nachwuchsspielerinnen Anni Nickels und Valeska Finger. „Die beiden haben großes Potenzial und sollen langsam an die Bundesliga herangeführt werden.“
Mit Diana Dadzite steht eine lettische Aufbauspielerin im Kader der Dolphins, die man im Management eigentlich schon abgeschrieben hatte. „Diana wollte eigentlich kein Basketball mehr spielen. Wir konnten sie jedoch davon überzeugen, dass das Team sie braucht“, so Otmar Passiwan, der hinzufügt, „Diana ist eine große Kämpferin, die leider immer wieder zurückgeworfen wird.“ Zuletzt, als der internationale Verband die junge Lettin als Nichtbehindert einstufte und das obwohl sie seit drei Jahren, auch außerhalb des Platzes, ständig auf den Rollstuhl angewiesen ist. „Diese Situation ist einmalig , nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Was hier passiert ist einfach nicht hinnehmbar. Daher werden wir alles tun, um die bestmögliche Lösung zu finden.“
Die Lettin wird auch am kommenden Samstag in Köln als offiziell nicht-behindert das Team unterstützen.

Es gewinnt, wer seine Neuzugänge besser integriert hat

Dirk Passiwan zum ersten Gegner: „Sie haben ähnlich wie wir einige neue Spieler. Es wird darauf ankommen, wer seine Neuzugänge besser integriert hat. Mit dem Abgang von Marina Mohnen (Frankfurt) haben sie ihre wohl beste Spielerin abgegeben. Wir werden allerdings nicht nach Köln fahren und die Mannschaft unterschätzen. Wir wollen natürlich in Köln gewinnen und werden alles dafür tun, dass wir gut in die Saison starten. Mit Köln und Frankfurt in den ersten beiden Spielen treffen wir auf Gegner, die ich ähnlich stark einschätze. Gegen beide Mannschaften musst du gewinnen, um nicht schon direkt zu Beginn der langen Saison in die unteren Regionen der Tabelle zu rutschen.“

Im Kampf um einen guten Mittelfeldplatz in der Liga kommt den Dolphins vielleicht auch zugute, dass sie in diesem Jahr keine Belastung im Europacup haben. „Natürlich hätten wir gerne wieder international gespielt. Nach dem Sieg in der letzten Saison haben wir uns schweren Herzens dafür entschieden, im kommenden Jahr nicht teilzunehmen. 20 – 25.000 Euro sind für uns leider nur alle zwei Jahre stemmbar. Zudem fehlt uns immer noch ein neuer Trikotsponsor, was schon ein Loch im Etat hinterlässt.“, so Otmar Passiwan.

DONECK Dolphins Trier (der Kader für Köln):
Bellers, Ciaplinskas, Dadzite, de Jong, Ewertz, Faal, Ferguson, Finger, Gray, Koltes, Nickels, Passiwan

Foto:Doneck Dolphins Trier

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