Dolphins überrollen den Meister

Trierer schlagen Lahn-Dill

Die DONECK Dolphins Trier haben am Wochenende den amtierenden Deutschen Meister, den RSV Lahn-Dill, mit 61:40 geschlagen und damit zwei Serien beendet. Nach fast 20 Jahren war es der erste Sieg der Trierer gegen die Hessen und die erste Heimniederlage des RSV in heimischer Halle nach fast zwei Jahren. Mit dem Sieg springen die Dolphins auf Platz 2 in der Tabelle.

„Wir brauchen einen sehr guten Tag und müssen hoffen, dass Lahn-Dill einen schlechten erwischt“, hieß es von Spielertrainer Dirk Passiwan vor dem Spiel. „In der Halbzeit schrie Passiwan dann: „Heute ist der Tag! Heute werden wir hier nach 20 Jahren wiedergewinnen!“ Was war passiert?

Die Dolphins begannen hochkonzentriert und konnten nach der 2:0 Führung für den RSV die Führung bis zum Ende des Spiels behaupten. Aggressive Defense gepaart mit einer erschreckend schwachen Trefferquote der Hausherren waren an diesem Tag der Schlüssel für den schon fast historischen Sieg der Trierer.

In einem, über weite Strecken, schnellem Spiel konnten beide Mannschaften zeigen, warum in dieser Saison wirklich jeder jeden schlagen kann. Schnelle Kombinationen auf beiden Seiten und ein harter Kampf um jeden Ball. Die Dolphins trafen jeden einen Tick besser den gegnerischen Korb. „Wir haben 42% Trefferquote. Keine berauschende Zahl, aber durch unsere Defense haben wir auch nur 40 Punkte zugelassen“, so ein sichtlich erfreuter Passiwan nach dem Spiel. Passiwan selber wurde über weite Strecken vom Meister aus dem Spiel genommen, er kam am Ende auf nur zehn Punkte, allerdings auch auf acht Assist. Zusammen mit Diana Dadzite lenkte er das Spiel der Trierer. „Es ist schön zu sehen, dass das Team es auffangen kann, wenn ich mal keine 30 Punkte mache. Wir haben heute als Team einfach sehr gut gearbeitet. Das vier Spieler zweistellig punkten konnten, zeigt, dass wir nicht nur aus mit und Diana bestehen, sondern jeder aus der Mannschaft punkten kann. Das spricht für uns und gibt uns mehr Möglichkeiten.“

Das Spiel selber ist schnell erzählt. Nach einer kurzen Schwächephase zu Beginn des zweiten Viertels (14:15) fingen sich die Dolphins und konnten sich Punkt um Punkt absetzen. Zur Halbzeit ging man mit 11, ins Schlussviertel sogar mit 15 Punkten Vorsprung. Wer auf ein Aufbäumen der Gastgeber wartete, wartete vergebens. Souverän spielten die Dolphins die Zeit herunter und konnten nach dem Sieg mit den mitgereisten Fans jubeln.

Kader: Ryan Wright (14), Mariska Beijer (13), Diana Dadzite (12), Dirk Passiwan (10), Correy Rossi (8), Jack Davey (2), Matthias Heimbach (2), Frank Doesgen (n.e.).

Zuschauer: 950

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