Ein halbes Jahrhundert Entwicklungshilfe für Afrika

Vortrag am 18. Januar an der Universität Trier

In Zeiten der Flüchtlingskrise ist die Bedeutung der Entwicklungshilfe enorm gestiegen. Angesichts zahlreicher Migrantinnen und Migranten aus Afrika plädieren Spitzenpolitiker in Berlin und Brüssel dafür, die Ausgaben für Entwicklungshilfe massiv zu erhöhen, um Afrikaner von der Flucht abzuhalten. Auch von einem Marshallplan für Afrika ist immer wieder die Rede, in Erinnerung an das große Wiederaufbauprogramm, mit dem die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg der europäischen und vor allem der deutschen Wirtschaft wieder auf die Beine halfen.

Was ist von solchen Überlegungen zu halten? Könnte so eine Lösung aussehen?

Und wenn man schon über solche Experimente in der Entwicklungshilfe nachdenkt – welche Lehren kann man aus der bisherigen Entwicklungshilfe ziehen, die inzwischen mehr als fünf Jahrzehnte zurückreicht?

 

Die neu gegründete Hochschulgruppe an der Universität Trier „Ansätze einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika“ lädt herzlich zu einem Vortrag ein:

 

Kurt Gerhard:

„Bilanz eines halben Jahrhunderts Entwicklungshilfe für Afrika“

Mittwoch, 18. Januar 2017, 18:00 Uhr

Universität Trier, Campus I, Gebäude B, B 22

 

Zur Person Kurt Gerhard:

Der ehemalige Journalist des WDR-Hörfunks, zählt zu den prominentesten und schärfsten Kritikern der Entwicklungspolitik in Deutschland. Aus eigener Anschauung kennt er die Problematik der Afrikahilfe sehr genau. Von 1982 bis 1986 war er als Landesbeauftragter des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) im westafrikanischen Niger als Entwicklungshelfer tätig. Er gehört zu den Mitbegründern der politischen Initiative „Grundbildung in der Dritten Welt“ und des Vereins „Makaranta e.V.“ zur Förderung der Grundbildung in Afrika und ist zudem Mitinitiator des 2008 gegründeten „Bonner Aufrufs für eine andere Entwicklungspolitik!“.

Kurt Gerhardt möchte mit seinen Vorträgen und Publikationen auf die schwerwiegenden Grundprobleme der vergangenen und derzeitigen Entwicklungspolitik aufmerksam machen und helfen, neue Lösungsansätze zu finden, die eine effizientere und wirksamere Entwicklungshilfe in Afrika versprechen.

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