Eine Stunde für den Planeten – Die „Earth Hour 2014“

Am Samstag geht an der Porta Nigra das Licht aus

Licht aus für den Klimaschutz. Am Samstag, 29. März, gehen in Trier und an vielen anderen Orten auf der Welt für eine Stunde sämtliche Lichter aus, um ein Zeichen zum Schutz des Planeten zu setzen. Die Porta Nigra und die Matthias-Basilika werden ab 20.30 Uhr für eine Stunde nicht beleuchtet sein, genauso wie das Opernhaus in Sydney oder das Empire State Building in New York.

Die sogenannte „Earth Hour“ fand 2007 im australischen Sydney zum ersten Mal statt und ist die größte freiwillige Umweltaktion der Welt. Über 7000 Städte nehmen daran teil und auch als Privatperson kann man mitmachen und ein Zeichen zum Schutz des Planeten setzen. Wer an dem Event teilnehmen will, ist dazu aufgerufen, für eine Stunde all seine Deckenlichter, Bildschirme und Lampen auszuschalten, solange dies nicht die Sicherheit gefährdet.

„Earth Hour“ ist ein Projekt des WWF und verfolgt vor allem das Ziel, Menschen weltweit zusammenzubringen und für den Klimaschutz zu begeistern. Als Plattform für andere Aktionen hat das Projekt außerdem beispielsweise die amerikanischen Girl Scouts unterstützt, die tausende energiesparende LED-Lichter anbrachten oder mitgeholfen drei indischen Dörfern ohne Stromversorgung eine Solaranlage zu ermöglichen.

Klimahelden gesucht

Porta Nigra

Wird am Samstag für eine Stunde nicht beleuchtet sein:
Die Porta Nigra in Trier

Im Wettbewerb „Klimahelden gesucht“ hat der WWF auch in Deutschland Menschen ausgezeichnet, die sich privat oder mit ihren Unternehmen für eine nachhaltige Klimapolitik engagieren. Genau so entstehen nämlich Klimaprojekte: Einzelne setzen sich im privaten Rahmen dafür ein und begeistern so oft auch die Menschen in ihrer Umgebung. So haben es z. B. auch Monika und Alexander Klein aus Bruchsal gemacht, die ihr Haus zum Passivhaus umrüsteten und so ihre ganze Kirchengemeinde auf das Thema aufmerksam machten. Darin liegt auch die Essenz der „Earth Hour“: Wer im kleinen mit dem Klimaschutz beginnt und ihn in sein Leben integriert, kann andere anstecken und ihn so nach und nach zur Priorität in unserer Gesellschaft machen.

In Trier ist die Aktion noch nicht besonders bekannt. „Das hab ich nicht mitbekommen“, erklärt Monika, die wir vor der Porta Nigra gefragt haben, „Aber ich finde es gut, etwas für den Klimaschutz zu machen. Vielleicht mache ich mit“. Ihre Freundin Lara sieht das ganz ähnlich „Wenn viele dabei mitmachen, dann kommt so ein Zugehörigkeitsgefühl zustande, das hilft sicher.“

Ein Zeichen setzen

Bernd, der mit seiner Familie in der Stadt ist, sieht das anders: „Das bringt ja kaum was, wenn in den restlichen 364 Tagen weiter Energie verschwendet wird, außerdem scheint es ja auch kaum jemand mitbekommen zu haben.“ Aber auch er ist der Meinung, dass man zumindest ein Zeichen setzen könnte, wenn genügend Menschen mitmachen. Ein paar Besucher aus Amerika kannten das Event schon aus Boston. Es sei interessant gewesen, große Sehenswürdigkeiten mal völlig dunkel zu sehen. Ob die „Earth Hour“ auch in Trier ein Erfolg wird, wird sich am Samstag zeigen.

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