Eintracht Trier lässt Karbach keine Chance

Moselstädter siegen 3:0

Am 8. Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hat der SV Eintracht Trier 05 im Duell mit dem FC Karbach eine seiner bisher stärksten Saisonleistungen gezeigt. Gegen die Blau-Weißen siegte das Team von Trainer Daniel Paulus nach einem souveränen Auftritt mit 3:0. Entscheidender Mann war dabei Eintracht-Standardspezialist Saky Noutsos, der seine Mannschaft im ersten Durchgang mit zwei Treffern auf die Siegerstraße brachte.

Im Vergleich zur ärgerlichen 2:3-Auswärtspleite beim SV Saar 05 veränderte Eintracht-Coach Daniel Paulus seine Mannschaft auf insgesamt drei Positionen. Für Aaron Engeldinger rückte Adam Bouzid auf die rechte Abwehrseite, der gesperrte Godmer Mabouba wurde im Abwehrzentrum von Josef Cinar ersetzt. Außerdem rotierte Luca Sasso-Sant aus der ersten Elf. Für ihn durfte Dominik Kinscher von Beginn an sein Können auf dem Rasen zeigen. Taktisch bedeutete das eine Umstellung von 4-3-3 auf 4-1-4-1. Der SVE begann druckvoll und hatte bereits nach acht Minuten die große Chance zur Führung, als ein Kopfball von Leoluca Diefenbach an die Latte des Karbacher Tores krachte. Lange Zeit, sich zu ärgern, hatte die Paulus-Elf jedoch nicht – bereits vier Minuten nach der Diefenbach-Gelegenheit versenkte Eintracht-Routinier Athanasios Noutsos einen Freistoß wunderbar im rechten Eck (12.). Der insgesamt starke Karbach-Torhüter Yalcin hatte keine Abwehrchance. Eintracht Trier war in der Folge darauf bedacht, Kompaktheit herzustellen und das zuletzt durchwachsene Defensivverhalten zu verbessern. Das gelang den Moselstädtern am heutigen Samstag deutlich besser als zuletzt und so ließen die Hausherren trotz zunehmenden Drucks des FC Karbach kaum Chancen zu. Genau in der Phase, in der sich die Gäste gerade in der Trierer Hälfte einzunisten begannen, unterlief Lukas Klappert ein Handspiel im eigenen Sechzehner. Den fälligen Elfmeter verwandelte erneut Noutsos zum 2:0 (34.).

Auch im zweiten Spielabschnitt taten sich die Gäste aus Karbach schwer gegen eine gut organisierte Eintracht-Mannschaft. Auf der Gegenseite musste Keeper Kadir Yalcin immer wieder seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, so auch nach einer guten Stunde, als der Schlussmann gleich zwei Mal stark gegen Leoluca Diefenbach parierte und sein Team damit im Spiel hielt (65.). Auch in der 83. Minute stand Yalcin im Mittelpunkt, als er zunächst gegen Kevin Heinz parierte und dann den Nachschuss von Georgios Lyras festhielt. Nur Augenblicke später war dann aber auch der Widerstand des Torhüters gebrochen, als Jan Brandscheid nach Flanke von Luca Sasso-Sant sein achtes Saisontor und damit verbunden die endgültige Entscheidung erzielte (86.). In den Schlussminuten sorgte dann Karbach-Verteidiger Julian Hohns nochmal für unschöne Szenen, als er den Torschützen Brandscheid derart heftig abräumte, dass dieser die letzten Minuten von der Seitenlinie verfolgen musste. „Das war ein klares Frustfoul und in meinen Augen auch eine rote Karte. Es sieht aus, als sei das Schienbein stark geprellt. Ein Einsatz am kommenden Wochenende sollte aber nicht in Gefahr sein“, konnte SVE-Coach Daniel Paulus nach Spielende zumindest vorsichtig Entwarnung geben.

Mit dem Spiel seiner Mannschaft war Paulus – anders als mit dem Einsteigen von Karbachs Hohns – hochzufrieden: „Kompliment an die Mannschaft. Wir haben das erste Mal über 90 Minuten so verteidigt, wie ich mir das vorstelle. Ich glaube wir haben die Lehren aus der Niederlage letzte Woche gezogen und müssen genau so weitermachen. Alles in allem war das ein gelungener Tag für uns.“ Weiter geht es für Eintracht Trier dann in acht Tagen, wenn der SVE auf der Bezirkssportanlage Mainz-Mombach gegen den SV Gonsenheim antritt. Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr.

Statistik:

Tore: 1:0 Noutsos (12.), 2:0 Noutsos (34./HE), 3:0 Brandscheid (86.)

Eintracht Trier: Popescu – Bouzid, Maurer, Cinar, Heinz – Fischer – Lyras (85. Garnier), Kinscher (81. Jakob), Noutsos, Diefenbach (68. Sasso-Sant) – Brandscheid

FC Karbach: Yalcin – L. Klappert, Eberhardt, Puttkammer, Hohns, M. Fischer – Göderz, Kohns (59. Junk) – Jakobs, Denguezli – S. Klappert (59. Köppen)

Zuschauer: 879

Schiedsrichter: Fabian Schneider

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