Eintracht-Lager freut sich auf Pokalderby

Favoritentreffen um den Rheinland-Pokal im Stadion Oberwerth

Eintracht Trier bereitet sich intensiv auf das Pokalduell bei TuS Koblenz vor. Am Dienstag stellte sich SVE-Trainer Jens Kiefer den Medien und sprach von einem bedeutenden Spiel. „Für solche Spiele lebt der Fußball“, sagte Kiefer in der Pressekonferenz. Neben Kiefer hatte am Dienstag Jens Schug Platz gefunden. Der 35-Jährige wurde offiziell als neuer Geschäftsführer des SV Eintracht Trier 05 vorgestellt.

Eintracht Trier - Wormatia Worms

Jetzt hat Jens Kiefer endgültig alles bei Eintracht Trier erlebt. Nach dem Sieg seiner Mannschaft im ersten Spiel unter seiner Regie folgte eine Niederlage und am vergangenen Wochenende gab es dann eine Punkteteilung zwischen dem SVE und KSV Baunatal.

Triers Übungsleiter war mit dem Spiel seiner Mannschaft am vergangenen Samstag so gar nicht zufrieden. Sagte aber bereits nach der Partie, dass jetzt alle Konzentration dem kommenden Mittwoch gilt. „Wir haben in der Kabine das Baunatal-Spiel direkt aufgearbeitet. Ich habe meiner Mannschaft klar gesagt, was mir nicht gefallen hat“, erklärte Kiefer. Wichtig war dem Trainer, schnell den Kopf für den anstehenden Kräftevergleich gegen Koblenz frei zu bekommen.

Wiedersehen mit TuS Koblenz

Eintracht Trier - KSV BaunatalIm Stadion Oberwerth in Koblenz trifft die Eintracht am Mittwochabend, 19 Uhr, erneut auf TuS Koblenz. Dieses Mal geht es allerdings nicht um Punkte, sondern um den Einzug ins Halbfinale des Bitburger Rheinlandpokals. Und so viel ist schon mal sicher: es wird am Mittwoch wieder einen Sieger geben. „Das ist ein ganz bedeutendes Spiel. Wir werden alles dafür tun, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen“, sagte Kiefer. Der Trainer hofft, dass die Partie bereits nach 90 Minuten entschieden sein wird. Elfmeterschießen hat er jedenfalls nicht üben lassen. Viel mehr standen Varianten auf dem Trainingsplan, wie die kompakte Abwehr der Gastgeber überwunden werden kann. „Wir werden sicherlich nicht so viele Chance bekommen wie gegen Baunatal“, prognostizierte der 39-Jährige am Dienstag.

Trotz vieler vergebener Chancen sieht Kiefer gegen die „Schängel“ eine gute Chance auf den Sieg. Das letzte Aufeinandertreffen in Koblenz hat allerdings die TuS für sich entschieden. Der 1:0-Sieg war gleichzeitig der letzte Arbeitsnachweis von Roland Seitz. Er wurde in den Tagen danach beurlaubt und ist durch Jens Kiefer ersetzt worden.

Pokalfavoriten: Einer wird weichen müssen

Nach den verdaddelten Aufstiegschancen genießt der Gewinn des Rheinland-Pokals oberste Priorität bei den Blau-Schwarz-Weißen. „Wer am Mittwoch gewinnt, gilt als Favorit auf den Pokalsieg“, sagte Kiefer im Hinblick auf die verbleibenden unterklassigen Vereine, die sich bereits für das Halbfinale qualifiziert haben. Das sind die SG Altenkirchen, die auf die Spielfreunde Eisbachtal treffen und die SG 2000 Mülheim-Kärlich. Natürlich will Kiefer der Favorit im Halbfinale und im Finale sein. Aber erstmal gilt es, den Brocken Koblenz aus dem Weg zu räumen. „Koblenz lebt vom Einsatz und vom Kampf. Sie führen ihre Zweikämpfe hart und agieren gerne mit hohen Bällen“, analysierte Kiefer den Gegner, den er neben dem Videostudium bereits zwei Mal vor Ort gesehen hat.

Viel Zweikämpfe und Luftduelle erwartet Triers Übungsleiter. Deshalb hofft er, dass der robuste Michael Dingels wieder ins Geschehen wird eingreifen können. „Diese Hoffnung ist aber minimal“, gesteht Kiefer. Allerdings kann er wieder mit dem Kapitän rechnen. Fouad Brighache soll nach überstandenen Wadenproblemen wieder in das Team zurückkehren. Auf die Frage, ob sich Kiefer einen Torwartwechsel gegen Koblenz vorstellen kann, antwortete er eher ausweichend. Da der Saarländer gut durchdachte Entscheidungen gerne bis kurz vor dem Spiel für sich behält, verbirgt sich hinter dieser Personalie eine mögliche Überraschung.

Um keine Überraschungen über den Sieger am kommenden Mittwoch, 19 Uhr, aufkommen zu lassen, will Kiefer Koblenz erst gar nicht ins Spiel kommen lassen. „Wir sind auf sie vorbereitet“, sagt der Trainer und macht Platz für den neuen Mann in der SVE-Führungsriege.

Neuer Geschäftsführer vorgestellt

Per Handschlag begrüßt: Jens Schug (re.) ist neuer Geschäftsführer von Eintracht Trier und wurde von Vorstand Roman Gottschalk an seinem ersten Arbeitstag freundlich begrüßt.
Per Handschlag begrüßt: Jens Schug (re.) ist neuer Geschäftsführer von Eintracht Trier und wurde von Vorstand Roman Gottschalk an seinem ersten Arbeitstag freundlich begrüßt.

Am Dienstagnachmittag wurde der neue Geschäftsführer der Eintracht offiziell vorgestellt. Der Nachfolger von Dirk Jacobs heißt Jens Schug. Der 35-Jährige unterschrieb einen Kontrakt, der bis 2016 gültig ist. „Bereits bei den ersten Gesprächen haben wir ein Gefühl entwickelt, dass dies eine sehr gute Zusammenarbeit werden kann“, sagte SVE-Vorstand Roman Gottschalk über seine Eindrücke des neuen Mannes. Schug ist ausgebildeter Sportlehrer und arbeitete zuvor beim Breitensportverein SFG Bernkastel. „Von Hause aus bin ich Fußballer“, sagte Schug, der es nach eigenen Angaben bis in die Verbandsliga packte und anschließend aufgrund von Verletzungen seine Karriere beenden musste. „Meine Aufgabe besteht darin, die Basis für langfristigen Erfolg zu schaffen“, sagte der derzeit am saarländischen Bostalsee lebende Schug. Gerade im Sponsoring und in der Jugendarbeit sollen langfristige Konzepte den Erfolg von Eintracht Trier sichern, so zumindest erklärte der 35-Jährige seine Herangehensweise.

Am Mittwoch wird er erstmals ein Spiel des SVE in seiner neuen Funktion beobachten. Als das letzte Mal eine wichtige neue Personalie vorgestellt wurde, holte das Team im Anschluss einen Sieg.

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