Eintracht Niederlage: Das Interview mit Trainer Rubeck

Hallo Herr Rubeck. Das 1:2 gegen VfB Stuttgart II war eine bittere Niederlage, weil die beiden Gegentore gegen die Schwaben zu einem Zeitpunkten gefallen sind, die ungünstiger im Fußball nicht sein könnten. Wie lautet ihre Einschätzung?

Da haben Sie Recht. Solche Gegentore habe ich in meiner Karriere auch noch nicht erlebt, dass wir zweimal ein Tor bekommen, wo der Schiedsrichter gar nicht mehr anpfeift, ist mehr als bitter.
Ansonsten muss ich sagen, war das Spiel 35 Minuten ausgeglichen. Zehn Minuten vor der Halbzeit war der Gegner besser, da haben wir auch das Tor kassiert. Zweite Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft bis zum Ausgleich. Danach hatten wir auch die Möglichkeit auf Führung.
Dann wurden wir leider in der Nachspielzeit bitter bestraft mit einem Eigentor.
Also im Moment muss man ehrlich sagen, kommt einiges zusammen. Aber das gibt es im Fußball manchmal, das kann man nicht ändern. Das ist jetzt natürlich eine bittere Geschichte, auch für die Mannschaft.

 

Sie kommen gerade aus der Kabine. Ich nehme mal an, dort herrscht Totenstille. Was haben Sie der Mannschaft mit auf den Weg gegeben?

Die Mannschaft ist im Moment down, das ist ja klar. Die Mannschaft, die nach so einem Spiel nicht niedergeschlagen ist, hat keinen Charakter.
Doch nach wie vor hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir eine Mannschaft sind, dass wir auch leben und dass wir um den Sieg kämpfen wollten. Man muss auch sagen, gegenspielerisch war es eine gute Mannschaft, trotzdem haben wir bis zum 1:1 gar nichts zugelassen. Jetzt gilt es, die  Mannschaft aufzubauen, denn es geht ja am Dienstag direkt schon weiter.

 

Ich wollte grade sagen, es gibt ja keine Verschnaufpausen, der Spielplan ist furchtbar eng gestrickt, inklusive Rheinlandpokal. Eintracht Trier spielt nun einmal gegen die Mannschaft, die die Woche davor spielfrei hatte. Sie haben Anfang der Saison auch gesagt, 10 bis 15 Punkte wird uns das kosten. Sehen Sie letztendlich schon die Konsequenzen daraus?

Das ist Quatsch, ich habe nicht 10 bis 15 gesagt, sondern 10 bis 12. Aber man muss klar sagen, dass man auch heute gesehen hat oder am Dienstag sehen wird, es nutzt nichts zu jammern. Aber wir spielen am Dienstag wieder gegen eine ausgeruhte Mannschaft, das kann eigentlich keiner so richtig verstehen. Ich habe das von Anfang an gesehen und ich will darüber auch nicht mehr reden. Es bringt nichts, man kann nichts daran ändern. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit trotzdem alles gegeben, ausgeruht hin ausgeruht her, wir können es nicht ändern.

 

Dienstag, 19 Uhr geht es dann auswärts gegen Worms weiter. Wie sieht der Plan bis dahin aus? Training? Besondere Einheiten? Was werden sie der Mannschaft mit auf den Weg geben?

An Training ist ja eigentlich seit fünf Wochen nicht mehr zu denken, weil wir nur am spielen sind. (lacht) Das heißt wir müssen jetzt wieder regenerieren und am Montag wieder die Mannschaft vorbereiten. Das Problem ist also, auch die Mannschaft hat keinen Tag frei, weil man, wie jetzt auch, wieder auslaufen muss und dann wieder vorbereiten. Würde sie jetzt am Sonntag auslaufen und  Montag frei haben, würde sie am Dienstag nicht richtig auf Touren kommen. Das haben wir alles schon erlebt, wir haben alle Variationen jetzt schon ausprobiert. Deswegen gilt es, Sonntag zu regenerieren und dann wieder vorzubereiten.

 

Also nach dem Motto: Mund abwischen am Dienstag ist eine neue Chance auch da. Dafür wünschen wir alles Gute Herr Rubeck. Vielen Dank.

Danke.

 

(Interview: Mike Thomé)

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