Eintracht Trier: “Gewinnen wir nicht, wird es schwer” – Spiel bei Mainz II

Es ist ein kleines Endspiel, wenn Eintracht Trier am Samstag im Bruchwegstadion bei Mainz 05 II antritt (14 Uhr). Um die minimalen Chancen im Titelrennen zu wahren, braucht die Mannschaft von Roland Seitz einen Sieg. Das weiß auch der Trainer.

Trainer Seitz erwartet in Mainz einen Sieg, um die Chancen im Titelrennen zu wahren. Foto: Anna Lena Grasmück

Sportlich waren es schon kleine Entzugserscheinungen, die der Tross von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier in den letzten vier Wochen durchleiden mussten. Spielausfälle pflasterten den Weg nach der 0:1-Heimpleite gegen den SC Idar-Oberstein, während die Sportfreunde Lotte in der Tabelle die Gunst der Stunde nutzten, um auf elf Punkte davonzuziehen. Am Samstag ist die Mannschaft von Roland Seitz wieder gefragt, wenn es zur Reserve des FSV Mainz 05 ins Bruchwegstadion geht (14 Uhr).

Doch zur Debatte stellt der Trainer weniger das enttäuschende 0:3 im Hinspiel, er sprach klar davon, im Aufstiegsrennen die “letzte Chance” wahren zu müssen. “Man muss kein großer Prophet sein: Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, wird es ganz, ganz schwer, noch an die Spitze zu kommen. Erledigen wir unsere Hausaufgaben nicht, brauchen wir über das Thema gar nicht zu reden.”

Auch der Oberpfälzer ist aber froh, wieder unter Wettbewerbsbedingungen anzutreten. “Es ist bitter, sich immer nur vorzubereiten und dann den Hammer auf den Kopf zu bekommen, dass das Spiel wieder abgesagt ist.” In den Vordergrund wirbelte sich in der langen Pause bei drei Testspielen mit 15:0-Toren und dem 3:0-Pokalsieg bei der SG Stadtkyll eine neue Anfangsformation, die den Verletzungen von Alon Abelski (Teileinriss am Syndesmoseband) und von Chhunly Pagenburg (muskuläre Probleme) trotzte. “Die Mannschaft hat ihre Chance auch in Mainz verdient, es ist nicht selbstverständlich, so Gas zu geben”, betont Seitz. “Sie soll das umsetzen, was sie in den Freundschaftsspielen angedeutet hat.”

Pollok bekommt neue Chance

Wojciech Pollok wartet auf sein erstes Pflichtspieltor. Foto: Anna Lena Grasmück

Kapitän Torge Hollmann spielt als Vertretung für den weiterhin gesperrten Jeremy Karikari im defensiven Mittelfeld, Fabian Zittlau hat sich auf der linken Außenbahn behauptet – und Wojciech Pollok soll in Mainz wieder seine Chance neben Thomas Kraus bekommen. Der polnische Angreifer wartet nach wie vor auf den ersten Pflichtspieltreffer für die Eintracht. “Wojciech hat noch nicht zeigen können, was ihn auszeichnet”, weiß Seitz und zeigt nach den vielen Kurzeinsätzen Verständnis für den sensiblen Stürmer. “Das Selbstvertrauen ist entscheidend, das ist im Leben und auch im Sport so.” Durch vier Tore in den Testspielen gegen Union Luxemburg und den SVN Zweibrücken hofft Seitz aber auf neuen Elan bei dem Hoffnungsträger, der im Sommer von Preußen Münster an die Mosel gewechselt war.

Dazu will der Trainer Torjäger Ahmet Kulabas nicht verheizen, der nach einer Mittelfußprellung fast drei Wochen nicht regelmäßig trainieren konnte. “Da kann kann man nicht verlangen, dass er gleich volle Kanne geht.” Zumal Seitz um den vollen Terminkalender mit 14 Spielen in sieben Wochen weiß, der im März und April wartet.

Mainz soll über Standards geknackt werden

Das Hinspiel wurde für Trier zum Debakel. Mainz gewann 3:0.

In Mainz erwartet der Trainer wieder ein Überraschungspaket, was die Aufstellung angeht. Der Bundesliga-Nachwuchs baute zuletzt sporadisch auf Profis wie Mario Gavranovic, Zoltan Stieber und Deniz Yilmaz. “Ich mache mir die Mühe nicht mehr, die Jungs auf eine Aufstellung vorzubereiten”, so Seitz. Was aber auch er rausgefunden hat, ist die jüngste chronische Schwäche der Mainzer bei Standardsituationen. Die will Trier ausnutzen, um die letzte Chance im Titelkampf zu wahren. “Wir haben in den Testspielen unsere Tore über ruhende Bälle gemacht.”

+++++Eintracht in Kürze+++++

Abelski in der Reha, Pagenburg fehlt weiter – Wenn der Mannschaftsbus von Eintracht Trier sich am Samstag um 10 Uhr in Bewegung Richtung Mainz setzt, fehlen an Bord weiterhin Alon Abelski (Teileinriss des Syndesmosebandes) und Chhunly Pagenburg (muskuläre Probleme). Abelski ist in seiner Heimatstadt Düsseldorf in der Reha in der Physiotherapie von Bernd Restle. “Wann er zurückkehrt, ist schwer zu sagen”, so Roland Seitz. Ähnlich verhält es sich bei Chhunly Pagenburg, der seine muskulären Beschwerden erst vollständig auskurieren soll. “Momentan sollte man keine großen Erwartungen an ihn haben.” Michael Dingels ist nach einer Bänderletzung und vier Wochen Pause wieder im Training. Bei dem Urgestein soll sich kurzfristig entscheiden, ob er am Sonntag in der Oberliga-Reserve eingesetzt wird.

Mainz 05 II im Porträt – 5vier sprach im Vorfeld des Spiels mit Martin Schmidt, dem Trainer des FSV Mainz 05 II. Hier geht es zum Bericht.

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