1:1 in Düdelingen mit vier Testspielern

Von Florian Schlecht (Text) und Anna Lena Grasmück (Fotos)

65 Minuten war Trier beim ersten Testspiel beim luxemburgischen Double-Gewinner FK Düdelingen in Überzahl, aber erst in der Nachspielzeit fiel der Ausgleich. Das Tor erzielte Dennis Schulte. Er gehörte zu den vier Probespielern, die zum Einsatz kamen.

Torge Hollmann diskutiert mit Baldo di Gregorio. Das erste Testspiel endete 1:1.

Eintracht Trier ist mit einem 1:1 beim luxemburgischen Double-Gewinner FK Düdelingen in den Testspiel-Marathon zur Regionalliga-Saison 2012/13 gestartet. Trainer Roland Seitz war nicht unzufrieden mit der Premiere, obwohl seine Mannschaft 65 Minuten in Überzahl spielte und erst in der Nachspielzeit zum Ausgleich kam. FK-Heißsporn Joel Kitenge flog früh vom Platz, weil er sich nach einem harten Einsteigen von Baldo di Gregorio zu einer Tätlichkeit gegen den Italiener hinreißen ließ. „Wir sind mit einer Mannschaft angetreten, die in der Besetzung nicht wieder zusammenspielen wird“, war der Oberpfälzer aber nicht brummig, dass der Vorteil mit einem Mann mehr auf dem Rasen nicht konsequenter ausgenutzt wurde.

Alleine vier Probespieler boten sich bei der Eintracht an. Überzeugen konnte mit Abstrichen nur Angreifer Markus Fuchs (1. FC Saarbrücken). Christian Telch (Kickers Offenbach) fiel in der ersten zweiten Halbzeit als rechter Außenverteidiger ab. Das galt im zweiten Durchgang auch für Mittelfeldspieler Dennis Schulte (1. FC Köln II) und Celik Ümit (zuletzt beim SC Buochs in der Schweiz), die kurzfristig als Gastspieler angereist waren. Schulte war es immerhin, der in der Schlussminute mit einem fulminanten 25-Meter-Schuss noch das 1:1 erzielte.

Narciso Lubasa mit Muskelfaserriss

Celik Ümit gehörte zu den vier Testspielern. Er war zuletzt in der Schweiz aktiv.

Bis dahin boten beide Mannschaften ein Spiel auf einem schwachen Niveau. Der Eintracht war deutlich anzumerken, dass es einige Zeit brauchen wird, bis die neuen Spieler untereinander harmonieren. 16 Spieler stehen erst im Kader, mit Narciso Lubasa fällt ein Neuzugang wegen eines Muskelfaserrisses für mindestens drei Wochen aus. An Laufwegen und Kreativität fehlte es noch. Bereits nach drei Minuten ging Düdelingen in Führung, ein Schuss von Thierry Steinmetz war für Torhüter Andreas Lengsfeld unerreichbar (3.). Bis auf eine Chance von Christoph Anton sprangen für den SVE im ersten Durchgang kaum nennenswerte Möglichkeiten heraus. Trainer Seitz schob das auf den unterschiedlichen Fitnesslevel beider Mannschaften. Während Düdelingen in der nächsten Woche in der Champions-League-Qualifikation auf Tre Penne (San Marino) trifft, ist Trier erst seit sechs Tagen wieder im Training und arbeitet an der Ausdauer. „Die waren knackig frisch, wir haben eine harte Woche hinter uns.“

Für deutlich mehr Schwung sorgte nach dem Seitenwechsel Burak Sözen. Der Angreifer, der aus der A-Jugend zum Regionalliga-Kader kam, verbuchte schnell zwei Möglichkeiten, bei denen er an FK-Keeper Jonathan Joubert scheiterte (47., 50.). Düdelingen konnte der Eintracht hingegen mit Konterchancen zusetzen, bei denen die Seitz-Elf in den Sprintduellen zu müde wirkte. Daniel da Mota vergab mehrfach die Möglichkeiten zur Entscheidung. Erst wurde er von Michael Dingels bedrängt (76.), dann spitzelte er frei vor Lengsfeld den Ball vorbei (80.).

Immerhin rettete die letzte Aktion des Spiels durch Schulte noch ein Unentschieden. Damit konnte Seitz zum Start leben. „Bei den Umständen haben wir unsere Sache ordentlich gemacht. Und auch für den Kopf ist das 1:1 besser als eine Niederlage.“

Statistik

FK Düdelingen – Eintracht Trier 1:1 (1:0)

Trier: Lengsfeld – Telch (46. Dingels), Kröner (62. Ümit), Hollmann, Zittlau – di Gregorio – Lewerenz (46. Fuchs), Abelski, Kuduzovic (62. Spang), Anton (46. Schulte) – Pagenburg (46. Sözen).

Tore: 1:0 Steinmetz (3.), 1:1 Schulte (90.).

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