Anton verletzt, Konrad kommt vom KSC, Hess geht

Von Florian Schlecht

Bittere Nachricht für Christoph Anton: Das Talent fällt wegen Bänderverletzungen am Fuß wochenlang aus. Mit Thomas Konrad verpflichtete Trier einen Neuzugang für die Verteidigung. Der Vertrag von Pit Hess wurde dagegen aufgelöst.

"Das ist niederschmetternd." Eine Bänderverletzung wirft Christoph Anton zurück. Foto: Anna Lena Grasmück

Christoph Anton war niedergeschlagen, als er von einem Kumpel wieder aus dem Krankenhaus nach Schoden gefahren wurde. Am Dienstag zog sich das Talent von Eintracht Trier nach einem unglücklichen Zusammenprall im Training eine Verletzung am Fuß zu. Bei Mannschaftsarzt Dr. Bernd Vogt gab es die bittere Diagnose. „Wahrscheinlich sind alle Bänder gerissen“, sagte Anton traurig. Endgültige Gewissheit soll er am Freitag haben, wenn er in die Kernspintomographie muss. Danach soll sich entscheiden, ob eine Operation nötig ist oder ob eine konservative Behandlung ausreicht.  „Der Fuß war heute noch zu geschwollen, um die Untersuchung durchzuführen.“ Nun droht der Nachwuchshoffnung eine lange Pause. „Zwei, drei Monate kann es dauern, bis ich wieder auf dem Platz stehe.“ Die Hinrunde wäre dann fast gelaufen.

Dabei war der 21-Jährige gerade auf dem Weg nach oben, nach vielen Rückschlägen in den vergangenen zwei Jahren überzeugte er in der Vorbereitung des Fußball-Regionalligisten, erkämpfte sich sogar einen Stammplatz. Sein erstes Tor erzielte er am beim jüngsten 3:0-Sieg beim FSV Frankfurt II, es war die vorläufige Krönung seines Comebacks. „Ich war so glücklich wie selten zuvor. Die Verletzung ist nun richtig niederschmetternd.“ Den Kopf hängen lässt der Youngster aber nicht.  „Ich gebe nicht auf und werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, um bald wieder auf dem Platz zu stehen.“

Auch Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi war fassungslos, als er von der Nachricht erfuhr. „Ich habe am Donnerstag noch lange mit Christoph zusammen gesessen und mich mit ihm unterhalten. Er war richtig gut drauf.“ Dann ging Anton ins folgenschwere Training. „Da schafft es seit Jahren nach Michael Dingels mal wieder ein Eigengewächs, sich mit Fleiß einen Stammplatz zu erkämpfen. Und dann so was“, zeigt Wilhelmi Mitgefühl und gibt dem Flügelspieler Rückendeckung. „Wir stehen voll hinter ihm, damit er schnell zurückkommt.“

Thomas Konrad kommt vom KSC, Kevin Wölk im Probetraining

Bestätigt hat sich die Verpflichtung von Thomas Konrad (22). Der Innenverteidiger kam für den Karlsruher SC in der vergangenen Saison auf einen Einsatz in der 2. Bundesliga. Coach Roland Seitz zeigte sich in einer Mitteilung des Vereins zufrieden mit der Verstärkung. „Man hat gesehen, dass wir in den ersten Spielen in dieser Saison unsere Schwierigkeiten im Abwehrbereich hatten. Da kommt uns ein junger, sehr engagierter Mann wie Thomas Konrad gerade recht. Er hat in den vergangenen drei Jahren regelmäßig im Profikader des KSC mittrainiert und kam hier ja auch gelegentlich zum Einsatz. Von daher verfügt Thomas trotz seiner 22 Jahre auch schon über einen gewissen Grad an Routine.“

Mit Kevin Wölk (27) präsentiert sich ein weiterer Spieler im Probetraining, für den Drittligisten SV Darmstadt 98 bestritt der Offensivallrounder  in der abgelaufenen Spielzeit  27 Partien und erzielte fünf Tore. „Er ist ein ernsthafter Kandidat, mit dem Trainer habe ich aber noch nicht über die weitere Entwicklung gesprochen“, betonte Wilhelmi.

Vertrag von Pit Hess aufgelöst

Aufgelöst wurde derweil der Vertrag von Pit Hess. Hintergrund sei laut Homepage des Fußball-Regionalligisten eine Erkrankung im persönlichen Bereich des 20-Jährigen. Wie das „Luxemburger Wort“ berichtet, wechselt der Linksverteidiger zum 1. Januar 2013 zurück in seine Heimat und schnürt für den UN Käerjéng die Schuhe.

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