Eintracht Trier bezieht Stellung zu Derby gegen Saarbrücken

Große Aggressionsbereitschaft auf beiden Seiten

Die Eintracht Trier bezieht offziell Stellung zu den Zwischenfällen, die es bei dem vergangenen Derby gegen den 1. FC Saarbücken gab. Folgende Mitteilung erreichte uns. 

Das Südwest-Derby zwischen dem 1.FC Saarbrücken und Eintracht Trier am vergangenen Samstag machte leider nicht nur sportliche Schlagzeilen, sondern wurde von Fehlverhalten beider Fanlager überschattet. Eintracht Trier zeigt sich erschrocken darüber, welche Aggressionsbereitschaft Teile der Anhängerschaften beider Vereine zeigten.

Schon vor Beginn des Spiels wurde im Trierer Fanblock mehrfach Pyrotechnik gezündet. Damit liegen klare Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz vor, die wir, der Verein SV Eintracht Trier 05, unter keinen Umständen tolerieren und auf das Schärfste verurteilen.

Nach dem Führungstreffer unserer Mannschaft kam es im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion zu weiteren unschönen Szenen. Etwa in der 21. Spielminute stürmten mehrere Heimfans in den Innenraum. Hierbei wurden zwei Innenraum-Fluchttore geöffnet. Anschließend liefen die FCS-Anhänger in Richtung des Trierer Fanblocks und provozierten die Anhänger dort. Diese Provokation wiederum rief Aggressionen bei den mitgereisten Trierer Fans hervor. Laut den uns bislang vorliegenden Informationen befanden sich allerdings keine Trierer Fans im Stadion-Innenraum. Die Ordner und die Polizei sicherten die Tore zum Innenraum ab, nachdem diese von Trierer Anhängern aufgebrochen wurden. Zudem suchte das Trainergespann Rudi Thömmes und Michael Weirich den Dialog mit den Fans und wirkte somit deeskalierend.

Nach Abpfiff gab es im Trierer Block Provokationen. Daraufhin stürmte die Polizei den Block. Zu den Vorkommnissen nach Spielende kann der Verein zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Angaben machen. Hierzu werden aktuell noch Informationen von allen Seiten eingeholt, also von Fans und der Polizei, um die Situation genauer analysieren und auswerten zu können.

Wie schon bei vorherigen Zwischenfällen wird die Eintracht alles dafür tun, Störer und Straftäter zu identifizieren und mit der Polizei entsprechend zusammenzuarbeiten, um diese zu überführen. Dies geschah bereits nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel in der vergangene Saison. Nach diesen Vorfällen wurden insgesamt drei Stadionverbote ausgesprochen. Sollten Täter identifiziert werden können, wird der Verein diese haftbar machen und in Regress nehmen. Dies ist aufgrund einer Klarstellung des BGH nun möglich.

Abschließend möchten wir nochmals betonen, dass wir jegliche Form von Gewalt oder Gesetzesverstößen nicht tolerieren und auf das Schärfste verurteilen. Wir bedauern, dass eine Minderheit das positive Image des Vereins in Misskredit gebracht hat. Der Verein wird alles daran setzen, die schuldigen Personen ausfindig zu machen und mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln zur Verantwortung zu ziehen. Eintracht Trier wird hart durchgreifen und dafür sorgen, dass diese Minderheiten in Zukunft nicht mehr die Veranstaltungen stören können. Dies ist nicht das Bild, das Eintracht Trier auszeichnet und mit dem der Verein in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden möchte.

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