Eintracht Trier braucht den Rheinlandpokal

Ins Halbfinale mit 3:1 Sieg gegen den FC Karbach

„Abhaken und die nächste Runde erreichen“, diesen Satz vom SVE-Trainer Peter Rubeck kann sich jeder Spieler einprägen. Denn der sportliche Leiter der Eintracht Trier, Heiner Semar, hat den Spielern eines schon vor Beginn der Saison ins Trainingsheft geschrieben: Der Rheinlandpokal muss dieses Jahr nach Trier! – Der Grund ist ganz einfach: Die damit verbundene Geldsumme ist bereits verplant.

Trier / Karbach. So ist das Erreichen des Halbfinales beim Bitburger Rheinlandpokal auch der einzig richtige Weg zum „die nächste Runde erreichen“. Der SV Eintracht Trier setzte sich am gestrigen Sonntag nach Verlängerung bei dem Oberligisten FC Karbach mit einem 3:1 Sieg klar durch.

Bereits unter Woche hatte Trainer Peter Rubeck auf die schwierigen Bedingungen im Hunsrück hingewiesen. Der kleine Platz begünstigte viele Zweikämpfe und fußballerisch lief bei beiden Teams in der ersten Halbzeit wenig zusammen. Dazu gesellte sich eine unberechenbare Komponente: der Wind. Denn auf dem Karbacher Quintinsberg zog es sprichwörtlich wie Hechtsuppe. Lange Bälle wurden oft zum Lotteriespiel.

In der ersten Halbzeit zeigten die Hausherren die bessere Partie und spielten sich die besseren Chancen heraus. In der 13. Minute hatte Selim Denguezli die Führung auf dem Fuß, nachdem Oscar Feilberg einen Einwurf blitzschnell weitergeleitet hatte. In der 24. Minute gab es im Trierer Strafraum nach einem Eckball viel Gewusel. Ein Schuss aus der zweiten Reihe konnte in letzter Sekunde von Matti Fiedler geblockt werden. Sechs Minuten vor der Halbzeit nutzten die Karbacher eine Unaufmerksamkeit in der Trierer Hintermannschaft zur Führung. Ein Freistoß von Marco Gietzen wurde von Oscar Feilberg verlängert und fand den Weg zu Julian Hohns, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Mit dem 1:0 ging es in die Kabine. Es war eine verdiente Führung der Gastgeber. „In der ersten Halbzeit hatten wir viel zu wenig Tempo drin“, monierte Trainer Peter Rubeck nach Spielende.

Nach der Pause kam der SVE mit den Bedingungen besser zurecht. Nun klappte auch das in der ersten Halbzeit vermisste Offensivspiel. In der 53. Minute spielte der SVE einen Angriff über die linke Seite. Mario Müllers Flanke wurde mehrfach abgefälscht und streifte nur den Außenpfosten. Wenig später gelang dem SVE der Ausgleich. Ein kurz ausgeführter Eckball fand den Weg über mehrere Stationen zu Daniel Hammel, der Florian Bauer im Karbacher Tor keine Chance ließ (64.). Der SVE drückte anschließend auf die Spielentscheidung. Ein aussichtsreicher Freistoß von Christian Telch wurde unglücklich von Daniel Hammel geblockt (72.). Beim zweiten Freistoßversuch von Telch war Torhüter Bauer zur Stelle und parierte. Kurz vor Schlusspfiff rettete Julian Hohns für seinen bereits geschlagenen Torhüter auf der Linie. Der Schuss kam von Daniel Hammel. Bei den Gastgebern schwanden zunehmend die Kräfte. Eine gelb-rote Karte gegen den eingewechselten Patrick Birkner (88.) befeuerte diesen Zustand weiter.

In der Verlängerung behielt der SVE die Oberhand in einem hart umkämpften Viertelfinale. Folgerichtig belohnte sich das Team von Peter Rubeck für den Aufwand. Daniel Hammel markierte in der 97. Minute den 2:1-Führungstreffer. Die Vorarbeit leisteten Dennis Gerlinger und Robin Garnier. In der 116. Minute schuf Robin Garnier mit dem 3:1 endgültig klare Verhältnisse.

„Abhaken und die nächste Runde erreichen“, sagte Peter Rubeck nach dem Spiel. „Eigentlich hat heute alles dafür gesprochen, dass wir rausfliegen. Der Rückstand und die Bedingungen. Aber die Mannschaft hat wieder eine tolle Moral bewiesen und das Spiel gedreht. Das zeigt, dass es im Team stimmt!“ Im Halbfinale trifft Eintracht Trier auf den Sieger der Partie SG Betzdorf – FSV Salmrohr. Diese wird am kommenden Mittwoch ausgetragen.

Statistik:

FC Karbach: Bauer – Hohns, Eberhardt, Gietzen, Puttkammer – Feilberg (110. Feilberg), Göderz, Junk, Denguezli (60. Birkner) – Klasen – Koeppen (110. Nass)

Eintracht Trier: Keilmann – Hollmann (60. Gerlinger), Fiedler, Dingels, Müller – Hammel, Telch, Spang (91.Garnier), Anton – Lienhard – Koep (100. Buchner)

Tore: 1:0 (39.) Hohns, 1:1 (64.) Hammel, 1:2 (97.) Hammel, 1:3 (116.) Garnier

Schiedsrichter: Luca Schlosser

Zuschauer: 1183

// Danke an Alexander Heinen, dem Koordinator für die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Eintracht Trier

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