Brighache bleibt Kapitän – Wiedersehen mit „Pogge“ und Kraus

Eintracht Trier trifft am Freitag auf Fortuna Köln - Leihspieler Lars Guenther mit dabei - Brighache weiter Kapitän

Von Florian Schlecht

In zwei Wochen beginnt die Saison in der Regionalliga Südwest für Eintracht Trier. Nach dem Trainingslager in Eisenach, bei dem Fouad Brighache als Kapitän bestätigt wurde, wartet gleich der härteste Test der Vorbereitung. Am Freitag geht es in Gondenbrett gegen Fortuna Köln (19.30 Uhr).

SSV Ulm - Eintracht Trier

Führt Eintracht Trier auch zukünftig als Kapitän auf das Feld: Fouad Brighache.

Eintracht Trier biegt langsam auf die Zielgerade der Sommervorbereitung ein. Nach dem Trainingslager in Eisenach, von dem die Mannschaft am Donnerstag Nachmittag zurückgekehrt ist, geht es mit Tempo in den bislang härtesten Test der letzten Wochen. Am Freitag trifft das Team von Roland Seitz in Gondenbrett auf Fortuna Köln (19.30 Uhr), das zu den heißesten Aufstiegsanwärtern in der Regionalliga West zählt, die mit Traditionsvereinen wie Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, KFC Uerdingen und Co. nur so gespickt ist.

„Wir sind glücklich, gegen so einen Gegner spielen zu können, der noch besser besetzt ist als wir“, bekennt Fouad Brighache, der die Trierer auch in der Saison 2013/14 als Kapitän auf das Feld führen wird. „Es war der Wunsch des Trainers – und ich habe auch mit der Entscheidung gerechnet“, war die Wahl für den Routinier keine große Überraschung. Der Vize-Kapitän und die Besetzung des Spielerrats seien aber noch nicht festgelegt. Was das Trainingslager betrifft, zog Brighache ein zufriedenes Fazit. „Alle haben durchgezogen, sind an ihre Grenzen gegangen. Die Bedingungen waren super, ob es das Hotel, die Plätze oder das Essen war. Dazu haben wir die neuen Spieler integriert, indem wir abends Karten oder Billard gespielt und uns unterhalten haben.“

Brisantes Wiedersehen in Gondenbrett

Eintracht Trier - Koeln II

Trifft mit Fortuna Köln auf den Ex-Klub: Thomas Kraus

Für Brisanz ist aber gesorgt. Mit Thomas Kraus und André Poggenborg spielen zwei Ex-Trierer bei den Domstädtern, die von 2010 bis 2012 noch Leistungsträger an der Mosel waren. Der Abgang des Duos war von allen Seiten mit Unmut verbunden. Die Spieler fühlten sich ungerecht behandelt, weil hinter ihrem Rücken gewettert wurde, dass sie zu einer Gruppe von so genannten “Stinkstiefeln” gehörten. Vom Verein war mit der Mannschaft die Enttäuschung über den verpassten Rheinlandpokal-Titel vor einem Jahr verbunden, als sich die Trierer bis auf die Knochen in Mayen blamierten.

Die Geschichte – sie ist lange vorbei. Und alle Protagonisten von damals gehen neue Wege. Poggenborg ist Stammtorwart bei der Fortuna, Thomas Kraus war mit 17 Toren unbestrittener Leistungsträger. An einem dritten Ex-Spieler aus Trier hatten die Kölner zuletzt ebenfalls Interesse: Aber eine Verpflichtung von Jeremy Karikari, der noch mit RB Leipzig im Rechtsstreit liegt, dürfte sich mit dem Transfer von Mittelfeldspieler Florian Hörnig zerschlagen haben. Der Abräumer war vor wenigen Tagen vom Chemnitzer FC zur Fortuna gewechselt, die von 1974 bis 2000 ununterbrochen in der 2. Bundesliga spielte.

Leihspieler kann sich gegen Fortuna Köln zeigen

Testspiel SVE - Fola Esch

Der 18-jährige Lars Guenther wurde für ein Jahr vom SV Wehen ausgeliehen.

Ein neues Gesicht gibt es beim Testspiel auch auf Seiten von Eintracht Trier: Defensivallrounder Lars Guenther (18) wurde am Mittwoch vom Drittligisten SV Wehen ausgeliehen. Der Youngster überzeugte Trainer Seitz bei den beiden Testspielen gegen Fola Esch (1:0) und Jeunesse Esch (0:3). Besonders auf der Position des rechten Außenverteidigers, wo es hinter Fouad Brighache kaum Alternativen gibt, darf sich das Talent möglicherweise Einsatzzeiten ausrechnen. Im Trainingslager kam Guenther bereits beim 6:1-Sieg beim FC Eisenach zum Einsatz.

Weitere Neuzugänge sind aber zwingend notwendig. Ein Angreifer, ein Flügelspieler und ein Innenverteidiger werden noch gesucht. Derzeit ist aber wenig Bewegung an der Transferfront. „Viele Spieler, mit denen wir sprechen, träumen noch von höheren Sphären und können sich mit der Regionalliga momentan nicht anfreunden. Und die Leute, die wir sofort bekommen könnten, sind nicht das, was wir suchen“, so Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi. Fouad Brighache sieht die Suche nach Verstärkungen gelassen. „Uns als Mannschaft bekümmert das nicht. Wir sind in einer Phase, in der wir Spieler uns auf dem Platz total verausgaben müssen.“

Die Gelegenheit dazu gibt es auch am Freitag. Bereits zum 23. Mal wird das “Topspiel” im Mehlental ausgetragen. Fortuna Köln trat auch schon 1996 und 1997 mit dem Ex-Weltstar Bernd Schuster in Gondenbrett an. Trier siegte hier vor einem Jahr mit 1:0 gegen Alemannia Aachen.

Die Karten an der Abendkasse kosten drei Euro für Erwachsene und zwei Euro ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre genießen freien Eintritt. Andreas Arens aus dem Organisationsteam hofft zum Spiel der Regionalliga-Spitzenteams auf knapp 300 Zuschauer.

 

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