Der Elfmeterkönig bleibt und wünscht sich mehr Tore

Der Kader von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier wächst weiter an. Fahrudin Kuduzovic verlängerte wie vorab von 5vier berichtet seinen Vertrag. Der Bosnier unterschrieb für zwei Jahre und hofft auf eine neue Mentalität in der Mannschaft: „Spieler sollten sich nur auf das Training und das Spiel konzentrieren.“

Im Sportfilm „Rocky III“ ist die große Schlüsselszene, wie der Boxer alias Sylvester Stallone sich mit Strandläufen in Kalifornien auf den großen WM-Kampf vorbereitet. Fahrudin Kuduzovic grinst, wenn er den Vergleich hört. Der 27-Jährige wird sich in den kommenden Wochen im Urlaub in Kroatien ebenfalls in Küstennähe auf die neue Saison vorbereiten. Wenn er dann mit seiner Familie aus den Ferien zurückkehrt, geht es zurück an die Mosel. Denn der Bosnier verlängerte bei Fußball-Regionalligist Eintracht Trier seinen Vertrag um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2014. Von der nahenden Unterschrift des Mittelfeldspielers hatte 5vier vorab berichtet. Der Elfmeterkönig, der in der abgelaufenen Saison alle sieben Versuche vom Punkt aus verwandelte, ist damit ein wichtiger Baustein für die Zukunft.
„Wir sind glücklich hier und fühlen uns in der Stadt wohl“, begründet Kuduzovic, der mit Ehefrau Jasmina und Sohn Adin (2) in Trier heimisch geworden ist. Zuvor war der Bosnier auch gezwungenerweise in vielen Ländern unterwegs. Durch die Kriegswirren auf dem Balkan kam er Anfang der neunziger Jahre nach England. Dort wurde er bei den Traditionsklubs Leicester City und Derby County ausgebildet. Über Notts County ging es dann im Januar 2005 nach Irland, wo er für diverse Klubs aus der Eliteklasse sogar m Europapokal spielte. Vom FC Dundalk wechselte er im Januar 2011 nach Trier, wo er bislang auf 51 Einsätze kommt.

„Fußballer sollten sich nur auf Training und Spiel konzentrieren“

Die englische und irische Fußball-Kultur hat er sich aber behalten, wenn er auf die Probleme der abgelaufenen Saison zurückblickt. „Ich schätze die Mentalität, die in England gelebt wird. Fußballspieler sollten sich nur auf das Training und das Spiel konzentrieren“, betont ‚Faz‘. „Um alles, was im Verein oder im Team passiert, müssen sich der Trainer und seine Assistenten kümmern. Wir müssen uns die Disziplin aneignen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und mehr Konstanz zu bekommen. Das eine Spiel gut, das andere Spiel schlecht. Wir haben nicht das abgeliefert, was wir konnten.“
Auch Selbstkritik übt der Mittelfeldspieler mit dem großen Kämpferherzen. Die Elfmeterquote alleine hat ihn in der vergangenen Saison nicht zufrieden gestellt. „Ich schieße normalerweise um die zehn Tore pro Saison und will mehr Treffer aus dem Spiel heraus schießen. Mein Ziel ist es, im nächsten Jahr mit mehr Selbstvertrauen und Gefahr zu spielen.“ Dabei vertraut er auch auf noch längere Einsatzzeiten. „Ich bin ein Spieler, der jede Minute spielen will, über die Kondition kommt und in der Schlussphase noch richtig Gas geben kann.“

So will er seinen Beitrag zu seinem großen Ziel leisten: „Der Verein und die Fans haben es verdient, eine Klasse höher zu spielen. Ich will meinen Anteil dazu leisten.“ Vorher aber geht es für die Familie Kuduzovic erst für einige Tage nach Bosnien und dann nach Kroatien – Strandläufe des Mittelfeldspielers inklusive.

+++Die Kaderplanungen von Eintracht Trier+++

Zwölf Spieler stehen bei Fußball-Regionalligist Eintracht Trier für die Saison 2012/13 schon unter Vertrag. Mit Pit Hess könnte ein weiterer Kandidat folgen. Beim luxemburgischen Verteidiger und U21-Nationalspieler steht möglicherweise eine Beförderung in den Kader von Roland Seitz an. Bis auf die Torhüterposition sucht der Verein noch überall nach Neuzugängen. Offene Baustellen sind besonders das defensive Mittelfeld, wo mit Jeremy Karikari und Daniel Bauer zwei Akteure abgewandert sind. Diese Spieler stehen bislang zur Verfügung:

Tor: Andreas Lengsfeld, Philip Basquit

Abwehr: Torge Hollmann, Fabian Zittlau, Michael Dingels, Christopher Spang

Mittelfeld: Alon Abelski, Fahrudin Kuduzovic, Steven Lewerenz,  Christoph Anton

Angriff: Chhunly Pagenburg, Burak Sözen

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