Eintracht Trier: Der SVE bleibt ganz oben – 1:0-Sieg gegen Leverkusen

Eintracht Trier gewinnt am 12.Spieltag der Regionalliga West mit 1:0(0:0) gegen Bayer Leverkusen II und bleibt Tabellenführer. Alban Meha sicherte mit seinem Treffer in der 72.Minute den Sieg für das Team von Roland Seitz.

Foto: So jubelt der Spitzenreiter – der SVE ist wieder da!

Das Kölner Südstadion war bislang kein gutes Pflaster für Eintracht Trier. Unglückliche Schiedsrichterleistungen, schlechte Spiele und Null Punkte – das war bislang alles, was man in den vergangenen Jahren im Kölner Süden erleben durfte, wenn man hier gegen die Reserve von Bundesligist Bayer Leverkusen antreten musste. Dass es am heutigen Samstag endlich anders kam, war wieder einmal einem Mann zu verdanken, der derzeit das Spiel des SVE prägt wie kein anderer: Alban Meha. Mit seinem neunten Saisontreffer sorgte der Freistoßspezialist für einen weiteren Sieg der Trierer in einer bis dato unglaublichen Regionalliga-Saison.

Es ist die 72.Minute. Eintracht Trier hat die erste Halbzeit verschlafen, aber das Spiel ab der 60.Minute in die Hand genommen. Da legt sich Meha den Ball zurecht. 28 Meter vor dem Tor, halblinke Position. Hektik bei Leverkusen, Mehas Gefährlichkeit bei ruhenden Bällen hat sich auch schon am Rhein herumgesprochen. Ein kurzer Anlauf, ein strammer Schuss mit viel Effet und der Ball landet im langen Eck – 1:0 für Trier.

Foto: Und da ist es schon wieder passiert – wenn Alban Meha zum Freistoß antritt kann man dem Ball nur noch hinterher schauen…und staunen!

Bis dahin hatte die Partie mäßige Unterhaltung geboten. In der gesamten ersten Halbzeit hatten sich beide Teams weitestgehend neutralisiert. Leverkusen war aggressiver, Trier stand jedoch sicher. Lediglich in der 13.Minute musste der an diesem Nachmittag ansonsten kaum geprüfte SVE-Keeper Poggenborg eingreifen und einen gefährlichen Freistoß entschärfen. Ansonsten kann man über den ersten Durchgang den Mantel des Schweigens ausbreiten – das 0:0 entsprach dem Spielverlauf.

In der Pause schien Trainer Seitz dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Trier kämpfte sich in die Partie und kam zu Chancen. Vor allem nach der Einwechslung von Thomas Kempny (für Patschinski) bekam der SVE mehr Spielanteile. Kraus war in die Spitze gewechselt und hatte hier den glücklosen „Patsche“ ersetzt, der in der 55. Minute die Führung auf dem Fuss hatte, jedoch mit seinem Heber Torwart Giefer  nicht überwinden konnte. Der SVE gab in der letzten halben Stunde Gas, brauchte aber doch eine Freistoßsituation (72.), um den Siegtreffer zu erzielen. In der 77.Minute hätte Meha den Sack endgültig zumachen können, scheiterte jedoch mit einem schwach getretenen Foulelfmeter an Giefer. Grummel hatte den Albaner zuvor im Sechzehner gefoult und Schiedsrichter Waschitzki hatte dem Leverkusener wegen Notbremse die rote Karte gezeigt – eine harte Entscheidung.

Der verschossene Elfmeter tat jedoch keinem mehr weh – Bayer hatte in der zweiten Halbzeit keine echte Torchance und so endete die Partie mit einem aufgrund der Steigerung in der zweiten Halbzeit verdienten Eintracht-Sieg. Trainer Seitz war zufrieden mit dem Ergebnis, nicht jedoch mit der Spielweise seiner Mannschaft: „Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet und hinten nichts zugelassen. Aber nach vorne war das zu wenig. Unser Passspiel war zu ungenau. Aufgrund der schwierigen Personalsituation können wir im Moment nicht immer spielerisch überzeugen.“ Ulf Kirsten, Trainer der Bayer-Reserve war dagegen richtig angefressen: „Wieder einmal hat der Schiedsrichter uns Punkte gekostet. Der Elfmeter war ein Witz, er steht fünf Meter daneben und sieht trotzdem nichts. Wir haben viel investiert und sind wieder nicht belohnt worden.“

Foto: Eine entscheidende Szene im Spiel – Schiedsrichter Waschitzki zeigt dem Leverkusener Grummel die Rote Karte nach einem Foul an Alban Meha

So gab es zum ersten Mal tatsächlich etwas im Südstadion für die Eintracht zu feiern – die „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Gesänge der 200 mitgereisten SVE-Fans hallten nach Spielende durchs altehrwürdige Stadion, in dem eigentlich der Traditionsverein Fortuna Köln beheimatet ist. Und der derzeitige Evergreen der Fans durfte natürlich nicht fehlen: „Alban Meha, Fußballgott Allez!“

Eintracht Trier hat mit diesem Sieg die Tabellenspitze der Regionalliga West verteidigt und baut seine Serie aus: vier Spiele, 12 Punkte und 7:0 Tore. Mit 25 Punkten steht der SVE auf dem Platz an der Sonne, hartnäckigster Verfolger mit nur einem Punkt Rückstand ist der SC Preußen Münster, der sein Auswärtsspiel in Homburg mit 2:0 gewinnen konnte.

Foto: Torge Hollman nach Spielende bei den Fans

STATISTIK

Bayer 04 Leverkusen II: Giefer – Eichmeier, Schumann, Weiler (Kramer, 71.), Riedel (Vasquez Pardo, 77.) – Krol, Celik,  Grummel,  Zieba – Marquet, Siefkes

SV Eintracht Trier 05: Poggenborg – Drescher, Hollmann, Cinar, Cozza – Kraus (Bachl-Staudinger), Kohler, Saccone (Riedl, 75.), Meha – Patschinski (Kempny, 59.), Mößner

Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen)

Tore: 0:1 Meha (72.)

Zuschauer: 250

Rote Karte: Grummel (Leverkusen) wegen einer Notbremse (77.)

Besondere Vorkommnisse: Meha verschiesst Foulelfmer (77.)

Foto-Galerie (klicken für groß):

Die Stimmen zum Spiel:
Trainer Roland Seitz, Vorstand Ernst Wilhelmi und Thomas Riedl im Interview

Fotos: Anna Lena Bauer

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Kommentare (8)

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  1. Eintracht-Fan sagt:

    @Siggi: Nicht überheblich werden. Das wird wieder ein „Schweinespiel“. Man weiß, was unser Freund Senesie kann, soweit er will. Das Spiel kann leicht in die Hose gehen!! Es müssen wieder 110% von den Spielern gebracht werden. Das ist nicht so einfach bei unserer doch dünnen Personaldecke. Wäre mit 1 Punkt zufrieden oder einem knappen Sieg! Es müssen wieder Tore aus dem Spiel heraus erzielt werden, denn das beunruhigt mich im Moment ein wenig! Der Meha kann doch nicht alle Gegner alleine abfertigen.Aber gegen Homburg haben wir ja nicht den Druck gewinnen zu müssen, weil wir ja schon beachtlich viele Punkte gegen den Abstieg gesammelt haben.

  2. Siggi sagt:

    Oh ja, darauf freue ich mich auch:

    Das dumme Gesicht von Sahr Senesie, wenn die Homburger am Samstag mit 0:5 verlieren!!! 😉 😉 😉

    Das wird (hoffentlich!) ein Spaß! 😀

  3. dreschi 2010 sagt:

    leute das was hier im moment abgeht ist der hammer ….alban meha der mann der im moment den großen unterschied ausmacht …wir stehen jetzt ganz oben ….ein langer traum mal wieder oben stehn….aber trotzdem erstmal locker bleiben von spiel zu spiel schauen und samstag gegen hombur gewinnen ….its derby time…..das wird ein schweres spiel..ich hoffe auf einen sieg …und das dumme gesicht danach von sahr senesie ….lol
    ich hoffe wir haben schnell 40 punkte und danach werden wir sehen was noch so alle möglich ist….
    freue mich auf weitere schöne siege …alles für trier für blau schwarz weiß !!!!!

  4. MarkusEMH sagt:

    Freunde, so langsam sollten wir uns alle mal kneifen!! Wenn wir am Samstag gegen Homburg gewinnen, haben wir 28 Punkte – exakt so viele, wie in der gesamten letzten Saison!

    Und zum Thema „Märchen“, wie es im Interview mit Ernst Wilhelmi heißt: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann siegen sie noch heute und morgen und übermorgen….. 😉

    Der Fußballgott hat uns diese Regionalliga-Saison geschenkt und die Mannschaft und der Trainer (!!!) nehmen das Geschenk bislang sensationell an.

    Wir können nur gewinnen, denn Druck haben wir nicht!

  5. Trierer sagt:

    Der Krausi muss wieder vorn rein. Der ist rechts verschenkt. Patsche als Joker. Ansonsten gilt von Spiel zu Spiel denken. Das nächste Spiel wird sauschwer. Senesie wird darauf brennen unds die Bude vollzuhauen. Wenn wir aber oben dranbleiben wollen muss man gegen Homburg gewinnen. Die darf man aber nicht unterschätzen! Sonst geht das in die Hose! Un es darf sich keiner mehr verletzen. Tim fängt am Donnerstag wieder an zu trainieren. Ich find es aber saugeil alles! Trier oben! Wahnsinn!

  6. Sievo sagt:

    „Dabei gewesen“, du hast vollkommen recht. Patsche und Mössner passen nicht zusammen. Da fehlte einfach der Kraus, der immer und überall zu finden ist, wenn er im Sturm spielt. Da muss sich der Trainer diesmal wohl selbst an die Nase fassen, weil er den Kraus auf die rechte Seite stellte, wo er im Stich gelassen wurde, da er keine Bälle bekommen hat. Gelaufen ist er ja genauso viel wie immer, nur halt nach hinten, weil zu viele Fehlpässe gepielt worden sind. Gott sei Dank wurde er dann in der zweiten Hälfte vorne reingestellt, wurde gefoult und Meha verwandelte dann diesen Freistoß. Und auch mit dem Kempny bin ich deiner Meinung. Der hat schon immer gut gespielt, verdient damit von Anfang an spielen zu dürfen und wird die Erwartungen auch erfüllen.

  7. Dabei gewesen sagt:

    3 Punkte einfach super. Die erste Halbzeit vergißt man besser gleich. War nicht viel! In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser!! Glaube Patsche und Mösner zusammen, und dann Kraus rechts, geht nicht. Als Kempny hereinkam und Kraus vorne spielte wurde es wesentlich besser. Man sollte dem Kempny vertrauen!!! Der ist gut und mit mehr Einsätzen wird der ein ganz Guter!!!!! Würde aber, wenn es die Finanzen erlauben, Ersatz für den Asma holen. Im Mittelfeld müßte es unbedingt besser laufen.Das “ Prunkstück“ ist im Moment die Abwehr! Und am nächsten Samstag gibt es dann das nächste „Schweinespiel“ gegen Homburg. Senesie kann kommen, die Abwehr ist auf ihn vorbereitet!

  8. Siggi sagt:

    Ich kann es immer noch nicht glauben…Eintracht Trier ist Spitzenreiter und das schon in der zweiten Woche in Folge! Wo soll das nur alles hinführen?!?! 🙂

    Das ist mir alles ein wenig unheimlich. So was gibt es sonst bei der Eintracht eher nicht! 😉

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