Eintracht Trier: DFB-Anhörung ergebnislos – Testspiele ohne Pagenburg

Fünf Stunden dauerte die Anhörung zwischen Delegationen von Eintracht Trier und den Sportfreunden Lotte. Über den Ablauf vereinbarten beide Seiten „Stillschweigen“. Samstag steht in Bad Bertrich das erste Testspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen an (14 Uhr). Der Auftritt in Neunkirchen am Sonntag wurde in den „Ferraro-Sportpark“ in Hangard verlegt.

Beinahe fünf Stunden dauerte die Anhörung beim Deutschen Fußball-Bund. Mit einer Entscheidung des Kontrollausschusses, ob es eine Anklage geben wird, ist erst in der kommenden Woche zu rechnen. Mehrköpfige Delegationen von Eintracht Trier und den Sportfreunden Lotte waren nach Frankfurt geladen, um die gegenseitigen Vorwürfe vorzubringen (5vier berichtete). Nach dem 3:2-Sieg der Moselstädter am Autobahnkreuz gaben Jeremy Karikari und Marc Gouiffe à Goufan an, von Martin Hess und Christian Schlösser rassistisch beleidigt worden zu sein. Die Trierer erstatteten eine Strafanzeige. Die Fußballer aus Lotte wehrten sich gegen die Behauptungen. Zugleich gab auch Hess eine Anzeige auf mit der Begründung, von Karikari 45 Minuten nach Spielende vor den Kabinen geschlagen worden zu sein. Zum Ablauf der Anhörung vor dem DFB-Kontrollausschuss wollten sich Vertreter beider Vereine nicht äußern. „Wir haben Stillschweigen vereinbart“, sagten Eintracht-Geschäftsführer Dirk Jacobs und Manfred Wilke, Obmann der Sportfreunde Lotte, der gegenüber den „Westfälischen Nachrichten“ weiter betonte: „Eintracht Trier und wir haben uns hinterher unterhalten. Dabei haben beide Seiten betont, ihr eigentlich gutes Verhältnis zu bewahren und sich das nicht kaputt machen zu lassen.“ Aus Trier mussten neben Karikari auch Ahmet Kulabas, Oliver Stang, Thomas Drescher und Alon Abelski als Zeugen aussagen.

Testspiel-Doppelpack mit Oberhausen und Neunkirchen

Chhunly Pagenburg muss "drei, vier Tage" wegen muskulären Problemen pausieren.

Abseits von der sportgerichtlichen Zukunft des Verfahrens steht Eintracht Trier vor dem ersten Testspiel im Jahr 2012. Am Samstag trifft die Mannschaft von Roland Seitz in Bad Bertrich auf Rot-Weiß Oberhausen (14 Uhr). Der Drittligist wird seit Ende Oktober von Mario Basler trainiert, der von September 2008 bis Februar 2010 Coach an der Mosel war. Oberhausen bezwang in einem Testspiel bereits Bezirksligist SG Ellscheid mit 3:1. Eintracht-Trainer Seitz dürfte die Aufgabe nutzen, um Tim Erfen und Momo Diabang einzusetzen. Beide absolvieren noch ein Probetraining in Trier. Emil Miljkovic ist bereits wieder abgereist. Bajram Nebihi scheint ebenfalls kein Kandidat für eine Verpflichtung zu sein.

Chhunly Pagenburg fällt gegen Oberhausen hingegen aus. Der Offensivspieler zog sich „einen ganz kleinen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zu“. Mit einer langen Pause rechnet Pagenburg aber nicht. „Es ist nichts Dramatisches. Ich darf Montag wahrscheinlich wieder ins Lauftraining einsteigen und Dienstag, Mittwoch vielleicht schon mit der Mannschaft arbeiten.“ Die erste Woche nach dem Winterurlaub nutzte die Eintracht, um weiter an den körperlichen Grundlagen zu arbeiten. Morgens wurden Intervall-Sprints durchgeführt über 200, 400 und 800 Meter. Nachmittags wurde mit dem Ball gearbeitet. Auch das Wochenende birgt wenig Entspannung – nur 24 Stunden nach dem Spiel gegen RWO geht es zum nächsten Test gegen Borussia Neunkirchen (Sonntag, 14 Uhr). Das Duell wurde witterungsbedingt in den „Ferraro-Sportpark“ in Hangard verlegt. Danach fährt die Eintracht ins Kurz-Trainingslager nach Leipzig. Am 28. Januar (14 Uhr) startet Trier wieder in die Regionalliga mit dem Heimspiel gegen den SC Idar-Oberstein.

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