Eintracht Trier: Die Bärte wachsen weiter nach dem Derbysieg

Wette unter Spielern von Eintracht Trier - Christoph Anton und Co. rasieren sich nicht bis zur nächsten Niederlage

Seit fünf Spielen in Folge ist Fußball-Regionalligist Eintracht Trier nach dem 2:0 gegen die TuS Koblenz ungeschlagen. Das bedeutet für drei Akteure, dass der Rasierer zunächst mal im Schrank bleibt. Bereits am Dienstag wartet das nächste Südwest-Derby bei Wormatia Worms (19 Uhr). 

Eintracht Trier - TuS Koblenz
Der Bart wächst: Christoph Anton will sich bis zur nächsten Niederlage nicht mehr rasieren.

Wer rasiert, der verliert. Das alte Fußballer-Motto erhält bei Christoph Anton frisches Leben. Der Mittelfeldspieler von Eintracht Trier stellte vor dem Derby gegen die TuS Koblenz ein Foto bei Facebook ein, wo er mit seinem neuen Bart einem Ball hinterher eilt. 108 Freunden des Talents gefiel das. Und nach dem 2:0-Erfolg von Freitag ist klar: Anton kann den Rasierer vorläufig weiter im Schrank lassen. Denn der Junge aus Schoden hat sich seit dem Zweibrücken-Spiel nicht mehr rasiert, will damit bis zur nächsten Niederlage warten – und nun ist Trier seit fünf Begegnungen ohne Niederlage. „Ich habe mal in der Kabine rumgefragt, wer mitmachen möchte. Steven Kröner und Sylvano Comvalius sind auch mit dabei“, lächelt Anton darüber, dass ein Bart in der Regionalliga-Mannschaft der Eintracht langsam zum Modetrend wird. Auch mit der Leistung gegen Koblenz war der 22-Jährige zufrieden. „Wir haben spielerische Glanzpunkte gesetzt. Vor der großen Kulisse hat es noch mehr Spaß gemacht.“ Das 1:1 in Neckarelz, wo das Team nicht überzeugte und wenig Kreativität versprühte, war so schnell vergessen. „Wir haben die Fehler in der Videoanalyse klar analysiert, nun wieder intensive Zweikämpfe und Tempo gezeigt.“

Ein Mann, der sich nicht an der Bart-Aktion beteiligt, aber maßgeblich am Sieg beteiligt war, hieß Matthias Cuntz. Viele Fans mussten sich lange zurückerinnern, wann sie so ein schönes Tor wie den 25-Meter-Hammer des Ex-Karlsruhers mal im Moselstadion gesehen haben. „Ich wusste auf Anhieb, dass der einschlägt. So ein schöner Treffer ist mir in meiner Karriere noch nicht gelungen“, sagte Cuntz, der aber nicht völlig ausgelassen war nach dem Derby-Erfolg. „Wir haben nach dem Spiel in Neckarelz eine Menge auf die Fresse gekriegt, das konnte ich nicht nachvollziehen.“ Trainer Roland Seitz betonte aber bei der Pressekonferenz, dass sich die Mannschaft von der Unruhe nicht mehr anstecken lasse. „Wenn Experten auf der Tribüne schon nach dem ersten Querpass brüllen, dass nach vorne gespielt werden soll, müssten sie mal Bundesliga gucken. Dort sehen sie, dass der Ball auch in den eigenen Reihen gehalten wird.“

Eine Sache trübte den Derby-Sieg aber leicht: Einerseits die Verletzung von Christoph Buchner, der am Montag beim Arzt vorstellig wird. Nach einem Schlag auf die Wade musste er ausgewechselt werden. „An den Bändern ist nichts kaputt. Es dürfte im schlimmsten Fall eine Prellung sein.“ Was den Einsatz des Innenverteidigers beim nächsten Südwest-Derby bei Wormatia Worms am Dienstag (19 Uhr) wirklich in Frage stellt, ist ein Pferdekuss am Oberschenkel, mit dem er schon ins Koblenz-Spiel gegangen war. Worms hat in fünf der ersten sechs Spiele Unentschieden gespielt und in Neckarelz am Wochenende mit 1:2 verloren. „Ich hoffe, dass wir den Remis-Königen eine Niederlage zufügen können“, so Anton. Für ihn würde das bedeuten, weitere Tage auf eine Rasur verzichten zu können.

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