Eintracht Trier: Die Kaderplanungen 2013/14 im Überblick

Von Florian Schlecht

Nach der Qualifikation für den DFB-Pokal kommen die Personalplanungen bei Eintracht Trier in die Gänge. Beim letzten Mannschaftstreffen fielen am Donnerstag einige Entscheidungen. So werden Baldo di Gregorio und Stephan Loboué den Regionalligisten sicher verlassen. Steven Lewerenz wird wohl zu Mainz II wechseln. Bleiben sollen nach Wunsch der Vereinsverantwortlichen Alon Abelski, Marco Quotschalla und Maximilian Watzka.

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Nach dem Pokalsieg stehen nun die Bauarbeiten im Kader an.

Bis zum Sonnenaufgang feierten die Fußballer von Eintracht Trier den Triumph im Rheinlandpokal. Nach dem 4:0-Erfolg gegen den FSV Salmrohr zogen die Spieler erst im LaOla ein, ehe es teilweise bis 6 Uhr morgens in der Location „Toni“ weiterging. Die Erleichterung war groß nach der Qualifikation für den DFB-Pokal, die mit sicheren Einnahmen von 108.000 Euro auch den Vereinsverantwortlichen frischen Spielraum für die Kaderplanungen gibt.

Beim letzten Mannschaftstreffen am Donnerstag fielen so weitere Entscheidungen, wurden Gespräche geführt und Signale ausgetauscht. „Stand jetzt wollen wir mit einem Aufgebot von 17, 18 Feldspielern und zwei Torhütern in die neue Saison gehen“, betonte Ernst Wilhelmi. Allerdings stehen nach Aussagen des Vorstandsmitglieds noch entscheidende Gespräche im Hinblick auf den Etat ein. „Zuerst versuchen wir, mit den eigenen Kräften zu verlängern.“ Gehalten werden sollen insbesondere Regisseur Alon Abelski, Angreifer Marco Quotschalla und Maximilian Watzka. Steven Lewerenz steht vor einem Abschied. Baldo di Gregorio und Stephan Loboué werden Trier sicher verlassen.Der Überblick von 5vier zu den Kaderplanungen:

Diese Spieler stehen bislang für die Saison 2013/14 unter Vertrag:

Im Tor Andreas Lengsfeld, in der Verteidigung Fouad Brighache, Torge Hollmann, Michael Dingels, Fabian Zittlau, Thomas Konrad und Kevin Heinz, im Mittelfeld Steven Kröner, Christoph Anton, Fahrudin Kuduzovic, Christopher Spang und Erik Michels.

Diese Spieler verlassen den Verein: 

Als Abgänge stehen nun neben Chhunly Pagenburg (FSV Frankfurt), Mario Klinger (FC Homburg), Markus Fuchs und Burak Sözen (TuS Koblenz) auch Baldo di Gregorio und Stephan Loboué fest (beide Ziel unbekannt). „Mir wurde gesagt, dass hier Schluss ist. Ich habe mit dem Trainer aber noch ein sehr gutes Gespräch über das vergangene Jahr gehabt. Er hat sich bei mir für die gute Leistung im Pokalfinale bedankt. Durch viele Verletzungen ist nicht alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, so di Gregorio. „Ich wünsche Trier in den nächsten Jahren den Aufstieg.“ Der Deutsch-Italiener hat Angebote aus der Regionalliga vorliegen, ihn zieht es vor allem in seine hessische Heimat zurück.

Nach der Vertragsverlängerung von Andreas Lengsfeld war klar, dass Stephan Loboué nicht beim Regionalligisten bleibt. Für ihn soll ein neuer, junger Torwart dazu kommen. „Lengsfeld ist aber die Nummer 1“, genießt der momentane Stammkeeper laut Wilhelmi das Vertrauen der sportlichen Leitung.

Diese Spieler sollen bleiben: 

Weit oben auf der Wunschliste: Alon Abelski, bei dem Wilhelmi zuversichtlich ist. „Ich denke, dass das klappt.“ Vom Regisseur, der an seinem 24. Geburtstag im Pokalfinale mit zwei Toren und einer Vorlage auftrumpfte, gibt es allerdings noch kein endgültiges Bekenntnis. „Ich breche nichts über das Knie. Im April hätte mich die Eintracht sicher haben können. Aber da konnte der Verein auch finanziell noch nicht planen, was ich nachvollziehen kann. Mit dem Pokal sollte nun mehr möglich sein. Ich höre mir alles an.“ Mit der Entwicklung der Mannschaft war Abelski aber zufrieden. So knüpft er sportliche Bedingungen an seinen Verbleib. „Ich will Fußball spielen, kein Kick-and-Rush. Die Offensive ist mein Spiel, Kurzpässe, tödliche Bälle. Ich brauche Spieler um mich herum, mit denen ich mich fußballerisch verstehe wie in dieser Saison Chhunly Pagenburg oder Baldo di Gregorio. Und auch Leute, die mir den Rücken frei halten, wie das mit Steven Kröner perfekt geklappt hat.“

Was Abelski auch zu einer Zukunft in Trier verleiten könnte, ist der Mannschaftsgeist, den er lobt. „Wir haben uns als Team positiv präsentiert, sind nicht als Einzelteile aufgetreten. Für den kleinen Kader haben wir die notwendigsten Ziele erreicht.“ Für Trier wäre eine Zukunft mit dem Spielmacher wichtig, der nicht nur in Salmrohr bewies, für Schlüsselmomente sorgen zu können. Die Verhandlungen laufen. Die Chancen auf einen Abelski-Verbleib stehen gut.

Als „ersten Ansprechpartner“ bezeichnet Marco Quotschalla den Verein. „In spätestens einer Woche fällt die Entscheidung. Ich kann mir vorstellen, hier zu bleiben, fühle mich super-wohl und bin nicht abgeneigt.“ Wilhelmi stimmt da zu: „Wir wollen in den nächsten Tagen mit seinem Berater sprechen. Dann gucken wir, ob wir uns auch finanziell einigen.“

Komplett offen ist noch die Entscheidung von Maximilian Watzka. „Der Trainer hat mir gesagt, dass er Interesse hat, mich zu halten“, so der Mittelfeldspieler, der aber noch mit einem Wechsel in die 3. Liga liebäugelt. „Ich bin 27 Jahre, so viele Möglichkeiten kommen da nicht mehr. Wenn sich eine Chance nach oben ergibt, will ich sie nutzen.“

Diese Spieler stehen vor dem Absprung: 

Zu den Spielern, die gehen, wird sich voraussichtlich auch Steven Lewerenz gesellen. Der Flügelspieler hat nach eigener Auskunft ein unterschriftsreifes Angebot vom Ligarivalen Mainz 05 II vorliegen. „Ich soll mich in der kommenden Woche entscheiden.“ Die Offerte, die Trier ihm vorgelegt habe, „war nicht so wie gedacht“. Lewerenz hofft zwar noch auf eine Nachbesserung, sagt aber: „Es sieht nach Abschied aus.“ Auch Wilhelmi glaubt an eine Trennung. „Er hat zwei Angebote vorliegen, mit denen wir preislich nicht mithalten können.“

Auch F91 Düdelingen ist an Lewerenz interessiert. Der luxemburgische Erstligist baggert ebenso an Jeremy Karikari, der bei potenziellen Neuzugängen von Eintracht Trier noch auf der Liste steht. Ebenso wird Erdogan Yesilyurt schwer zu halten sein. Die Leihgabe von Arminia Bielefeld will zum Zweitliga-Aufsteiger zurück, der mit ihm in den nächsten Tagen aber zunächst die Perspektiven ausloten will.

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Kommentare (1)

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  1. Karl-Heinz Müller sagt:

    Es tut einem das Fussballherz weh wenn Spieler wie
    S.Lewerenz die Eintracht vieleicht verlassen
    Ich bin von Ihm begeistert, ein super Fussballer
    Bitte bleib bei uns.
    Du wirst durch die Eintracht noch berühmt.

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