Eintracht Trier: Lage vor dem Duell in Westfalen – „Interessant und offen“

Von Martin Köbler und Andreas Maldener (Fotos)

Nur noch zwei Tage, dann könnte Eintracht Trier in der Regionalliga West theoretisch auf einem Aufstiegsplatz stehen – rein rechnerisch stehen die Chancen hierfür nicht schlecht. Lässt sowohl Tabellenführer Schalke 04 II (gegen den 1. FC Kaiserslautern II) als auch die SV Elversberg (im Saarland-Derby auswärts gegen den FC 08 Homburg) Punkte liegen, könnte der Traditionsverein von der Mosel vom Sonnenplatz der Liga grüßen – einen Dreier auswärts bei Borussia Dortmund II vorausgesetzt. Doch das bis jetzt Erreichte ist für Cheftrainer Roland Seitz vor der kommenden Partie nicht mehr als eine Momentaufnahme, ist er sich doch sicher, dass „es ein ganz schweres, interessantes und offenes Spiel“ wird. „Wenn man die Aufstellung mit so vielen U21-Nationalspielern sieht, die mit vier oder fünf Spielern ergänzt wird, die permanent im Profikader stehen, muss man eben abwarten, ob der ein oder andere Spieler von oben noch dazu kommt!“, ließ der Trierer Übungsleiter 5vier.de am Rande des heutigen Trainings wissen, denn: „Die Siege der Borussen gegen Wuppertal und Münster waren sicherlich kein Zufall.“

"Kannst Du spielen, Alban?" - Roland Seitz in Sorge um seinen Freistoß-Spezialisten.

Eben jener Zufall herrscht mit Sicherheit nicht bei der Auswahl der Protagonisten für das Wochenende vor – Seitz hat auch hierfür schon einen Masterplan in der Tasche. Nach derzeitigem Stand scheint sich die gleiche Startelf herauszukristallisieren, die auch in der Schüco-Arena in Bielefeld auflief – also auch wieder mit Tolgay Asma auf der Position des offensiven Mittelfeldspielers, der am vergangenen Spieltag bereits nach einer guten halben Stunde ausgewechselt wurde. „Auch Asma darf mal schlecht spielen, aber deswegen haben wir am Samstag auch ein Zeichen gesetzt.“, unterstreicht er das Vertrauen in den jungen Deutsch-Türken, „welches er aber auch nutzen muss.“ Ebenso mit von der Partie sein wird wohl Nico Patschinski – der Altmeister hatte zwar gegen Düsseldorf und Bielefeld deutliche Ladehemmungen, doch „solche Chancen wird er auch wieder rein machen.“

Lauftraining - mehr nicht. Alban Meha auf dem Rundkurs im Moselstadion.

Das Sorgenkind im Training ist nach wie vor Alban Meha, der heute eine halbe Stunde Extra-Runden über das Übungsgelände im Moselstadion zog und sich anschließend mit den Mannschaftsärzten absprach, da unter der Woche seine Adduktorenprobleme wieder aufgetreten sind. Das heutige reduzierte Lauftraining wertet Seitz als reine Vorsichtsmaßnahme: „Alban ist für mich in den drei anstehenden Spielen einfach zu wichtig – deswegen wird er erst morgen im Abschlusstraining wieder dabei sein.“, obgleich die Verantwortlichen zu einhundert Prozent davon ausgehen, dass er am Sonntag auf dem Rasen der „Roten Erde“ wird auflaufen können.

Definitiv verzichten müssen die Blau-Schwarz-Weißen auf Michael Dingels und Fabian Zittlau. Letzterer leidet bereits seit Tagen unter Grippesymptomen und hat daher die ganze Woche nicht mittrainieren können – für ihn rückt Thomas Kempny aus der zweiten Mannschaft in den Kader. Der Abwehrrecke Michael Dingels befindet sich nach seiner Knieverletzung zwar wieder im Aufbau- und Lauftraining, wird aber wohl erst nach der Auswärtspartie gegen die Sportfreunde Lotte wieder mit von der Partie sein kann.

Ansonsten kann das Trainergespann der Eintracht aus dem Vollen schöpfen. „Wichtig ist, dass ich bei drei Spielen innerhalb von sieben Tagen eine gute Mischung finde, um etwas zu rotieren, ohne einem weh zu tun, sondern um uns frisch zu halten. Es werden zwei schwere Auswärtsspiele, da müssen wir gut punkten, um nicht schnell hinten drin zu stehen. Wenn man unsere Ziele kennt, dann gibt es für uns sowieso keinen leichten Gegner“, gibt Roland Seitz für seine Mannschaft abschließend die Marschroute für die nun folgende Woche mit auf den Weg.

Borussia Dortmund II – Eintracht Trier (Sonntag, 19. September, 14 Uhr)

PERSONALIE

Das Warten auf die Spielberechtigung für Thomas Riedl verkommt für die Verantwortlichen der Eintracht so langsam, aber sicher zum Ärgernis – nach wie vor wartet die Geschäftsstelle auf ein Signal vom österreichischen Fußballverband. Riedls letzter Verein in Österreich hat Insolvenz angemeldet, daher muss vor der abschließenden Prüfung des Verbandes der Insolvenzverwalter des Vereines eingeschaltet werden. „Dabei handelt es sich nur um eine Kleinigkeit, aber bis Samstag ist nichts mehr zu machen. Anfang nächster Woche sollte er dann aber freigegeben sein“, hofft Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs im Gespräch mit 5vier.de. Nach erteilter Spielerlaubnis ist zunächst vorgesehen, ihm in der zweiten Mannschaft Spielpraxis zu verschaffen.

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Kommentare (4)

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  1. M. Köbler sagt:

    @ GKraus:

    Ich wäre sehr dankbar, wenn Du dann auch Hinweise auf die „richtige Zeitenfolge“ oder die Grammatik, die so arg viele Patzer enthält, anführen würdest… 😉

    Denn wie Du sagst, Übung macht den Meister – und ohne zu wissen, wo Deiner Meinung nach die Fehler liegen, kann es im nächsten Artikel nicht besser gemacht werden.

    Ansonsten danke für die Kritik – und das Lob! 😉

  2. GKraus sagt:

    Leider ist es dieselbe Startelf und nicht die gleiche. Und an der richtigen Zeitenfolge und Grammatik muss der Autor noch etwas feilen. Da sind schon ein paar heftige Patzer drin. Aber Übung macht den (Fußball-)Meister. Wie im richtigen Leben. Ansonsten sicher das beste Lesestück auf diesem Portal.

  3. dreschi 2010 sagt:

    auf gehts eintracht kämpfen und siegen…….auswärtssieg…

  4. Köbi-Fan sagt:

    Sehr schöner Bericht! Macht weiter so!!!

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