Eintracht Trier: Doppeltorschütze Comvalius dankt Mitspielern und Fans

Eintracht Trier ist nach dem 2:0-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim II seit sieben Spielen ungeschlagen

Von Florian Schlecht (Text) und Alex Heinen (Fotos)

Das 2:0 gegen 1899 Hoffenheim II war auch der Tag von Sylvano Comvalius. Mit einem Doppelpack war der Angreifer von Eintracht Trier einer der großen Matchwinner. Sein Bart wächst nach dem siebten ungeschlagenen Spiel in Folge weiter.

SVE-Hoffenheim

Jubel vor dem Fanblock: Eintracht Trier ist seit sieben Spielen ungeschlagen.

Es dauert noch einige Wochen, bis Spekulatius, Adventskalender und Christbaum-Schmuck wieder Hochkonjunktur in allen Geschäften haben. Sylvano Comvalius hat den Dezember aber schon fest im Blick. „Wenn wir bis dahin ungeschlagen bleiben, kann ich Santa Claus spielen“, witzelt er angesichts der Wette, die Christoph Anton, Steven Kröner und der niederländische Angreifer in der Kabine abgeschlossen haben. Das Trio von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier will sich bekanntlich so lange nicht mehr rasieren, bis ein Spiel verloren wird. Und da das 2:0 gegen 1899 Hoffenheim II bereits die siebte ungeschlagene Partie in Folge war, reifen bei Comvalius langsam die Träume nach einer noch längeren Serie und noch längeren Bärten. „Wir glauben, dass es uns Glück bringt, uns nicht zu rasieren.“

Ein Talisman waren am Freitag aber auch die Füße des 26-Jährigen, mit denen er seinen Doppelpack erzielte. Beim 1:0 drückte er eine Vorlage von Fabian Zittlau mit rechts über die Linie, beim 2:0 vollstreckte er nach einem Sololauf von Lars Bender mit links. Fein verteilt, da auf den beiden Schuhen des Torjägers der Name und das Geburtsdatum seines Sohnes Milan stehen. Die Treffer waren zugleich die beste Antwort auf vereinzelte Kritik an der Effektivität von Comvalius, weil dieser in den Spielen zuvor einige Möglichkeiten ausließ. „Sorgen müsste ich mir machen, wenn wir uns nicht in jedem Spiel so viele Chancen erarbeiten würden. Ich bin nie in Panik geraten, weil ich um meine Qualität wusste. Ich habe schon in sechs Ländern gespielt und in jedem Land meine Tore geschossen“, betont der Weltenbummler, der über Stationen in der Niederlande, Malta, Schottland, Kuwait, Kasachstan und China im Sommer in Trier gelandet war.

Dort kommt er nun auf vier Saisontreffer. „Das reicht mir aber nicht aus, ich werde weiter fokussiert bleiben“, so Comvalius, der seine Ausbeute maßgeblich auf die Mannschaft zurückführt – und für den momentanen Lauf eine Erklärung hat. „Zu Beginn hat es noch einige Veränderungen im Zentrum gegeben, wo nur Michael Dingels, Steven Kröner und Alon Abelski aus der vergangenen Saison in der Startelf stehen. Christoph Buchner in der Innenverteidigung, Matthias Cuntz im defensiven Mittelfeld und ich im Sturm sind neu dazugekommen. Die Mitte ist immer das Herz des Teams. Jetzt werden wir von Spiel zu Spiel stärker, weil wir uns immer besser finden und die Abläufe kennen.“

Doch auch die Zulieferer über die Außenbahnen vergisst Comvalius nicht. Besonders Bender, der ihm gegen Hoffenheim den zweiten Treffer auflegte, lobt er. „Er ist ein sehr guter Teamplayer, ein positiver Typ, arbeitet im Training und Spiel immer wahnsinnig hart. Ich habe mich über seine starke Leistung gefreut.“ Der erste Weg des Stürmers führte nach dem Doppelpack am Freitag aber in Richtung der Zuschauerränge, wo er Anhänger abklatschte und mit ihnen jubelte. „Ich wollte mit den Fans feiern. Sie begleiten uns überall hin, sogar bis nach Pfullendorf, obwohl es 450 Kilometer bis dahin sind. Die Anhänger sind ein Grund, warum wir überhaupt Fußball spielen. Ich weiß, dass wir als Sportler viele Stationen durchlaufen. Sie bleiben ihrem Klub aber ein Leben lang treu. Und wir als Mannschaft haben große Dankbarkeit und Respekt davor, wie sie uns unterstützen und zu uns stehen.“

+++Eintracht in Kürze+++

Fanbus nach Baunatal – Das nächste Spiel von Eintracht Trier ist am kommenden Samstag beim KSV Baunatal (14 Uhr). Der Hessen-Aufsteiger hat bislang massive Anpassungsprobleme an die Regionalliga Südwest und ist mit nur drei Punkten das Schlusslicht. Am Wochenende gab es eine deutliche 0:3-Packung bei der SpVgg. Neckarelz. Der Supporters Club Trier bietet einen Fanbus zu dem Trierer Auswärtsspiel an. Der Preis liegt bei 23 Euro für SCT-Mitglieder und bei 25 Euro für Nicht-Mitglieder. Abfahrt ist um 8.30 Uhr am Haupteingang vom Moselstadion. Anmeldungen sind möglich unter bus@supporters-trier.de.

Hollmann und Konrad sind zurück – Im Regionalliga-Kader standen Torge Hollmann und Thomas Konrad nach langen Verletzungspausen zuletzt schon wieder. In der Rheinlandliga-Reserve von Eintracht Trier sammelten beide am Sonntag beim 0:0 gegen die TuS Koblenz II nach Monaten erstmals wieder Spielpraxis. Als Innenverteidiger-Duo standen sie 90 Minuten auf dem Platz. Zum ausführlichen Spielbericht geht es hier.

Pokalspiel terminiert – Jetzt ist der Termin auch offiziell vom Fußballverband bestätigt: Das Spiel des Titelverteidigers SV Eintracht Trier 05 in der zweiten Runde um den Bitburger-Rheinlandpokal beim Eifeler A-Ligisten SG Körperich findet am Mittwoch, 25. September, 19.30 Uhr, auf der Sportanlage in Nusbaum (rund 20 Kilometer südwestlich von Bitburg) statt.

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