Eintracht Trier: Ein Spitzenspiel unter Brüdern und Torjägern

Eintracht Trier hofft beim Wuppertaler SV auf den sechsten Sieg in Folge (Samstag, 14 Uhr). Dabei trifft Alon Abelski auf seinen Bruder Ben. Mit Daniel Bauer und Jeremy Karikari fallen beide Sechser aus.

Zurück nach langer Verletzungspause: Alon Abelski trifft in Wuppertal auf seinen Bruder Ben. Foto: Anna Lena Grasmück

Im Februar 2009 ging Ben Abelski gegen Alon mit 1:0 in Führung, als er das erste Bruderduell mit Fortuna Düsseldorf II gegen den MSV Duisburg II mit 4:0 gewann. Alon Abelski glich dann im November 2011 zum 1:1 aus, als er mit Eintracht Trier gegen den Wuppertaler SV mit 3:1 siegte. Am Samstag geht das Familienduell im Rückspiel in Wuppertal in die nächste Runde (14 Uhr). „Wir haben uns erst am Wochenende gesehen, aber über Fußball haben wir nicht gesprochen“, sagt der Regisseur aus Trier, der im Bergischen Land mit vielen Freunden und Verwandten rechnet. „Mein Vater, meine Oma und mein Opa haben sich angekündigt. Sie haben mich bestimmt zwei Jahre lang nicht mehr live im Stadion spielen sehen.“

So reist der Abelski-Clan pünktlich zu einem echten Spitzenspiel an. Der Wuppertaler SV hat sich sportlich zuletzt nicht von internen Konflikten davon abhalten lassen, drei Siege in Folge einzufahren. Noch besser läuft es bei der Eintracht, die vor dem wichtigen Pokalviertelfinale gegen die TuS Koblenz am Mittwoch ihren sechsten Erfolg am Stück verbuchen möchte. Dabei muss Trainer Roland Seitz aber in die Zauberkiste greifen. Mit Jeremy Karikari (Gelbsperre) und Daniel Bauer (Mittelfußprellung) fallen ihm beide defensiven Mittelfeldspieler aus.

Herzig ein Kandidat für das defensive Mittelfeld

Denny Herzig hofft auf die Rückkehr in die Mannschaft.

Als Ersatz bietet sich Denny Herzig an. Der Verteidiger musste sich wie auch Oliver Stang zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen. „In Wuppertal ist es wichtig, Erfahrung dagegen zu setzen“, betont Seitz. „Da wäre es dumm, wenn ich in der Situation nicht ein, zwei von den Jungs einsetzen würde.“ Denkbar wäre auch, Kapitän Hollmann vor die Abwehr zu stellen. „Aber dann muss ich die Viererkette umstellen. Und ich ändere Dinge nicht gerne, wenn sie erfolgreich gelaufen sind“, hadert der Trainer nach dem jüngsten Erfolgslauf.

Auf eine gefestigte Defensive wird sich Seitz verlassen müssen, um die Serie in Wuppertal weiter ausbauen zu können. Mit Christian Knappmann hat der einstige Meisterschaftsfavorit den torgefährlichsten Spieler der Liga in seinen Reihen. 26 Tore hat der bullige Stürmer erzielt, WSV-Trainer Hans-Günter Bruns vergleicht ihn gar mit Gerd Müller. Und auch Seitz ist angetan von den Fähigkeiten des Angreifers: „Er ist einer, der immer Gas gibt, in der Luft stark ist und einen guten Abschluss mit dem linken Fuß hat.“

„Ein weiteres Tor wäre klasse“

Doch auch Trier präsentierte sich zuletzt torgefährlich. Chhunly Pagenburg harmonierte prächtig mit WG-Kollege Ahmet Kulabas. Fünf Treffer in den letzten vier Spielen sind eine Quote, die fast knappmannsches Niveau hat. „Es wäre klasse, noch ein Tor zu schießen“, grinst der freche Stürmer. „Für uns geht es darum, den Lauf am Leben zu halten.“

Wohin weitere Siege führen können, darüber will in Trier derzeit kein Spieler diskutieren. Der Traum, Lotte, Mönchengladbach II und Dortmund II noch ärgern zu können, wird nicht einmal still und heimlich geäußert. „Ich rede nicht vom Aufstieg, das ist für mich unrealistisch“, betont Abelski, der selber darum kämpft, nach seiner langen Verletzungspause mit einem Teileinriss am Syndesmoseband seine alte Form zu erreichen. Das 2:1 bei Schalke II war ein großer Schritt dazu, mit zwei Vorlagen leistete er einen wesentlichen Anteil am Sieg. „Ich habe noch etwas Angst, in die Zweikämpfe richtig einzusteigen, aber die Probleme werden von Spiel zu Spiel weniger.“ Im Brüderduell will er die nächste Stufe seines alten Könnens erreichen.

+++++Eintracht in Kürze+++++

Anton fällt aus – Einen kleinen Rückschritt erlitt Christoph Anton, der am Dienstag nach dem 2:1-Sieg bei Schalke II ins Krankenhaus eingeliefert wurde. „Der Halswirbel ist noch instabil, die Ärzte haben kein grünes Licht gegeben“, so Trainer Seitz. Der Offensivspieler fällt so in Wuppertal aus – das gilt auch für Wojciech Pollok, Michael Dingels und Tolgay Asma. Thomas Drescher und Benjamin Pintol (Adduktorenprobleme) sind angeschlagen. Ihr Einsatz ist fraglich.

SCT setzt einen Bus nach Wuppertal ein – Der Supporters Club Trier (SCT) setzt einen Bus zum Auswärtsspiel beim Wuppertaler SV ein. Abfahrt ist am Samstag um 10 Uhr an der Geschäftsstelle hinter dem Stadion. Der Preis beträgt 23 Euro für Mitglieder und 25 Euro für Nicht-Mitglieder. Bei entsprechender Nachfrage kann die Fahrt auch günstiger werden. Die Anmeldung ist möglich unter bus@supporters-trier.de oder unter 0176-73301385.

Stichworte:

Kommentare (1)

Antworten | Trackback URL | RSS

  1. schustermanni sagt:

    so jetzt können wir lotte zum aufstieg gratulieren, denn unser augenmerk, muß auf das rheinlandpokalspiel gerichtet sein, und hier ist ein sieg pflicht ich vertrete immer noch die meinung, das es diese saison leicht war aufzusteigen, aber es sollte nicht sein, also last uns an einer schlagfertigen mannschaft für die nächste saison basteln wünsche noch allen ein schönes und erholsames wochenende gruß manni

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln