Eintracht Trier entführt drei Punkte aus Nöttingen

Wichtiger Sieg im Abstiegskampf

Mit einer ansprechenden Leistung gewann der SVE auch Spiel Zwei unter Trainer Rudi Thömmes. Nach dem 1:3 (1:2) beim Schlusslicht aus Nöttingen können sich die Moselstädter wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt machen, denn die Konkurrenz patzte.

Vor 80 mitgereisten Eintracht-Fans schickte Interimscoach Rudi Thömmes die gleiche Startelf wie beim 1:0 Heimsieg gegen Watzenborn-Steinberg aufs Feld. In wilden Anfangsminuten erwischten die Moselstädter den besseren Start. In der siebten Minute machten die Trierer das Spiel zum ersten Mal schnell und überrumpelten damit die Abwehr des Tabellenletzten. Robin Garnier spielte einen Pass in die Tiefe auf Kevin Heinz, der auf der linken Seite im Strafraum auf einmal Platz hatte und mit viel Übersicht auf den zentral lauernden Alawie ablegte, der das Leder nur noch einschieben musste. 1:0 für Trier.

Der Gegenschlag der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nach Unordnung in der Trierer Hintermannschaft kam Niklas Hecht-Zirpel im Strafraum der Gäste zu Fall, was Schiedsrichter Marcel Schütz dazu veranlasste, auf den Punkt zu zeigen. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Doch die Trierer ließen sich durch den schnellen Ausgleichstreffer nicht verunsichern und schlugen nur drei Minuten später zurück. Jonathan Zinram verarbeitete einen langen Ball aus der Abwehr hervorragend und spielte das Spielgerät anschließend flach auf den langen Pfosten, wo Christos Papadimitriou den Ball aus fünf Metern im gegnerischen Kasten unterbrachte.

In Folge beruhigte sich die Partei ein wenig und die Moselstädter übernahmen die Kontrolle über das Geschehen, schafften es zunächst aber nicht, sich zwingende Torchancen zu erarbeiten, da der letzte Pass oft ungenau ausfiel. Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten wurde es erst gegen Ende der ersten Halbzeit wieder gefährlich vor dem Kasten der Nöttinger. Einen hoch hereingeschlagenen Eckball von Christian Telch, verarbeitete Michael Dingels mustergültig per Kopf, sodass die Kugel erneut im Netz der Badener zappelte. Der anschließende Torjubel blieb jedoch aus, weil das Schiedsrichtergespann um Marcel Schütz vorher ein Offensivfoul von Muhamed Alawie gesehen hatte. So ging es nach einer wilden Anfangsviertelstunde mit einer 1:2 Führung für die Gäste aus Trier in die Pause.

Der FC Nöttingen kam zunächst druckvoller und bissiger aus der Kabine und erarbeitete sich in der Folge mehrere Chancen. Vor allem Niklas Hecht-Zirpel strahlte ständig Torgefahr aus. Zunächst segelte der 23-Jährige im Fünfmeterraum nur wenige Zentimeter an einer Flanke vorbei. Wenige Minuten später verfehlte ein Schuss des Mittelfeldspielers aus sieben Metern nur knapp sein Ziel.

Auch im weiteren Spielverlauf blieb der FC Nöttingen die spielbestimmende Mannschaft. Die Trierer konzentrierten sich in dieser Phase auf Konter und kamen so zu kleineren Chancen durch Alawie und Papadimitriou.

In der 66. Spielminute waren es aber doch wieder die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands, die zum Jubel ansetzen konnten. Nach einer weiten Ecke hinter den langen Pfosten sprang Kapitän Michael Dingels am höchsten und brachte den Ball in die Mitte, wo Alawie blank aus kurzer Distanz zum 1:3 abschloss.

In der letzten halben Stunde bemühten sich die Nöttinger weiter, gaben nicht auf, kamen aber letztlich nicht mehr zu Zählbaren, weil die Eintracht aus Trier konzentriert verteidigte und Trainer Rüdi Thömmes mit der Hereingabe von Antonyos Celik die Defensive weiter stärkte. So blieb es am Ende beim 1:3 Auswärtserfolg des SVE.

Durch den Sieg rückt der Klassenerhalt für die Trierer wieder in greifbare Nähe. Nachdem der FK Pirmasens und die Stuttgarter Kickers an diesem Spieltag verloren haben, trennen die Römerstädter aktuell nur noch vier Punkte vom rettenden Ufer. Trotzdem sollte man sich in diesen Tagen nicht zu viel Hoffnung gönnen, denn während Trier nächste Woche spielfrei hat, erhält die Konkurrenz die Chance zu punkten. Es wird auch von den Ergebnissen dort abhängen, wie realistisch der Traum vom Klassenerhalt wirklich ist.

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