Erst das Spitzenspiel, dann ein Weißwurst-Frühstück

Eintracht Trier will im Schlagerspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (Freitag, 19 Uhr) den Erfolgslauf fortsetzen

Von Florian Schlecht

Gibt’s ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den Trainer? Am Freitag empfängt Eintracht Trier zum Spitzenspiel in der Regionalliga Südwest die SG Sonnenhof Großaspach (19 Uhr). Der Trainer wünscht sich einen Sieg – und ein Tor von Michael Dingels.

Eintracht Trier - TuS Koblenz
Roland Seitz wurde am Dienstag 49 Jahre alt.

Ein Weißwurst-Frühstück hat sich Roland Seitz für den Morgen nach dem großen Spitzenspiel einfallen lassen. Der Trainer von Eintracht Trier ist am Dienstag 49 Jahre alt geworden – und nach einem Geburtstag ist es gute Tradition, der Mannschaft in der Kabine einen auszugeben. Damit echte Oktoberfest-Stimmung in den Katakomben des alten Backsteingebäudes aufkommt, soll zuvor am Freitag möglichst ein Sieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach in der Regionalliga Südwest eingefahren werden (19 Uhr).

Der Dritte erwartet den Zweiten. Eine Trierer Serie von neun ungeschlagenen Spielen und 506 Minuten ohne Gegentor begegnet einem furiosen Lauf von Großaspach, das auswärts alle fünf Begegnungen gewonnen hat. „Für die Mannschaften, die gegen sie spielen, ist das eine erschreckende Bilanz“, witzelt Seitz, der bei seiner Analyse verstanden hat, warum der Fußball von Sonnenhof besonders in der Fremde zur Geltung kommt. „Sie stehen kompakt und sehr tief auf dem Feld. Nach Ballverlusten des Gegners schalten sie schnell über die offensiven Flügel um.“

So will Seitz in der Vorbereitung besonders mit den Außenverteidigern Fouad Brighache und Fabian Zittlau sprechen, die ihre Gegenspieler „immer im Blick“ behalten sollen. Denn in der Sturmspitze lauern mit dem früheren Jugend-Nationalspieler Manuel Fischer und dem Ex-Trierer Sahr Senesie zwei torgefährliche Abnehmer, falls Großaspach die Vorstöße gelingen sollten. „Das ist hervorragende Qualität für die Liga“, meint Seitz.

„Michael Dingels wäre jetzt mal dran“

Eintracht Trier - TuS KoblenzDie taktische Ausrichtung, mit der Trier zuletzt auftrat, soll aber für das Schlagerspiel nicht geändert werden. „Das wäre dumm. Wir haben doch gut gespielt und positive Ergebnisse erzielt.“ Zumal in der Defensive wenig anbrannte. Im zentralen Mittelfeld fungierten Matthias Cuntz und Steven Kröner als glänzende Balleroberer, dahinter haben sich in der Abwehr Christoph Buchner und Michael Dingels eingespielt. Und auf Keeper Chris Keilmann war bislang  immer Verlass, wenn die Gegner bis zum Tor durchbrachen. „Ich glaube, dass jeder einen Teil zum Erfolg beiträgt“, findet Seitz, der den Standardsituationen am Freitag eine hohe Bedeutung beimisst.

„Vielleicht bringt ein ruhender Ball die Entscheidung“, orakelt der Trainer, der besonders einem Mann ein Glücksgefühl gönnen würde. „Michael Dingels wäre jetzt mal dran, einen reinzumachen.“ Mal sehen, ob der nachträgliche Geburtstagswunsch von Seitz, dem nach wie vor Andreas Lengsfeld, Christoph Anton, Kevin Heinz, Erik Michels und Albutrin Aliu ausfallen, in Erfüllung geht.

+++Eintracht in Kürze+++

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