Eintracht Trier: Härtetest gegen Alemannia Aachen in Gondenbrett

Das ganze Mehlental wird in Kürze Kopf stehen: Wenn Regionalligist Eintracht Trier am morgigen Freitag (19 Uhr) in Gondenbrett auf den Drittligisten Alemannia Aachen trifft, dürfte die Partie mehr Zuschauer anlocken, als die Gemeinde Einwohner hat.

Auf den hochkarätigsten Testspielgegner der Sommervorbereitung trifft Fußball-Regionalligist SV Eintracht Trier 05 am Freitag, 6. Juli, ab 19 Uhr. Auf der Sportanlage an der Mehlener Straße in Gondenbrett bei Prüm geht es gegen den Zweitligaabsteiger Alemannia Aachen.

Die Kaiserstädter befinden sich noch bis Sonntag im Trainingslager an der Sportschule Bitburg und starten bereits in vierzehn Tagen in die Drittliga-Saison: Am Freitag, 20. Juli, kommt es hier zum Auftaktmatch bei Arminia Bielefeld, das live im WDR übertragen wird.

Trainer Roland Seitz freut sich mit Aachen auf den attraktivsten Testspielgegner.

Die Eintracht hat hingegen noch zwei Wochen mehr Zeit, ehe sie am ersten August-Wochenende beim SC Freiburg II um Punkte spielt. SVE-Cheftrainer Roland Seitz freut sich auf das Kräftemessen mit dem Ex-Bundesligisten: „Wir sind von der Spritzigkeit her sicher noch nicht so weit wie die Alemannia, trotzdem wird es sicher sehr interessant. Ich bin gespannt, wie wir uns gegen einen der Aufstiegsfavoriten der Dritten Liga aus der Affäre ziehen.“

Ausgerechnet der Trierer Neuzugang aus Aachen, der 23-jährige Deutsch-Angolaner Narciso Lubasa, muss am Freitag aber verletzt zuschauen. Der Mittelfeldspieler hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt wahrscheinlich noch zwei Wochen lang aus. Es ist das zweite SVE-Testmatch nach dem 1:1 beim Luxemburger Doublesieger F91 Düdelingen.

Das Testspiel auf der Sportanlage an der Mehlener Straße ist der Beginn der drei Tage währenden Sporttage des Mehlentaler SV 1965 (MSV) und die bereits 21. Auflage der Serie „Topspiel im Mehlental“. Am 12. Juli 1996 machte die Begegnung des damaligen Oberligisten SV Prüm mit der seinerzeit noch in der Zweiten Bundesliga angesiedelten Kölner Fortuna den Auftakt. Danach waren hier unter anderem Fortuna Düsseldorf, Dynamo Dresden, die Zweitvertretungen des 1. FC Kaiserslautern, des 1. FC Köln, aus Leverkusen und Mönchengladbach und gleich mehrfach die Trierer Eintracht zu Gast.

„Der höherklassige Fußball macht einen hohen Bogen um den Prümer Raum. Da wollen wir den Leuten vor Ort zumindest in der Sommerpause immer wieder mal ein Schmankerl bieten“, berichtet MSV-Vorsitzender Gustav Döhring. Aus seiner besonderen Vorfreude auf das Duell der Alemannia gegen die Eintracht macht er keinen Hehl: „In den vergangenen Jahren hatten wir schon oft versucht, dieses Duell bei uns zu arrangieren, schließlich liegen wir ja ziemlich genau in der Mitte zwischen beiden Städten. Sympathisanten gibt es bei uns für die einen, wie für die anderen. Oft klappte es aber aus terminlichen Gründen nicht. Wir erhoffen uns ein attraktives Match von zwei Mannschaften, die kommende Saison in ihren Ligen oben mitspielen wollen.“

Dem Verein geht es auch am 6. Juli um mehr als „nur“ den reinen Fußball: Auch diesmal sollen so etwa die Verantwortlichen beider Klubs über Platzmikro Interviews geben. Kult-DJ „Stiefel“ lädt nach dem Abpfiff zur Fußball-Party ein. Dazu lädt der MSV die Fans der Trierer, wie auch der Aachener herzlich ein: Anhänger, die sich als Gruppe mit mindestens fünf Personen im Vorfeld anmelden (per Mail via andreasarens@web.de) erhalten als Begrüßungsgeschenk einen ganzen Meter Bier (elf Gläser frisch gezapftes Bitburger Pils) geschenkt. Zudem haben die Fans die Möglichkeit, auf der Sportanlage zu zelten und so mit den Sportfreunden aus dem Mehlental den Start der Sporttage mitzufeiern.

Auch, wenn am 6. Juli „Full House“ im kleinen Mehlental-Örtchen Gondenbrett herrschen wird, sieht sich der Veranstalter gut gerüstet. Nicht nur dank der bisherigen 20 Topspiel-Auflagen, sondern auch aufgrund einer großen Fastnachtsveranstaltung, die er Jahr für Jahr ausrichtet, verfügt der MSV über einen großen Erfahrungsschatz. Rund 50 Helfer sind rund um das Duell „Alemannia vs. Eintracht“ als Ordner, Platzkassierer oder am Getränkestand aktiv. Die Freiwillige Feuerwehr regelt den Verkehr. „Wir haben viele Helfer auch außerhalb des Sportvereins. Bei einem solchen Ereignis ziehen hier alle an einem Strang“, berichtet MSV-Klubchef Döhring nicht ohne Stolz.

Eintritt: Erwachsene zahlen sechs, Ermäßigte an der Tageskasse vier Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren zahlen gar keinen Eintritt.

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