„Lengsfeld wird uns noch Spiele gewinnen“

Von Florian Schlecht

Am Dienstag tritt Eintracht Trier beim FC Homburg an (19 Uhr). Trainer Roland Seitz sprach Torwart Andreas Lengsfeld das Vertrauen aus. Der Keeper patzte beim jüngsten 2:2 gegen Mainz 05 II. Kapitän Fouad Brighache fällt mit einem Muskelfaserriss aus. 

Torwart Andreas Lengsfeld ist selbstkritisch. "Die ersten Spiele liefen nicht so, wie ich es erwartet habe. Nun will ich es besser machen." Foto: Anna Lena Grasmück

Ob Eintracht Trier schon eine offizielle Beschwerde bei der TSG Hoffenheim II eingelegt hat, ist nicht verbrieft. Aber von den beiden furiosen 5:0-Siegen der Kraichgauer in der Regionalliga Südwest war auch die Mannschaft von Roland Seitz betroffen. Denn erst fegte Hoffenheim mit einem Tor-Orkan über den Platz von Mainz 05 II, die daraufhin in Trier antraten und ein 2:2 entführten. Entsprechend ernst formulierte Trainer Roland Seitz seine Warnung vor dem Auswärtsspiel beim FC Homburg (Dienstag, 19 Uhr), das zuletzt in Hoffenheim ebenfalls ein Debakel erlebte. „Homburg wird alles dafür tun, um die Scharte auszuwetzen“, betont der Oberpfälzer, der ein „Kampfspiel“ erwartet. Freilich eins, dem er entgegen fiebert. „Es ist ein Derby, die Zuschauerkulisse ist da. Das ist schon was Besonderes.“

Über die Ausbeute seiner Mannschaft nach zwei Spielen beschwert er sich nicht, obwohl gegen Mainz eine 2:0-Führung verspielt wurde. „Mit der Leistung waren wir zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Aber wir jammern auf einem hohen Niveau. Die vier Punkte haben wir gegen zwei starke U23-Mannschaften geholt.“ Ganz sorgenfrei steigt die Eintracht nicht in den Bus in Richtung Saarland. An Bord fehlen wird Kapitän Fouad Brighache, bei dem sich der Verdacht auf einen Muskelfaserriss bestätigte. Dem Rechtsverteidiger, der von Steven Kröner ersetzt werden soll, drohte eine Pause von mindestens zwei Wochen. Eine Verpflichtung eines weiteren Defensivallrounders sei aber kein Thema, betonte Seitz. Dabei ist der Kader nicht reich an Außenverteidigern, zumal Michael Dingels und der nach wie vor angeschlagene Pit Hess über weite Teile der Vorbereitung fehlten. Auf der Wunschliste des Trainers steht eher ein Angreifer.

Homburg-Coach arbeitete mit Lewis Holtby an der Fitness

Chhunly Pagenburg glänzte zuletzt mit zwei Doppelpacks. Foto: Anna Lena Grasmück

Genervt zeigte sich Seitz von der Debatte um Torwart Andreas Lengsfeld, der beim 2:1-Sieg in Freiburg unsicher agierte und beim 2:2 gegen Mainz II den Anschlusstreffer mit einem Fehler beim Rauslaufen verschuldete. „Er wird uns noch Spiele gewinnen“, sagte der Trainer kurz und knapp. Auch der Fokus von Lengsfeld ist bereits auf die nächsten Aufgaben gerichtet. „Sicher sind die ersten zwei Spiele nicht gelaufen, wie ich es mir vorgenommen habe“, sagt er selbstkritisch. „Ich will nun zeigen, dass ich es besser machen kann.“

So soll das Puntekonto in Homburg weiter gefüllt werden. Dort hat Trainer Christian Titz nur ein Jahr nach dem Absturz in die Oberliga den sofortigen Wiederaufstieg mit einem runderneuerten Kader geschafft und Euphorie entfacht. Der Übungsleiter des ehemaligen Bundesligisten hat sich in der Sommerpause auch einen bundesweiten Namen gemacht, weil er als Fitnesscoach mit Mittelfeldstar Lewis Holtby von Schalke 04 gearbeitet hat. Die Ausdauer scheint auch eine Spezialität seiner Mannschaft zu sein. „Sie sind lauf- und zweikampfstark, gehen an ihre Grenzen“, weiß Seitz vor dem 110-Kilometer-Ausflug, bei dem er weiter auf die Torgefahr von Chhunly Pagenburg hofft. Der Angreifer glänzte zuletzt mit zwei Doppelpacks in Freiburg und gegen Mainz. „Er ist lockerer geworden, weil seine Krankenakte nicht so dramatisch ist wie im Vorjahr“, freut sich der Trainer über den Lauf des Deutsch-Kambodschaners, der nach den Wünschen der Trierer möglichst anhalten soll.

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