Mit der Auswärtstaktik dem Heimfluch trotzen

Von Stephen Weber

Auf die Fans der Eintracht aus Trier wartet am Freitagabend das dritte Heimderby in Serie. Nach zuletzt schwachen Auftritten vor heimischer Kulisse gegen Koblenz und Elversberg hoffen sowohl die Verantwortlichen als auch die Anhänger auf eine gute Vorstellung der Schützlinge von Roland Seitz gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Anpfiff ist im Moselstadion um 19 Uhr.

Kehrt nach seiner Gelbsperre zurück: Alon Abelski Foto: Anna Lena Grasmück

„Es wäre nach den beiden Auswärtssiegen schön, wenn wir es schaffen würden, an diese Leistung anzuknüpfen“, leitete SVE-Trainer Roland Seitz die Pressekonferenz anlässlich des anstehenden Spieltages ein. Gegen die Gäste aus Kaiserslautern wartet auf den Teamchef zwar eine brisante, aber dennoch lösbare Aufgabe. Der Fußballclub aus der Pfalz positioniert sich mit derzeit 16 Punkten und dem 10. Rang als tabellarischer Nachbar der Moselstädter in der Regionalliga Südwest – mit leicht nach unten zeigender Formkurve. So gelang es den Roten Teufel nicht, bei einer ihrer zurückliegenden vier Partien einen Dreier zu bejubeln. Lediglich beim 2:2 am vergangenen Wochenende gegen Hoffenheim II konnte die Elf von Guido Hoffmann einen Achtungserfolg erzielen. Trotzdem weiß der SVE-Coach über die Stärken des Kontrahenten Bescheid: „Kaiserslautern ist die einzige Mannschaft, die in dieser Saison Elversberg schlagen konnte. Das alleine spricht schon für sich.“

Dünne Personaldecke unter der Woche

Sein Einsatz ist noch ungewiss: Fouad Brighache. Foto: Anna Lena Grasmück

Entgegen der verheißungsvollen Ausgangslage gibt es zurzeit auch einige Baustellen im Trierer Mannschaftsgefüge, die Falten auf der Seitz’schen Stirn entfachen: „Wie schon im Zeitraum davor ist unsere Personaldecke in der Trainingswoche sehr dünn besetzt. Pagenburg (Reizung der Patellasehne Anm. d. Red.), Brighache und di Gregorio (beide mit Wadenproblemen) konnten die ganze Woche nicht trainieren, hinter ihnen steht noch ein großes Fragezeichen. Definitiv ausfallen werden Klinger und Anton.“ Dafür kehren im Vergleich zur Vorwoche Torge Hollmann und Alon Abelski in den Kreis des Kaders zurück. Eine weitere Baustelle, die tunlichst behoben werden soll, ist die aktuelle Heimschwäche der Eintracht. In der hiesigen Spielzeit konnte der Regionalligist nur eine seiner fünf Begegnungen vor heimischer Kulisse siegreich gestalten. Zu wenig für die hohen Ansprüche des Umfelds des Vereins.

Damit dieser Negativtrend behoben wird, will der Trainer an der Siegertaktik der vergangenen zwei Wochen festhalten: „Das 4-2-3-1-System wird beibehalten, auch wenn wir die Gefahr laufen, dass es für ein Heimspiel zu defensiv ist. Trotzdem werden wir erst einmal ohne Rücksicht tief stehen.“ Dabei baut er wieder auf den vielgelobten Maximilian Watzka, dem eine zentrale Rolle im neuen Doppelsechs-Verbund zukommt: „Max ist läuferisch stark und hat durch seine Erfahrung die nötige Technik und Ruhe. Allerdings braucht er auch immer jemanden, der ihm den Rücken freihält.“ Bei einer Angelegenheit drückt der Coach dem Leipziger ganz besonders die Daumen: „Nach den zwei Aluminiumtreffern in den letzten zwei Spielen würde ich ihm wirklich ein Tor gönnen.“

„Mir haben alle gefallen“

Generell möchte der Oberpfälzer jedoch gegenwärtig keinen seiner Spieler gesondert hervorheben. Auf Nachfrage antwortete er lediglich: „Mir haben alle gefallen in den letzten beiden Begegnungen. Ausnahmslos.“ So bleibt zu hoffen, dass es seine Schützlinge am Freitag gegen den Nachwuchs vom Betzenberg vermögen, ihr Leistungspotential erneut vollends abzurufen. Der Trainer selbst hat zumindest den nötigen Respekt vor der anstehenden Aufgabe: „Kaiserslautern steht sehr diszipliniert in der Defensive, kann aber auch ordentlich Betrieb über die Außen machen. Da man nie weiß, mit welcher Aufstellung sie agieren, ist die Mannschaft ist ähnlich wie Mainz oder Frankfurt eine wahre Wundertüte. Wir werden sehen, was das Wochenende bringt.“

+++Eintracht in Kürze+++

Aktionstage gegen Rassismus und Diskriminierung mit Vorträgen und Ausstellung – Unter dem Motto „Fußball für ein buntes Miteinander – Aktionstage gegen Rassismus und Diskriminierung“ hat die Landesleitstelle Kriminalprävention verschiedene Vereine in Rheinland-Pfalz aufgerufen, durch verschiedene Aktionen für mehr Toleranz und Zivilcourage zu werben. Auch Eintracht Trier kommt diesem Aufruf nach. Gemeinsam mit dem Fanprojekt Trier und dem Supporters Club Trier 2001 wird die Wanderausstellung „Tatort Stadion 2“ im Moselstadion vom 29. Oktober bis 3. November im Vereinsheim „Null Fünf“ präsentiert. Als Rahmenprogramm konnten mit Jonas Gabler (29.10.) und Ronny Blaschke (8.11.) zwei bekannte Experten für Vortragsabende gewonnen werden. Weitere Aktionen folgen im Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846. Ein ausführlicher Bericht mit Hintergründen und Stimmen zu den Aktionstagen erscheint am Montag auf 5vier.

SVE sucht Scouts für den Nachwuchsbereich – Der SV Eintracht Trier 05 will sein Scouting ausweiten und setzt in der Region auf die Unterstützung und Mithilfe von Kennern der Szenerie, die möglichst selbst einmal (überkreislich) aktiv waren oder ehemaliger oder noch aktiver Trainer sind. Die Scouts sollten ein Spiel lesen und die individuellen Stärken und Schwächen der Spieler beurteilen können. Kontakt per Mail: budzisch@eintracht-trier.com.

+++Gewinnspiel+++

Tickets gewinnen für das Kaiserslautern-Heimspiel – 5vier verlost für das Heimspiel von Eintracht Trier gegen den 1. FC Kaiserslautern II am Freitag, 19. Oktober (19 Uhr) wieder VIP-, Sitz- und Stehplatzkarten. Hier geht es zum Gewinnspiel.

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