Eintracht Trier: Mit mehr Konkurrenzkampf gegen Verl

Nach 13 Tagen Pause geht es für die Eintracht weiter im Liga-Betrieb. Trainer Seitz freut sich über ein großes Angebot im Kader. So soll gegen den SC Verl am Freitag im Moselstadion (19 Uhr) die Heimbilanz aufpoliert werden.

Roland Seitz ruft den Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen aus.

Roland Seitz hat sich eine Checkliste erstellt, die er am länderspielfreien Wochenende zufrieden abgehakt hat. “Wir haben zuletzt kaum Chancen zugelassen, drei Spiele in Folge gar kein Tor kassiert und besseren Fußball gespielt”, sagt der Trainer von Eintracht Trier. Doch in seinem Wunschzettel stehen noch weitere Einträge. „Wir wollen die Heimbilanz aufpolieren und wieder effektiver im Abschluss werden.“ Dazu haben die Moselstädter am Freitag die Gelegenheit, wenn sie um 19 Uhr den SC Verl empfangen.

Nach dem länderspielfreien Wochenende sprüht der Eintracht-Trainer wieder vor Tatendrang, weil sich die personelle Lage deutlich entspannt hat. Bis auf Kapitän Torge Hollmann, der wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, konnten alle angeschlagenen Spieler die letzten Einheiten mit der Mannschaft absolvieren. “Wir können wieder aus dem Vollen schöpfen”, freut sich Seitz. Und nachdem der Kader mit der Verpflichtung von Marc Gouiffe à Goufan weiter gewachsen ist, bedeutet das vor allem Konkurrenzkampf. “Den Jungs fehlte in dieser Saison der letzte Schuss an Eigenantrieb. Das Angebot kann nur gut tun. Wer spielt, entscheidet dann die Leistung auf dem Platz.”

Die Blockade soll verschwinden

Der Hoffnungsträger im Strafraum: Ahmet Kulabas.

Im Duell gegen Verl will der Trainer an die starken ersten 45 Minuten in Koblenz anknüpfen, in denen die Eintracht mit schnellen Kombinationen überzeugte. Das 4-1-4-1-System hat für ihn so weiter Zukunft. “Wir sind damit in der Defensive noch besser, haben im Mittelfeld mehr Anspielstationen. Wir müssen nun noch daran arbeiten, mehr Tore zu schießen.” Die Blockade soll gegen Verl verschwinden. Ahmet Kulabas bleibt dabei der Hoffnungsträger im Sturm. Im letzten Trainingsspiel zeigte sich der Angreifer treffsicher, nun will er auch im Ernstfall nachlegen. Dafür steht Wojciech Pollok weiter hinten an und muss sich über die Joker-Rolle empfehlen: “Vielleicht setzt sich Wojciech zu stark unter Druck, weil er spielen will“, glaubt Seitz. „Positiv ist aber, dass er immer seine Chancen hat. Der Knoten wird noch platzen.”

Chhunly Pagenburg überzeugte gegen Wehen auf der linken Außenbahn.

Für mehr Sturm-und-Drang könnte auch Chhunly Pagenburg sorgen, der im Testspiel gegen Wehen auf der linken Außenbahn zum Einsatz kam und sich um den Posten mit Holger Knartz streitet, der in der Rückwärtsbewegung stärker ist. “Chhunly hat seine Sache ordentlich gemacht und die Rolle auf dem Flügel schon bei 1860 München und Nürnberg lange Jahre gespielt”, betont der Trainer. Offen ist auch, ob Martin Hauswald nach enttäuschenden Auftritten seine Chance bekommt. Der Trainer nimmt den Routinier in Schutz: “Er hat in den letzten Tagen viel Engagement im Training gezeigt. Für die Tribüne haben wir ihn nicht geholt.”

Allerdings warnt der Trainer vor Verl, das erst am Freitag die Busreise nach Trier antritt. “Das ist eine groß gewachsene Mannschaft, die tief steht, mit starken Spielern gespickt ist und seit Jahren über Physis und Charakter ihre Leistung bringt”,meint Seitz. Um den Sieg einzufahren, sollten da schon die nächsten Einträge des Wunschzettels beherzigt werden. “Wir müssen Geduld haben und Druck ausüben.“

++++++Eintracht in Kürze+++++++

Park-Situation bleibt offen – Ungeklärt bleibt auch beim Heimspiel am Freitag die Parksituation am Moselstadion. So drohen parkenden Fans entlang des Radweges an der Zurmaiener Straße weiterhin Strafzettel. Erst in der nächsten Woche, wenn Oberbürgermeister Klaus Jensen aus dem Ausland zurück ist, wird eine Entscheidung erwartet. “Ich verstehe nicht, warum aus einer solchen Kleinigkeit ein Politikum gemacht wird”, sagt Vorstandsmitglied Harry Thiele und hofft nach der Entscheidung des Stadtrats vor zwei Wochen weiterhin auf die zeitlich begrenzte Erlaubnis, den Radweg während Heimspielen als Parkfläche freizugeben. “Ich kann den Ärger der Eintracht nachvollziehen, allerdings gibt es auch gute Gründe dafür, dass der Beschluss des Stadtrats rechtlich nicht bindend ist”, meint Dieter Jacobs, Mitarbeiter des Presseamtes der Stadt Trier. Fred Thömmes, der mit der Initiative “Pro Parken am Moselstadion” über 2300 Unterschriften sammelte, will nun in Gesprächen mit Politikern weiter werben, damit der Beschluss des Stadtrats auch politisch durchgesetzt wird. “Da habe ich mich reingebissen, ich bleibe weiter am Ball“, verspricht er.

Prominenter Schiedsrichter – Ansonsten ist Knut Kircher auf den Bühnen des Weltfußballs zu Hause. Am Freitag pfeift der FIFA-Schiedsrichter im Moselstadion das Regionalliga-Spiel von Eintracht Trier gegen den SC Verl. Der 42-Jährige aus Rottenburg (Württemberg) pfiff bislang bei 166 Partien in der Bundesliga. Auch beim jüngsten 1:2 des Hamburger SV gegen Schalke 04, wo Eintracht-Trainer Roland Seitz auf der Tribüne saß, war Kircher der Referee. 2008 leitete der dreifache Familienvater das DFB-Pokal-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (1:2 n.V.).

“Goofy” braucht noch Zeit – Neuzugang Marc Gouiffe à Goufan braucht noch Zeit. Gegen Verl wird er voraussichtlich im Kader stehen, zur Anfangsformation fehlen ihm aber wohl noch einige Prozente, so Trainer Seitz. “Er hat aber auch schon zwei Monate im Trainingsbetrieb von Paderborn mitgemacht und ein Testspiel absolviert”, gibt sich der Trainer zuversichtlich, dass der Mittelfeldspieler schnell aufholt.

Starke Ausdauerwerte – In der länderspielfreien Pause feilte die Eintracht an der Fitness. Die fünf Spieler, die später zur Mannschaft stießen, absolvierten einen Laktattest. Mit den Ergebnissen war Seitz einverstanden: “Das war alles sehr gut”, befand er die Werte von Martin Hauswald, Wojciech Pollok, Oliver Stang, Denny Herzig und Alon Abelski.

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Kommentare (2)

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  1. sve-torsten sagt:

    Meine Meinung: Wer Eintracht Trier gucken gehen möchte und auch wirklich am Verein hängt, geht auch dann gucken, wenn ein paar Schritte mehr bis ins Stadion absolviert werden müssen.

    Zum Spiel: Freue mich auf heute. Schönes Wetter, etwas kalter Ostwind. Das passt 🙂

  2. Benni sagt:

    Bin mal sehr gespannt auf heute Abend!
    Knapp zwei Wochen ohne (Eintracht-)Fußball sind zu lange – gerade auch, weil dieser Artikel einem Appetit auf das Flutlichtspiel im Moselstadion heute Abend macht… egal, ob mit oder ohne Parkplatz! 😉

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