Nach Wiedersehen mit Cozza ins Trainingslager

Mit Viktoria Köln trifft Eintracht Trier am Dienstag in Konz-Niedermennig (18.30 Uhr) auf einen Titelkandidaten der Regionalliga West und einen Ex-Trierer. Am Mittwoch reist der SVE ins Trainingslager nach Reutlingen.

Cataldo Cozza war in der vergangenen Saison noch für Trier am Ball. Dienstag trifft er mit Viktoria Köln auf seinen Ex-Klub. Foto: Anna Lena Grasmück

Wenn in den nächsten Tagen und Wochen die Fußball-Sonderhefte zur Saison 2012/13 in den Zeitschriftenläden erscheinen, wird Eintracht Trier bei der Ligeneinteilung nicht mehr in der Regionalliga West auftauchen. Die A1 in Nordrhein-Westfalen hat der Traditionsverein von der Mosel verlassen, die neuen Ziele im Südwesten heißen Mannheim, Kassel und Freiburg. In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit bleibt die Eintracht aber den alten Ligarivalen treu. Nach Testspielen gegen den Wuppertaler SV (1:2) und den 1. FC Köln II (3:2) trifft die Mannschaft von Roland Seitz am Dienstag in Konz-Niedermennig auf den Aufsteiger Viktoria Köln (18.30 Uhr). Ein Wiedersehen gibt es dabei mit Cataldo Cozza, dem Cousin des ehemaligen italienischen Nationalspielers und Terriers Gennaro Gattuso. Der Rechtsverteidiger war überraschend in die Domstadt gewechselt, obwohl er sich mit Trier schon nahezu einig war in Sachen Vertragsverlängerung. Von den Feldspielern verbuchte Cozza in der Saison 2011/12 mit 2935 Minuten die längste Einsatzzeit aller Feldspieler. In der umgebauten Mannschaft soll ihn Fouad Brighache ersetzen, den es vom Drittligisten SV Darmstadt 98 nach Trier zog.

Cozza will hingegen bei Viktoria Köln glücklich werden, das Experten bereits jetzt als heißer Titelkandidat für die Regionalliga West gilt, in der sich mit Vereinen wie Lotte, Oberhausen, Wuppertal, Fortuna Köln, Essen, Siegen, Mönchengladbach II und Schalke II ein Hauen und Stechen an der Spitze ankündigt. Ein Argument für Viktoria Köln sind ohne Zweifel die finanziellen Mittel. Präsident Franz-Josef Wernze soll nach Schätzungen ein Vermögen von mehreren hundert Millionen Euro besitzen, als privater Investor half er dem 1. FC Köln bei der Rückkehr von Lukas Podolski vom FC Bayern.

Die Pläne bei Viktoria sind offenbar groß: Mike Wunderlich spielt als Regisseur bei Viktoria, nach einem Erschöpfungssyndrom in seiner Zeit beim FSV Frankfurt zog es den Spielmacher nach Köln, wo er auch zukünftig spielen soll.  Mit Alexander Voigt wurde ein früherer Bundesliga-Verteidiger verpflichet, Christian Schlösser (Lotte) und Aziz Bouhaddouz (SV Wehen-Wiesbaden) sind weitere Stars für Regionalliga-Verhältnisse.  Dazu soll das Stadion Höhenberg für rund 1,5 Millionen Euro zweitligatauglich umgebaut werden. Zuletzt gab es in den Testspielen einen überraschenden 3:1-Sieg gegen den Zweitligisten Erzgebirge Aue.

Für Eintracht Trier ist der Test eine letzte Generalprobe, ehe es von Mittwoch bis Sonntag ins Trainingslager nach Reutlingen geht. „Viel, viel Taktik“ stehe dann auf dem Programm, so Trainer Roland Seitz, der in den Tagen auch den mannschaftsinternen Zusammenhalt weiter festigen will. Möglicherweise wird gegen Viktoria Köln auch von den Systemen weiter getestet. In der Vorbereitung wurde auch mangels Alternativen im Angriff zumeist auf das 4-1-4-1 gesetzt, das sich bewährte. Und wenn ein System funktioniert, stellt der Pragmatiker Seitz nicht gerne um. Doch der Fußballlehrer will sich nach der Verpflichtung von Markus Fuchs auch der Variante mit zwei Stürmern nicht verschließen. „Wichtig ist, dass wir variabel bleiben.“

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