Eintracht Trier: “Nichts herschenken” – Gewinnen gegen Bochum II

Von der Eintracht berichten
Andreas Maldener und Anna Lena Bauer (Fotos)

Flutlichtspiel für Fußball-Regionalligist Eintracht Trier. Am Freitagabend um 19 Uhr trifft das Team von Trainer Roland Seitz im Moselstadion auf den VfL Bochum II. Nach dem 2:2-Unentschieden beim FC Schalke 04 II hofft der Trainer, mit einer ansprechenden Leistung ähnlich wie in den letzten Heimspielen für einen Erfolg zu sorgen, um dann weiter auf einem Aussetzer der Konkurrenz zu warten. „Aber wir treffen auf eine spielstarke junge Mannschaft, die auswärts mehr Punkte erzielt hat als zu Hause“, warnt der Trainer.

Beim Flutlichtspiel gegen den FC Schalke 04 II aus der Hinrunde bejubelten die Spieler den 1:0-Siegtreffer.

Exakt zwei Monate zurück liegt das letzte Heimspiel an einem Freitagabend für Fußball-Regionalligist Eintracht Trier. Damals, am 8. Februar, siegte die Mannschaft von Trainer Roland Seitz gegen den SC Verl mit 1:0. Thomas Kraus brachte die Moselaner in der 72. Minute in Führung. An diesem Freitagabend bekommt der SVE um 19 Uhr im Moselstadion die nächste Chance, gegen die zweite Mannschaft des VfL Bochum II in einem Flutlichtspiel vor heimischem Publikum die Oberhand zu behalten.

Nicht abschenken, sonder von Spiel zu Spiel denken, lautet derzeit die Devise von Roland Seitz.

„Ich gehe davon aus, dass wir gegen Bochum II gewinnen werden, vor allem wollen wir aber an die Leistungen der letzten Heimspiele anknüpfen, anders als gegen Lotte aber in Führung gehen“, beschreibt Trainer Seitz die Marschrichtung für die Partie. Dem 1:1-Unentschieden am vergangenen Sonntag beim FC Schalke 04 II, das für Spieler, Trainerstab und auch für die Fans ob der spielerischen Überlegenheit eher wie ein zweifacher Punktverlust wirkte, misst der Oberpfälzer keine allzu große Bedeutung zu:“Die Jungs lachen auch weiter im Training und haben Spaß, ich merke nicht, dass sie in ein Loch gefallen sind.“ Unter der Woche habe man sich als Ziel gesetzt, die eigenen Spiele von Woche zu Woche zu gewinnen und dann zu schauen, ob die Konkurrenz hat federn lassen. „Wir sollten acht Spieltage vor Schluss nichts abschenken, sondern auf unsere Chance hoffen, obwohl es mittlerweile nicht mehr in unseren Händen liegt“, analysiert der Trainer die aktuelle Tabellensituation. Durch den 2:1-Auswärtssieg von Tabellenführer Preußen Münster beim kommenden Eintracht-Gegner VfL Bochum II und dem Unentschieden des SVE gegen die „kleinen Knappen“ beträgt der Rückstand mittlerweile sieben Punkte. Deswegen bleibt der Eintracht nichts anderes mehr, als die eigenen acht noch auszutragenden Spiele zu gewinnen und auf Ausrutscher der Preußen zu hoffen, die ebenfalls am Freitag zu Hause auf den SC Wiedenbrück treffen.

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag wollte sich Trainer Seitz im Bezug auf das Spiel gegen die Zweitvertretung des VfL Bochum in taktischer wie in personeller Hinsicht noch nicht festlegen. Neben dem 4-2-3-1-System mit Lukas Mössner als einziger Spitze („Das hat gegen Schalke über weite Strecken gut geklappt, wir konnten die Räume eng machen.“), mit dem die Eintracht am vergangenen Wochenende in der Mondpalast-Arena begann, scheint auch eine Rückkehr zum 4-4-2-System wahrscheinlich. Eine Änderung steht indes schon fest: Torge Hollmann kassierte am letzten Spieltag seine fünfte gelbe Karte und muss deswegen gegen Bochum pausieren. „Für ihn wird Fabian Zittlau in der Innenverteidigung spielen“, sagt Seitz.

Wer auf der rechten Außenbahn zum Zug kommen wird, ist jedoch noch völlig offen. Einerseits ist diese Entscheidung abhängig vom gespielten System, andererseits überlegt Seitz, ob er dem bisherigen Rechtsaußen Thomas Kraus eine Pause geben soll und stattdessen Olivier Mvondo eine Chance bekommt. „Olli hat in seinen Kurzeinsätzen ein gutes Bild abgegeben, auch er hätte einen Einsatz von Beginn an verdient“, meint Seitz. Beinahe sicher würde der Kameruner spielen, wenn Seitz sich für das angestammte 4-4-2 entscheidet. Dann dürfte Thomas Kraus neben Lukas Mössner als Stürmer auflaufen, Mvondo die rechte Seite beackern. „Wenn der Trainer aber das System der letzten Spiele nicht ändern will, kann es sein, dass Thomas dennoch rausrutscht“, legt Seitz seine eigenen Gedanken offen, was eine Chance von Mvondo auf einen Einsatz von Beginn an erhöht. Thomas Kempny ist unteredessen immer noch keine Alternative, nach einem Schlag auf die Wade wird er eventuell auch nicht für einen Einsatz in der U23 des SVE zur Verfügung stehen.

Er könnte von Beginn an wirbeln: Olivier Mvondo.

Ein Spiel von Beginn an für Stürmer Tim Eckstein hält der 46-jährige Oberpfälzer jedoch für unrealistisch:“Sein Gesamtpaket gibt es derzeit nicht her, in die Stammformation zu rutschen.“ Ob diese Tatsache mit der derzeitigen Schwebeposition des Stürmertalents zusammenhängt, ist nicht bewiesen. In einem Gespräch Anfang Februar diesen Jahres einigten sich Vereinsvertreter sowie Tim Eckstein und dessen Berater darauf, dass der Berater des Stürmers bis Ende März erneut auf den Verein zukommen sollte, sofern Interesse an einer Verlängerung des Kontrakts bestehe. Doch bis dato hat ein solches Treffen nicht stattgefunden. „Fest steht, dass ich ihn gerne behalten würde, aber nicht weiß, welche Ziele er und sein Berater verfolgen.“

Ebenfalls keine neuen Meldungen gibt es von weiteren möglichen Vertragsverlängerungen, zum Beispiel mit Leistungsträgern wie Cataldo Cozza, Alban Meha oder auch Neuzugang Fahrudin Kuduzovic. „Das liegt daran, dass das gestandene Stammspieler sind und die finanziellen Möglichkeiten derzeit noch auseinander gehen“, meint Seitz. Darüber hinaus habe er auch Verständnis dafür, dass sich diese Spieler alle Möglichkeiten offen hielten, vor allem wenn sie die Chance auf Angebote aus der 3. Liga und damit bessere sportliche und vor allem finanzielle Möglichkeiten hätten. Besonders Alban Meha scheint derzeit bereits einige Interessenten aus der 3. Liga um sich zu scharen, das habe Mehas Berater durchscheinen lassen. „Wir haben eben nicht das Budget wie Münster oder Lotte, deswegen müssen wir zuerst sportliche und dann noch finanzielle Gespräche führen“, meint Seitz, der jedoch zufrieden ist, dass er bisher bereits mit acht Spielern eine Vertragsverlängerung erzielen konnte.

Doch Vertragsverhandlungen hin oder her, am Freitagabend wartet auf Eintracht Trier ein weiteres von nunmehr acht Endspielen, in denen man nur von Spiel zu Spiel denken darf, um bei einem Ausrutscher der Konkurrenz vielleicht am Ende doch noch der lachende Dritte zu sein. Spätestens dann hätten sich wohl viele der Verhandlungen sowieso erübrigt.

Mögliche Aufstellungen:

4-2-3-1: Poggenborg – Drescher, Zittlau, Cinar, Cozza – Kohler, Kuduzovic, Saccone, Meha, Kraus (Mvondo?) – Mössner
4-4-2: Poggenborg – Drescher, Zittlau, Cinar, Cozza – Kohler, Meha, Mvondo, Kuduzovic – Kraus, Mössner

Catering in Eigenregie

Nachdem der bisherige Caterer dem SV Eintracht Trier 05 kurz vor dem jüngsten Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte (1:1) per Mail abgesagt und so den Verein im Stich gelassen hatte, wird der SVE die Versorgung der Stadionbesucher mit Essen und Trinken nun bis Saisonende komplett in Eigenregie durchführen. „Unseren Zuschauern wird es an nichts fehlen. Wir haben zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus unserem Umfeld rekrutieren können, die gerne bereit sind, mit an zu packen“, erklärt Eintracht-Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs.

Wie gehabt werden auch am morgigen Freitag rund ums Heimspiel gegen den VfL Bochum II die Imbissstände in der Ostkurve, im Haupteingangsbereich und in Tribünennähe (Steinhaus) geöffnet sein. Lieferanten der Waren werden Firmen sein, die mit ihren Namen für langjährige Qualität stehen: Die Wurst kommt von der Fleischerei Martin, die Backwaren von der Biebelhausener Mühle und die Getränke vom Bierverlag Kessler. Wie das Stadion-Catering über die Saison hinaus geregelt wird, steht nach Angaben von Geschäftstellenleiter Jacobs derzeit noch nicht fest.

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Kommentare (1)

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  1. Werde dabei sein sagt:

    Auf gehts Leute, kommt heute alle zur Eintracht! Wetter ist gut,es gibt ein Flutlichtspiel, die Eintracht spielt guten Fußball, die „Stadionwurst“ kommt von einer anständigen Metzgerei. Was will man mehr!

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