Eintracht Trier: Ohne Anton gegen die „Wundertüte“ aus dem Kraichgau

Eintracht Trier erwartet am Freitag 1899 Hoffenheim II (19 Uhr) - Christoph Anton fällt mit Mittelhandbruch aus

Von Florian Schlecht

Fußball-Regionalligist Eintracht Trier schließt die beiden „Englischen Wochen“ hintereinander am Freitag mit dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim II ab (19 Uhr). Ausfallen wird Christoph Anton: Der Mittelfeldspieler zog sich beim 0:0 in Worms einen Mittelhandbruch zu.

Eintracht Trier - FC Bayern Alzenau

Christoph Anton fehlt gegen Hoffenheim II wegen eines Mittelhandbruchs.

Ohne Christoph Anton geht Eintracht Trier in das Heimspiel gegen die „Wundertüte“ von 1899 Hoffenheim II (Freitag, 19 Uhr). Der Offensivspieler zog sich nach einem Zusammenprall beim 0:0 in Worms einen Mittelhandbruch zu und wird der Mannschaft ungefähr drei Wochen fehlen. „Wahrscheinlich werde ich noch nicht einmal ins Stadion dürfen, weil ich um 7 Uhr operiert werde und voraussichtlich die Nacht über zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben muss“, so der 22-Jährige traurig. „Trotzdem hoffe ich, dass ich die Jungs doch irgendwie vor Ort unterstützen darf.“

Wer den Flügelspieler ersetzen wird, ließ Trainer Roland Seitz offen. Drei Kandidaten stehen ihm zur Verfügung: Lars Bender, der beim 1:1 in Neckarelz traf, ansonsten aber bislang kaum Akzente bei seinen Einsätzen setzen konnte. Moussa Touré, der seine Schnelligkeit schon unter Beweis stellte, bislang aber nicht effektiv genug war. Und Fahrudin Kuduzovic, bei dem die geringen Spielanteile in dieser Saison kaum zu einer Beurteilung seines derzeitigen Leistungsvermögens ausreichen. Dazu wird es eine weitere Veränderung geben: Christoph Buchner meldet sich nach einem Pferdekuss im Oberschenkel wieder fit. Er wird voraussichtlich in die Innenverteidigung rücken – und Steven Kröner für Christopher Spang zurück ins defensive Mittelfeld.

„Wettbewerbsverzerrung? Das interessiert die Verbände nicht.“

Zweibruecken - Eintracht Trier

Schimpft über Wettbewerbsverzerrung in den Regionalligen: Roland Seitz.

Ansonsten ist Seitz gespannt, mit welcher Aufstellung der Gegner aufwartet, wenn er ungefähr 45 Minuten vor dem Anpfiff den Spielberichtsbogen zu Gesicht bekommt. Denn Hoffenheim II reizte zuletzt die Möglichkeit aus, Verstärkungen aus der Bundesliga in der Regionalliga-Reserve einzusetzen. So wirkten beim 3:0-Sieg gegen die SpVgg. Neckarelz der U21-Nationalspieler Stefan Thesker und Sven Schipplock mit, der schon auf 52 Bundesligaspiele und acht Tore für die Profis kommt.

Seitz wittert Wettbewerbsverzerrung: „In der Nordost-Staffel wird an dem Länderspiel-Wochenende Pause gemacht, um der Geschichte aus dem Weg zu gehen, dass Hertha BSC und Energie Cottbus ihre U23-Teams mit Bundesligaspielern bestücken. Bei uns scheint das die Verbände nicht zu interessieren.“ Bereits in der Vergangenheit hat Trier unliebsame Erfahrungen mit Reservemannschaften gemacht, bei denen überraschend einige Stars von oben mitwirkten. „Gegen Düsseldorf II hatten wir das Kasperletheater zweimal, dass die gegen uns aufgestellt waren wie die Weltmeister. Hoffenheim ist eine Wundertüte, bei der man in einen Topf 20 Spieler reinwirft und elf rauszieht, die beginnen.“

Doch die Rotation hat Hoffenheim II bislang nicht wirklich geholfen. Vor dem Erfolg gegen Neckarelz hatte die Mannschaft in ihren fünf Spielen zuvor fünf Niederlagen kassiert. „Trotzdem wäre es der größte Fehler aller Beteiligten in Verbund mit Trainerteam, Spielern, Funktionären und Fans, den Gegner am Tabellenplatz zu messen. Die Aufstellung ist Spitzenklasse“, betont Seitz.

Hollmann und Konrad spielen für U23

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Torge Hollmann soll über die Rheinlandliga-Reserve Spielpraxis sammeln.

Allerdings wird auch Eintracht Trier am Wochenende von der Gelegenheit Gebrauch machen, Regionalliga-Spieler in der zweiten Mannschaft einzusetzen. Torge Hollmann und Thomas Konrad, die in Worms wieder im Kader standen, werden am Sonntag gegen die TuS Koblenz II in der Rheinlandliga aushelfen. Nach monatelangen Verletzungen soll das Innenverteidiger-Duo wieder Spielpraxis sammeln und sich schrittweise an das alte Niveau herantasten. Für die Anfangself gegen Hoffenheim kommen sie noch nicht in Frage. Zum Abschluss von zwei „Englischen Wochen“ meint Seitz vor dem Heimspiel: „Ich hoffe, wir sind vom Kopf und vom Körper her in der Verfassung, konkurrenzfähig zu sein.“

+++Eintracht in Kürze+++

Im Pokal nach Körperich – In der zweiten Runde des Rheinlandpokals reist Eintracht Trier zum A-Ligisten SG Körperich. Das Spiel soll in Nusbaum ausgetragen werden. Beide Vereine haben sich bereits auf den 25. September als Termin geeinigt – der Verband muss noch zustimmen. Trier, das Titelverteidiger des Cups ist, hatte in der ersten Runde ein Freilos.

Heinz zurück im Kader – Kevin Heinz wird nach einer Sprunggelenksverletzung in den Kader zum Hoffenheim-Spiel zurückkehren. Für ihn dürfte entweder Thomas Konrad oder Torge Hollmann auf der Tribüne sitzen.

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Kommentare (2)

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  1. Spielplan sagt:

    Das könnte man ganz einfach lösen, in dem an den jeweiligen Spieltagen einfach die u23 Teams gegeneinander spielen, es gibt ja genug in der Südwest Staffel

  2. SVE Fan sagt:

    Bei den Hoffenheimer Profis handelt es sich aber nicht um Rekonvaleszenten wie Hollmann und Konrad. Das ist schon ein Unterschied wie ich finde.

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