Eintracht Trier reist zu Wormatia Worms

Trainer Peter Rubeck: „Wir müssen alles abrufen“

Zum Nachdenken, Trauern und Verarbeiten bleibt nur wenig Zeit: so bitter die 1-2 Niederlage durch ein Eigentor in der letzten Minute gegen die U23 des VfB Stuttgart auch war der nächste Gegner wartet bereits in Gestalt von Wormatia Worms. Heute um 19 Uhr tritt Eintracht Trier in der Nibelungenstadt an und hofft auf den ersten Auswärtserfolg der Saison. (Hier die komplette Stellungnahme des SV Eintracht Trier 05)

„So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere als Trainer noch nicht erlebt: wir kassieren jeweils ein Gegentor pro Halbzeit so knapp vor Abpfiff, dass der Schiedsrichter noch nicht einmal mehr anpfeift“

– Sagte unser Trainer Peter Rubeck nach der unglücklichen Niederlage gegen den VfB Stuttgart II am vergangenen Samstag sowohl in der anschließenden Pressekonferenz als auch im Interview mit SVE-TV. Nicht nur bei ihm, dem sonst eigentlich nie um Worte verlegenen 54-Jährigen, stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben: Spieler und Fans waren fassungslos, was sie da insbesondere in der Nachspielzeit gesehen hatten.

Aber es hilft ja nichts: der enge Spielplan in dieser Saison der Regionalliga Südwest sieht aktuell nur wenig Atempausen vor, und das ist auch das, was Peter Rubeck als Positives aus der 1:2-Heimniederlage gegen die Schwaben zog:

„Das Gute ist, dass wir keine Zeit haben, dem hinterher zu trauern, denn wir müssen uns bereits einen Tag nach dem Spiel regenerieren und unmittelbar danach mit dem nächsten Gegner beschäftigen, ohne dass ich meinen Jungs auch nur einen Tag freigeben kann.“

Und der heißt in diesem Fall Wormatia Worms.

„Das ist eine Mannschaft, die sich gegenüber der abgelaufenen Saison bis auf zwei bis drei Positionen personell nicht geändert hat und daher eingespielt ist“, so Peter Rubeck.

Sein Team, das weiterhin auf den ersten Auswärtssieg in dieser Saison wartet, kämpft unterdessen wieder mit Verletzungspech. „Kapitän Michael Dingels hat am Samstag nahezu das komplette Spiel mit einer Fußprellung und erheblichen Schmerzen absolviert.“ Sein Einsatz sowie der von Verteidiger Simon Maurer werden sich erst am Dienstag entscheiden. Dies gilt auch für Alexander Dartsch, der laut Rubeck gegen Worms auflaufen sollte, aber im Training umgeknickt ist. Weitere Fragezeichen stehen noch hinter Robin Garnier und Danilo Dittrich.

„Ich bin mir natürlich der aktuellen Situation und der Tabellenplatzierung bewusst, und weiß, dass wir jetzt alles abrufen müssen – egal, gegen wen es geht. Und deshalb ist gerade jetzt der Zusammenhalt auf und neben dem Platz oberstes Gebot.“

Wormatia Worms, das am vergangenen Wochenende spielfrei hatte, ist mit einer nahezu ausgeglichenen Bilanz in die aktuelle Saison gestartet: Von acht Spielen gewann und verlor das Team von Trainer Steven Jones jeweils drei Begegnungen, zweimal hieß es am Ende Remis. Mit bislang acht Gegentreffern zählt die Wormatia-Defensive zu den besseren Mannschaften in der Regionalliga Südwest und steht aktuell auf dem achten Tabellenplatz.

In der abgelaufenen Saison konnten sowohl die Eintracht als auch die Wormser ihre Spiele jeweils auf gegnerischem Platz gewinnen: in der Hinrunde waren die Moselaner am 31. Oktober 2015 mit 2:0 am Rhein erfolgreich, die Nibelungenstädter revanchierten sich in der Rückrunde am 10. Mai 2016 mit einem 2:1 an der Mosel.

 

 

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