Eintracht Trier revanchiert sich mit 6:0

Beim sechsten Heimspiel wurden die Kickers Offenbach einfach überrollt

Die Strategie von Peter Rubeck scheint Erfolg zu haben: Ich mache den Gegner groß, so dass meine eigene Mannschaft noch größer wird. Jedenfalls am gestrigen Montag ab 20.57 Uhr wusste jeder im und um das Moselstadion, dass es einen großartigen Heimsieg der Eintracht zu feiern gibt.

Trier. Die Eintracht überrollte scheinbar spielend die so torstarken Kickers Offenbach mit einem klaren 6:0. Damit gewinnen die Trierer ihr zweites Heimspiel und zählen nach dem 12. Spieltag auf der Tabelle der Regionalliga Südwest zu den drei Topmannschaften.

Alexander Heinen als engagierter Koordinator der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Eintracht Trier hat uns folgenden Spielbericht zugesandt:

Der Knoten im heimischen Moselstadion ist endlich geplatzt: Gegen das Topteam und Vorjahresmeister Kickers Offenbach legte Eintracht Trier einen 6:0-Kantersieg hin. Damit ballerte sich die Eintracht-Offensive den Frust von der Seele. In den vergangenen Spielen hatte die Elf von Trainer Peter Rubeck Probleme mit der Chancenverwertung und wurde dafür kritisiert. Davon war gegen den OFC nichts zu sehen. Mit dem Sieg rückte der SVE auf den dritten Tabellenplatz vor. „Wir haben das Spiel von Anfang an beherrscht. Später haben wir uns in einen Rausch gespielt. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie die Sache gemeistert hat“, lobte Trainer Peter Rubeck seine Schützlinge.

In der Startelf sorgte der Übungsleiter für zwei faustdicke Überraschungen. Zum einem fand Christoph Buchner nach langer Verletzungspause den Weg zurück in die Startelf. Er begann als Linksverteidiger. Mario Müller rückte eine Position nach vorne ins linke Mittelfeld. Auf der rechten Seite fehlte Dennis Gerlinger, der durch Daniel Hammel ersetzt wurde. Für den Neuzugang aus Kaiserslautern war es das Startelfdebüt für die Eintracht. Benedikt Koep konnte nach der Tätlichkeit in Kassel wieder im Sturm auflaufen.

Das Spiel gegen den Vorjahresmeister begann zerfahren. Beide Mannschaften nutzten sich ab, ohne jedoch richtige Torchancen zu generieren. Allenfalls Halbchancen auf Seiten der Offenbacher sprangen heraus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde dann die Eintracht gefährlich. Und wie! In der 42. Minute kristallisierte sich die Nominierung von Christoph Buchner als goldrichtig heraus. Nach einer Flanke von Patrick Lienhard stieg der Abwehrspieler hoch und traf per Kopf zur Führung. Und nun blieb die Eintracht am Drücker. Benedikt Koep setzte zum Solo an, umkurvte zwei Offenbacher und fand Mario Müller. Sein Schuss konnte in höchster Not geblockt werden. Kurz darauf kam Christopher Spang an den Ball und probierte sich mit einem Distanzschuss, der jedoch mit der Hand eines Offenbachers im eigenen Strafraum abgeblockt wurde. Schiedsrichter Gaetano Falcicchio ließ zunächst Vorteil weiterlaufen, der dann zugunsten eines Handelfmeters für den SVE zurückgepfiffen wurde. Patrick Lienhard schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 2:0 (45.+1).

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff ging das Trierer Powerplay weiter. Alexis Theodosiadis rutschte am Ball vorbei. Daniel Hammel war zur Stelle und markierte das 3:0 (46.). Es war die zweite Umstellung in der Startelf von Trainer Peter Rubeck, die sich als goldrichtig herausstellen sollte. In der 60. Minute war die Eintracht wieder am Zug. Ein Angriff über die linke Seite, mit Christian Telch als Initiator, vollendete Benedikt Koep zum vierten Treffer der Eintracht.

Aber der Torhunger war immer noch nicht gestillt. Eine Ecke von Christopher Spang fand Torge Hollmann. Zack: 5:0 (76.)!  Von Offenbach kam in der zweiten Halbzeit wenig. Nur mit einer roten Karte gegen Martin Roeser machten die Hessen auf sich aufmerksam. Er hatte Christopher Spang rüde von den Beinen geholt. Das halbe Dutzend machte dann Robin Garnier voll (91.). Die Vorlage kam vom starken Christian Telch. Es war der Endstand bei einem furiosen Montagsspiel.

„Endlich haben wir unsere Torchancen genutzt“, freute sich Peter Rubeck. „Das 2:0 vor der Halbzeit hat uns sehr in die Karten gespielt. Schon davor haben wir das Spiel beherrscht. Nun darf sich die Mannschaft und das Trainerteam zwei Tage lang freuen. Danach müssen wir uns wieder intensiv auf die Partie in Freiburg vorbereiten. Ein 6:0 gibt auch nur drei Punkte. Es gibt keinen Grund, überheblich zu werden.“

Statistik:
Eintracht Trier: Keilmann – Hollmann, Dingels, Fiedler, Buchner (87.Bidon) – Hammel, Spang, Telch, Müller – Lienhard (90. Laux) – Koep (80. Garnier)

Kickers Offenbach: Endres (46. Sebald) – Korb (64. Maslanka), Franke, Maier, Theodisiadis – Roeser, Gjasula, Gebers, Dobros – Pintol – Yoa (46.Müller)
Tore: 1:0 (42.) Buchner, 2:0 (45+1) Lienhard, 3:0 (46.) Hammel, 4:0 (60.) Koep, 5:0 (76.) Spang, 6:0 (91.) Garnier

Schiedsrichter: Gaetano Falcichhio

Zuschauer: 3128

Besondere Vorkommnisse: rote Karte für Martin Roeser (72.)

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln