Eintracht Trier: Roland Seitz „Keine Schulterklopfer mehr!“

Genau eine Woche nach dem Pokal-Triumph gegen St.Pauli startet Eintracht Trier gegen den SC Wiedenbrück 2000 in die Regionalligasaison 2011/12. Trainer Roland Seitz warnt jedoch vor zu großer Euphorie.

An dieses Ergebnis möchte der SVE anknüpfen - Foto: Alexander Heinen

„Das wird ein Geduldsspiel“, mahnt Roland Seitz am Freitagmittag in der Pressekonferenz an. Er ist bemüht die hohe Erwartungshaltung zu dämpfen. „Wiedenbrück steht tief. Die haben hinten große Jungs, insgesamt sind sie sehr kompakt. Sie spielen sehr rustikal!“ Der Coach machte sich per TV ein Bild beim Pokalauftritt des Ligakonkurrenten gegen Köln.

Die Mannschaft beim Abschlusstraining - Foto: Alexander Heinen

Geduld heißt die oberste Maxime. Das erwartet der Trainer von seiner Mannschaft und vom Publikum. „ Die Jungs haben dem Pokalerfolg noch im Hinterkopf. Das muss man jetzt abhaken, mit 70-80% gewinnt man nicht gegen Wiedenbrück“, äußert sich Seitz und bescheinigt den Westfalen eine gute Entwicklung. Verzichten muss der Gegner, trainiert von Ex-Profi Thomas Stratos, derweil auf Torjäger Robert Mainka. Der Torschützenkönig der letzten Saison (18 Saisontore) fällt mit einer Schultergelenksprengung aus.

In der Startformation wird sich im Vergleich zum Pokalspiel nichts ändern, Roland Seitz vertraut seinen Pokalhelden und gibt sich trotz aller Euphorie siegssicher. Spielen wird Seitz im 4-4-1-1-System: „Wir werden das Systen gegen Wiedenbrück offensiver gestalten“, sagt Seitz und setzt dabei vor allem auf die offensive Vorstöße von „Sechser“ Jeremy Karikari. Hinter der einzigen Spitze Ahmet Kulabas soll wie schon gegen St.Pauli Farhudin „Faz“ Kuduzovic die Musik machen. Er hat die Freiheit sich oft in den Angriff einzuschalten, durch die Doppelsechs muss der Bosnier weniger Defensivarbeit verrichten.

Auf der Bank muss weiterhin Chhunly Pagenburg platz nehmen. Aufgrund seiner langen Verletzung ist sein physischer Zustand noch nicht bei 100 Prozent. Seitz attestiert ihm gute Ansätze, jedoch möchte der Coach das Risiko einer möglichen Muskelverletzung nicht eingehen. Neben ihm wird sich ein neues Gesicht auf der Ersatzbank einfinden: Rene Mohsmann wird der vierte vom DFB geforderte U23-Spieler neben Max Bachl-Staudinger, Fabian Zittlau und Holger Knartz sein.

Eintracht Trainer Roland Seitz vertraut auf die gleiche Startelf wie gegen St. Pauli.

Mit der Gesamtkonstelation der Liga ist Seitz zufrieden. Die Favoritenrolle hinter Lotte und Wuppertal schmeckt dem Oberpfälzer. Auch in Sachen Stürmersuche gibt sich Seitz gelassen: „Der Markt ist voll. Ich habe Spieler im Blick, nur warten diese immernoch auf Angebote aus der zweiten und dritten Liga. Wir bleiben geduldig.“ Überraschend abgereist ist inzwischen Serhat Akin. Der Deutsch-Türke befindet sich zurzeit auf den Weg in die Türkei um dort einen Vertrag bei einem türkischen Zweitligisten zu unterschreiben. Den Auftritt des ehemaligen Karlsruhers stuft Seitz als „unglücklich“ ein. „Das ist aber kein Beinbruch“, kommentiert er weiter.

Der SVE erhofft sich nach dem Pokalerfolg mehr Zuschauerresonanz und kalkuliert mit gut 2500 Zuschauern. Insbesondere der Verkauf der Dauerkarten zog diese Saison deutlich an. Im Anschluss der Partie wird im „NullFünf“ hinter der Haupttribüne die Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde übertragen. Im Rahmen der Sendung „Sky Samstag Live!“ (ab 20.15 Uhr) zieht Andreas Köpke den Gegner der Moselstädter. Trainerteam und Mannschaft werden ebenso wie ein Fernsehteam des SWR vor Ort sein.

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