Eintracht Trier: Saisonfinale in Pfullendorf

Von Stephen Weber

Am Samstag steigt für Eintracht Trier das letzte Punktspiel der Regionalliga-Saison 2012/13. Zu Gast beim SC Pfullendorf muss die Elf von Coach Roland Seitz ein letztes Mal vor dem wichtigen Rheinlandpokal-Finale ihr Können in der vierten Liga unter Beweis stellen. Anstoß ist in der Geberit-Arena um 14 Uhr.

Rheinlandpokal: Eintracht - Rossbach

Das letzte Punktspiel für Trainer Roland Seitz und seine Spieler in dieser Saison (Foto: 5vier.de)

Um viel geht es am kommenden Samstag nicht mehr für die Spieler mit den blau-schwarz-weißen Trikots. Als Tabellenvierter hat man mit 57 Punkten keine Möglichkeit mehr, auf einen der beiden Schleudersitze in die Relegationsphase zu steigen. Dennoch möchte Trainer Roland Seitz das abschließende Meisterschaftsduell gegen Pfullendorf nutzen, um seine Mannschaft auf das wichtige Endspiel um die Teilnahme zum DFB-Pokal vorzubereiten. „Die Vorzeichen sind geklärt, wir wollen uns vernünftig aus der Liga verabschieden. Das würden wir gerne mit 60 Punkten und dem vierten Tabellenrang“, wie Seitz betont.

Volles Risiko möchte der Oberpfälzer dabei jedoch – angesichts des aus finanzieller Sicht enorm wichtigen Finales – nicht gehen. Fehlen werden ihm die gelbgesperrten Alon Abelski und Steven Kröner. Zu dem sowieso üppigen Krankenlazarett gesellten sich diese Woche Michael Dingels (Schmerzen in der Kniekehle), Marco Quotschalla (Adduktorenprobleme), Fahrudin Kuduzovic (Wadenblessur) und Christoph Anton (Sprunggelenksprobleme) hinzu. Außer hinter Dingels, der definitiv nicht für den Kader berufen wird, stehen derzeit noch große Fragezeichen.

Mit Kleinbussen in Richtung Bodensee

Eintracht Trier - Hoffenheim II

Wird wegen Schmerzen in der Kniekehle ins MRT müssen: Michael Dingels (Foto: 5vier.de)

Zwar möchte der Trainer am Samstag im Sinne des fairen Wettbewerbs unter den Abstiegskandidaten eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen stellen, doch stets das Derby gegen Salmrohr im Hinterkopf behalten: „Wir müssen in erster Linie auf uns schauen. Wir brauchen für den anstehenden Mittwoch frische und hungrige Spieler. Trotzdem bin ich sicher, dass wir für Pfullendorf eine richtige Lösung finden.“

Das Team wird erst am Samstagmorgen um 8 Uhr in Richtung Landkreis Sigmaringen aufbrechen. In zwei Kleinbussen fährt man gemeinsam von der Mosel aus zur Geberit-Arena. Ein logistischer Aufwand, der sich mit dem Champions-League-Kracher zwischen FC Bayern München und Borussia Dortmund am Abend begründen lässt. „Wir versuchen, eine Pressekonferenz nach dem Pfullendorf-Spiel so schnell wie möglich durchzuführen, dann sofort auf die Autobahn und in Richtung Heimat, damit wir viertel vor neun vor dem Fernseher sitzen können. Wer sich in diesem Beruf bewegt und sowieso fußballbegeistert ist, für den ist dieses Spiel ja ein absoluter Pflichttermin“, sagt Seitz. Einen Plan B, falls der Konvoi in den Stau geraten sollte, gibt es nicht. „Das darf und wird nicht passierten“, grinst der Trainer, der an einen „Sieg für die Bayern“ glaubt.

+++Eintracht in Kürze+++

Eintracht meets Marx: Im Vorfeld der Pressekonferenz kam es zu einer symbolischen Verknüpfung zwischen Eintracht Trier und Karl Marx. Im Zuge des 130. Todestages der hiesigen Ikone wurde der Platz rund um die Porta Nigra mit Karl-Marx-Gartenzwerge geschmückt, die nun am Donnerstagvormittag von Spielern und dem Trainer besucht wurden. Im Anschluss überreichte man zeremoniell Roland Seitz drei vom Konzeptkünstler Ottmar Hörl angefertigte „Victory-Zwerge“. Dieses Dreiergesprann war in den blau-schwarz-weißen Vereinsfarben gehalten und sollten auf der einen Seite „Friedlichkeit“ und auf der anderen „Siegesgewissheit“ symbolisieren.

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