Eintracht Trier: Wiedenbrück kommt – Dirk Jacobs zur RL-Reform

Eintracht Trier empfängt am kommenden Samstag mit dem SC Wiedenbrück einen Aufsteiger zum sportlichen Kräftemessen im Moselstadion. Die Westfalen sind holprig in die Saison gestartet und gehen als Aussenseiter in die Partie. Trier hingegen kann als Tabellenzweiter mit breiter Brust auflaufen. Ein Geduldsspiel steht also wahrscheinlich für die Mannen von Trainer Roland Seitz an, denn es ist nicht zu erwarten, dass der SCW versuchen wird mitzuspielen. Eher wird die Truppe von Ex-Bundesliga-Profi Thomas Stratos Beton anrühren, um möglichst einen Punkt aus Trier zu entführen.

Foto: Wollen auch gegen Wiedenbrück wieder jubeln – Eintracht Trier (v.l.n.r. Josef Cinar, Lukas Mössner, Cataldo Cozza und Thomas Drescher)

Der SC Wiedenbrück 2000 und Eintracht Trier standen sich noch nie in einem Pflichtspiel gegenüber. Der SC entstand im Jahre 2000 aus der Fusion der DJK und Westfalia Wiedenbrück und ist seitdem beinahe geradewegs in die Regionalliga durchmarschiert. In der vergangenen Saison konnte sich der Verein aus dem 48.000 Einwohner zählenden Städtchen Rheda-Wiedenbrück bereits drei Spieltage vor Saisonschluss den Meistertitel der NRW-Liga sichern und aufsteigen. Stützen des Teams in dieser Saison sind der von Rot-Weiß Essen gewechselte Robert Mainka und Kapitän Frederic Kollmeier.

Bei Eintracht Trier wird Trainer Seitz wohl auf die siegreiche Elf aus dem Bochum-Spiel vertrauen. Ob der nach seiner roten Karte aus dem Spiel gegen Lotte wieder spielberechtigte Andreas Lengsfeld das Tor hüten wird, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Die etatmässige Nummer Eins, André Poggenborg, hat in den letzten Spielen überzeugt und Seitz dürfte wohl auch hier auf Kontinuität setzen. Eine endgültige Entscheidung in der Torwart-Frage fällt am morgigen Freitag.

Hintergrund
Sie ist im Moment in aller Munde: die angestrebte Reform der Regionalliga. Auf dem DFB-Bundestag am 21./22.10 in Essen soll es eine Entscheidung geben und die marode Liga für die Vereine attraktiver gemacht werden – oder auch nicht. Je nachdem für welches der Konzepte sich der Bundestag entscheidet, könnte sich die Lage für die Vereine weiter verschlechtern. 5vier.de sprach mit SVE-Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs über die bevorstehende Reform.

5vier.de: Herr Jacobs, was gibt es neues in punkto Regionalliga-Reform?

Dirk Jacobs: Das Ganze ist nach wie vor ein schwebendes Verfahren, es wird viel von Konzepten und Varianten gesprochen. Das ist aber alles vage und aus unserer Sicht unausgegoren.

5vier.de: Was halten Sie von dem von DFL-Liga-Boss Reinhard Rauball angeregten „5-Punkte-Solidarpakt-Regionalliga“?

Dirk Jacobs: Offen gestanden halte ich da gar nichts von. Eine Aufstockung der Liga auf fünf Staffeln bringt überhaupt nichts. Der Aufstieg würde noch unmöglicher, als er jetzt schon ist. Man muss sich fragen, ob Herr Rauball das wirklich ernst meint. Zudem wird hier wieder einmal versucht, über die Köpfe der Beteiligten und Betroffenen hinweg Politik zu machen. Es wäre sicherlich besser, wenn der Dialog mit Vereinen wie Eintracht Trier gesucht werden würde, damit der DFB und die DFL mal aus erster Hand erfahren könnten, wie es an der Basis aussieht und wie eine echte Lösung des Problems aussehen könnte.

5vier.de: Welche Alternative würden Sie vorschlagen?

Dirk Jacobs: Wir brauchen keine Erweiterung, sondern eine Reduzierung der Staffeln. Aus unserer Sicht sollte es in Zukunft zwei Regionalliga-Staffeln mit einer stark begrenzten Anzahl von Reserve-Teams geben. Dazu sollten die beiden Erstplatzierten Teams aufstiegsberechtigt sein. Die Liga würde so deutlich attraktiver und der sportliche Wert würde wieder steigen. Denn es gäbe wieder eine realistische Chance auch mal den Aufstieg in die dritte Liga zu packen.

Spielverlegung

Eintracht Trier tritt erst Samstags in Elversberg an
Aus dem Flutlicht-Derby an der Elversberger Kaiserlinde wird nichts. Wilfried Masuch, Spielleiter der Regionalliga West, hat das Duell zwischen der SV 07 Elversberg und dem SV Eintracht Trier 05 am 14. Spieltag verlegt – wegen „Terminhäufungen (DFB-Pokalspiele) und der Zustimmung des Saarländischen Rundfunks, sowie der Sicherheitsbehörden“. Neuer Termin ist Samstag, 13. November, 14 Uhr.

(red), Foto: Anna Lena Bauer

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Kommentare (1)

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  1. matthias sagt:

    Wieso will der Dirk Jacobs mein RealLife reformieren? o.O

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