Eintracht Trier: Schuften für den Heimdreier/Angebot für „Goofy“

Nach dem vierten Auswärtssieg in der noch jungen Saison will Eintracht Trier nach langer Durststrecke wieder im heimischen Moselstadion siegen. Mit der SV Elversberg kommt ein alter Bekannter an die Mosel, die Saarländer verloren jüngst gegen Aufstiegsaspirant Lotte und wollen zurück in die Erfolgsspur. Derweil lichtet sich das Lazarett, Trainer Roland Seitz kann personell bis auf Torge Hollmann aus dem Vollen schöpfen.

Roland Seitz bietet sich diese Woche im Trainingsbetrieb ein ganz anderes Bild. Letzte Woche konnte der Übungsleiter an manchen Tagen nur 13 Akteure im Training begrüßen, gerade nach der Niederlage gegen Mainz war das Aufarbeiten der Niederlage mit derart wenigen Spielern schwierig. Ganz anders gestaltet sich diese Woche: Olivier Mvondo und Max Bachl-Staudinger waren ebenso wieder mit dabei wie die gegen Köln angeschlagenen Jeremy Karikari und Ahmet Kulabas. Auch der zuletzt gesperrte Tolgay Asma steht nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder für einen Einsatz bereit. Der einzige, der weiterhin einsam seine Runden abseits vom normalen Trainingsbetrieb drehen muss, ist Cataldo Cozza. Der Deutsch-Italiener laboriert schon seit drei Wochen an einem Bänderriss im Sprunggelenk, bei den Meisterschaftsspielen biss der Außenverteidiger tapfer auf die Zähne. Wie Roland Seitz aber in der letzten Woche durchblicken ließ verbesserte sich der Zustand des Leistungsträgers, die Schmerzen seien schon zurückgegangen.

 

Die Eintracht will endlich im Moselstadion jubeln - Foto: Peter Schmitt

Die wohl größte Überraschung beim Auswärtssieg in Köln war die Personalie Holger Knartz. Der Neuzugang rückte für Martin Hauswald in das linke Mittelfeld. Hauswald erhielt von Roland Seitz eine „Denkpause“. Der Erfolg gab dem Trainer recht: Youngster Knartz lieferte eine gute Leistung ab und durfte sich über die vollen 90 Minuten beweisen. Außerhalb des Trainingsplatzes eher ein ruhiger Charakter macht der Thüringer auf den Außenbahnen mit seinem hohen Tempo mächtig Dampf. „Der Einsatz hatte sich im Training angedeutet, so konnte ich mich mental darauf vorbereiten“ sagte Knartz gegenüber 5vier. Ob er auch am Samstag wieder beginnen, darf bleibt offen: „Das entscheidet der Trainer“. Für den gebürtigen Erfurter ist der Südwestfußball kein Neuland. Vor seinem Engagement bei den Münchener Löwen spielte er in den Jugendmannschaften des 1.FC Kaiserslautern und des FK Pirmasens. Mit 61 Regionalligaspielen verfügt der 21-jährige bereits über viel Erfahrung für sein noch junges Alter, in Trier will er daran anknüpfen. „In der Mannschaft herrscht ein großer Konkurrenzkampf, da musste ich mich erst reinkämpfen“ konstatierte Knartz, gibt sich aber zufrieden mit seinem bisherigen Einsätzen und Leistungen.

Holger Knartz hofft auch gegen Elversberg auf einen Einsatz

Angebot für „Goofy“

Mit Marc Gouiffe à Goufan gastierte in der letzten Woche ein erfahrener Defensivspezialist im Moselstadion. Der ehemalige Zweitligaspieler wird als mögliche Verstärkung für das defensive Mittelfeld gehandelt. Dort hat Jeremy Karikari zwar den Stammplatz inne, jedoch steht für ihn kein geeigneter Ersatzmann bereit. Nachdem Denny Herzig auf der „Sechser-Position“ nicht überzeugen konnte, sieht auch Coach Roland Seitz auf dieser Position Handlungsbedarf. Auch der Fakt, dass Kapitän Torge Hollmann ein paar Wochen länger als erwartet ausfällt (voraussichtliche Rückkehr November) dürfte hier eine ausschlaggebende Rolle spielen. Gegenüber 5vier teilte Roland Seitz mit, dass man Gouiffe à Goufan, genannt „Goofy“, ein Angebot unterbreitet habe. Jedoch klaffen die Gehaltsvorstellungen der beiden Parteien noch zu weit auseinander, der Oberpfälzer sieht die Chance einer Verpflichtung eher negativ. Gouiffe à Goufan spielte zuletzt beim FC St.Pauli, im letzten Jahr war der Kameruner Vereinslos. Vor seiner Zeit beim Kiezclub spielte er drei Jahre für den SC Paderborn, auch Roland Seitz coachte ihn dort für kurze Zeit. „Im Fußball kann eine Menge passieren“ betonte Seitz schon am Samstag, eine Entscheidung dürfte wohl in der nächsten Woche fallen.

Erste Trainerentlassung in der Regionalliga

Am Montag teilte der Wuppertaler SV die Beurlaubung ihres bisherigen Trainers Karsten Hutwelker mit. Die Mannschaft aus dem Bergischen ergatterten nur sieben Punkte aus acht Spielen, zu wenig für den mit erfahrenen Profispielern gespickten Aufstiegsanwärter. Gegen die U23-Truppe von Borussia Mönchengladbach verloren die Wuppertaler am Samstag mit 4:3, Präsident Friedhelm Runge kündigte noch am Samstag Konsequenzen an. Als Wunschkandidat gilt Hans-Günther Bruns, der zuvor lange Jahre für Rot-Weiß Oberhausen als Trainer und Manager tätig war.

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Kommentare (2)

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  1. schustermanni sagt:

    an alle, die mit dem zug nach koblenz zum auswärtsspiel unserer eintrachtwollen, laut geschäftsstelle der tus gib es vorund nach dem spiel einnnnen park und ride servicehoffe euch hiermit gedient zu haben gruß manni

  2. gerd sagt:

    „Goofy“! , würde mich freuen, wenn das klappt, für die eintracht sicherlich ein gewinn, 3 liga muß dann aber als ziel gesetzt sein.

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