Ein Sieg für den dritten Platz

Eintracht Trier siegt in Pirmasens

Eintracht Trier fährt einen Auswärtssieg beim Tabellenzweiten ein und gewinnt am Freitagabend mit 3:0 in Pirmasens.

Trier. Viel besser hätte der Start ins „Pokalwochenende“ für Eintracht Trier nicht laufen können: Nach Treffern von Alexander Biedermann (2) und Tim Garnier durfte der SVE beim FK 03 Pirmasens einen verdienten 3:0-Sieg feiern. Durch den Erfolg pirschen sich die Moselstädter zumindest vorerst bis auf einen Punkt an den dritten Tabellenplatz, den aktuell die Zweitvertretung des Zweitliga-Absteigers 1.FC Kaiserslautern belegt, heran.

Eintracht Trier mit neuer Formation

In deutlich veränderter Formation trat Eintracht Trier zum Spitzenspiel im Sportpark Husterhöhe von Pirmasens an: Kapitän Simon Maurer rückte von innen auf die rechte Abwehrseite, Kevin Heinz agierte als dessen Pendant auf links. Im Zentrum verteidigte Godmer Mabouba an der Seite von Josef Cinar, während Adam Bouzid gegen seinen Ex-Klub ins Mittelfeld vorrückte. Die Umstellungen zahlten sich aus. Der SVE wirkte in der Anfangsphase bissig und entschlossen, setzte die Gastgeber immer wieder früh unter Druck. So ganz ließ sich die spielerische Klasse des FKP dann aber doch nicht ausblenden und so kam „die Klub“ durch einen Kopfball von Yannick Griess zur ersten Chance des Spiels. Der Kopfball des Abwehrspielers verfehlte das Eintracht-Tor allerdings (14.). Nur drei Minuten später lenkte Eintracht-Keeper Johannes München einen wuchtigen Abschluss von Dennis Krob stark ans Aluminium (17.). Doch auch die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands hatten im ersten Durchgang ihre Gelegenheiten. Nach einem Brandscheid-Pass bekam Alexander Biedermann zunächst nicht genug Wucht in seinen Abschluss (20.), später zielte Kevin Heinz mit rechts gut zwei Meter zu hoch (38.).

Waren die Hausherren auf der Husterhöhe im ersten Durchgang noch das tonangebende Team gewesen, sollte sich das im zweiten Spielabschnitt ändern. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff steckte Ömer Kahyaoglu auf der linken Seite den Ball perfekt für den aufgerückten Kevin Heinz durch. Heinz zog mit Tempo zur Grundlinie, suchte und fand im Rückraum Alexander Biedermann, der das Leder perfekt ins rechte untere Eck einschob (51.). „Das war vielleicht unser bester Angriff in der gesamten Saison“, freute sich später auch Eintracht-Coach Daniel Paulus über die tolle Kombination. Der FK Pirmasens versuchte in der Folge einen Gang hochzuschalten, wurde aber von kompakt stehenden Blau-Schwarz-Weißen vom Tor weggehalten. Ein Doppelschlag sollte gute zehn Minuten vor dem Ende schließlich die Entscheidung bringen.

Eintracht Trier und das schnelle Umschaltspiel

Zunächst zog Jan Brandscheid von der rechten Seite mit hoher Geschwindigkeit Richtung Tor von FKP-Keeper Daniel Kläs. Den Abschluss des Angreifers konnte der Schlussmann zwar noch parieren, gegen den Nachschuss von Biedermann war Kläs dann aber machtlos (79.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff sicherte sich die Eintracht im Mittelfeld den Ball, machte das Spiel erneut schnell und so konnte Tim Garnier keine sechzig Sekunden nach dem 2:0 mit dem dritten Treffer des Tages den Endstand besorgen (80.). „Das war eine famose Leistung von meinen Jungs in der zweiten Halbzeit. Nach dem 1:0 sind bei uns alle Antennen hochgegangen, wir haben kompakt und aggressiv verteidigt und unsere Konter eiskalt ausgenutzt. So hatten wir den Sieg am Ende einfach verdient“, bilanzierte ein sichtlich zufriedener SVE-Cheftrainer Daniel Paulus.

Wer nach dem 3:0-Auswärtssieg beim FKP noch nicht genug von Eintracht Trier hat, darf sich freuen. Am Samstag lädt der Verein in die Schnorpfeil-Nullfünf-Lounge zu einem Pokalabend, am Sonntag ist dann der DFB-Pokal selbst auf dem Viehmarkt in der Innenstadt zu Gast. (red/jr)
Statistik
Tore: 0:1 Biedermann (51.), 0:2 Biedermann (79.), 0:3 Garnier (80.)
Eintracht Trier: München – Maurer, Cinar, Mabouba, Heinz – Brandscheid, Fischer, Bouzid (76. Kinscher), Kahyaoglu (85. Diefenbach) – Garnier, (83. Jakob) Biedermann
FK Pirmasens: Kläs – Grünnagel, Steil, Griess, Osee – Freyer (61. Bürger), Becker, Cisse (76. Grimm) – Krob, Ludy, Singer
Schiedsrichter: Vincent Becker Zuschauer: 901

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln