Eintracht Trier: Sommerkick mit Happy-End – 3:1 gegen FCK II / VIDEO

Aus dem Moselstadion berichten Florian Schlecht (Text) und Anna Lena Grasmück (Fotos)

Erst ein lauer Sommerkick, dann ein Chancenfestival mit Happy-End. Eintracht Trier besiegte den 1. FC Kaiserslautern II mit 3:1. Kraus traf zur Führung. Orban glich aus, ehe Tore von Herzig und Knartz folgten.

Das Mammutprogramm in der Fußball-Regionalliga geht an Eintracht Trier derzeit beinahe spurlos vorüber. Im zehnten Spiel in 30 Tagen feierte die Mannschaft von Roland Seitz einen 3:1-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern II, der nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient war. Auf dem Rasen erlebten die Spieler eine echte Dampfsauna bei fast 30 Grad, was Thomas Drescher würdigte: „Wir haben kräftemäßig aus dem letzten Loch gepfiffen. Das war der reine Wille, das Ding hier zu gewinnen.“

Wie angekündigt startete Trainer Roland Seitz die Rotationsmaschine. Für den verletzten Cataldo Cozza (Schienbeinprellung) kam Michael Dingels zum Einsatz. Der Bitburger und Fanliebling feierte damit seinen ersten Einsatz in der Regionalliga seit dem 20. Mai 2011 gegen den 1. FC Köln II. „Für mich war es ein schönes Gefühl, wieder in der Mannschaft zu stehen“, freute sich der Außenverteidiger über die Belohnung des Trainers für die Anstrengungen nach vielen Verletzungen und den Elan im Training. In der Innenverteidigung begannen Oliver Stang und Denny Herzig für Torge Hollmann und Fabian Zittlau. Mit Christoph Anton lief das nächste Eigengewächs im Angriff für Ahmet Kulabas auf, der zunächst geschont wurde.

Und Anton war es auch, der in einer langweiligen ersten Hälfte für die wenigen Akzente auf Trierer Seite sorgte. Ein lauer Sommerkick war es, den beide Teams zunächst boten – ohne Höhepunkte, Feuer und mit nur wenigen Chancen. Wäre nicht die glänzende Parade von Andre Poggenborg gegen Nico Pfrengle gewesen (4.) und die Möglichkeit von Anton (45.), der Durchgang wäre als eine vollkommen ereignislose Halbzeit in die Fußball-Geschichte vor 1060 Zuschauern eingegangen.

Ein völlig anderes Bild bot sich, als die Mannschaften aus der Kabine kamen. Trier entfachte deutlich mehr Druck – und wurde früh belohnt. Drescher tankte sich gegen seinen Ex-Verein aus der Pfalz über die linke Außenbahn durch und bediente Thomas Kraus, der keine Mühe hatte, zum 1:0 einzuschieben (52.). Es war eine beeindruckende Antwort des Angreifers, nur zwei Tage nach seinem verkündeten Wechsel zu Fortuna Köln im Sommer. Danach entwickelte sich ein echtes Chancenfestival. „3:0, 4:0 hätten wir führen müssen“, stöhnte Drescher. Ein Schuss von Kraus wurde geblockt (69.), der eingewechselte Olivier Mvondo zielte am Tor vorbei (70.). So wurden alle Fußball-Apokalyptiker aus dem Doppelpass bestätigt und Trier bestraft. Kaiserslautern rächte die schlechte Chancenverwertung, als Willi Orban zum 1:1 traf (72.). Der Youngster war mit Angreifer Jakub Swierczok die Bundesliga-Leihgabe der Gäste.

Aber Trier kämpfte sich zurück. Eine Ecke von Drescher verlängerte Stang, Herzig hielt den Kopf hin und nickte zum 2:1 ein (84.). Und Joker Holger Knartz setzte den Schlusspunkt, als er eine feine Flanke von Ahmet Kulabas zum 3:1 verwandelte (87.). „Ich wurde so oft durch Verletzungen zurückgeworfen, das Tor habe ich mir fest vorgenommen“, freute sich Knartz. Zu seiner Zukunft konnte sich der Mittelfeldspieler nicht äußern, sein Vertrag läuft aus. „Ich fühle mich im Umfeld in Trier wohl, auf der anderen Seite bin ich jung und brauche Spielpraxis.“ Trainer Roland Seitz war zufrieden. „Ich zolle der Mannschaft ein großes Lob. Schön, dass wir in der Liga die 60-Punkte-Marke überschritten haben.“

Statistik

Eintracht Trier – 1. FC Kaiserslautern II 3:1 (0:0)

Trier: Poggenborg – Dingels, Stang, Herzig, Drescher – Karikari – Pintol (62. Mvondo), Bauer, Kuduzovic (81. Knartz) – Anton (72. Kulabas), Kraus.

Kaiserslautern II: Keilmann – Lensch, Orban, Linsmayer, Stulin – Lindner (65. Freyer) – Pfrengle, Zellner, Saiti – Zuck – Swierczok (85. Catic).

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Tore: 1:0 Kraus (52.), 1:1 Orban (77.), 2:1 Herzig (84.).

Zuschauer: 1060.

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