Eintracht Trier: Testspielsieg in Spesbach – Duell im Sturm – Video online!

Von Andreas Maldener

Testspielerfolg für Regionalligist SV Eintracht Trier 05. Auf der Sportanlage im westpfälzischen Spesbach siegte das Team von Trainer Roland Seitz gegen den SVN Zweibrücken 2:1 (1:0). Für die Moselstädter waren Nico Patschinski (41.) sowie Lukas Mössner in der 55. Spielminute erfolgreich. Eine Viertelstunde vor Ende der Partie konnte der SVN, trainiert vom ehemaligen Trierer Oberligaspieler Peter Rubeck, zum 2:1-Endstand verkürzen.


Foto: Nico Patschinski. Wird er auch gegen den VfL Bochum II wieder von Beginn an auf Torejagd gehen? Oder hat Lukas Mössner dem Altmeister den Rang abgelaufen?


“Es war ein guter Test, mit dem wir trotz der Länderpokalpause am Wochenende einigermaßen im Rhythmus geblieben sind. Zweibrücken hat aggressiv und forsch dagegen gehalten. Meine Jungs haben sich trotz zahlreicher Ausfälle gut präsentiert”, resümierte Cheftrainer Roland Seitz nach dem Sieg. Vor allem die Umstände waren es, die den Coach milde und letzen Endes zufrieden stimmen: Ein mit dem SVN Zweibrücken schlagfertiger Oberligist; ein schwer bespielbarer, durch das lichtschwache Flutlicht dunkler Platz in Spesbach sowie die vielen personellen Ausfälle vor der Partie.

Tatsächlich musste der Trainer auf einige Stammkräfte verzichten: Neben den Langzeitverletzten Tolgay Asma (Knieprobleme), Michael Dingels (Innenbandanriss im Knie) und Tim Eckstein (Hüftprobleme) trat der SVE in Spesbach ohne die angeschlagenen Alban Meha (Adduktorenprobleme), Thomas Drescher und Olivier Mvondo (muskuläre Probleme) an. Julian Bidon, Max Bachl-Staudinger und Fabian Zittlau waren zum Länderpokal in Duisburg abgestellt, dazu brach sich Johannes Kühne unter der Woche einen Zeh, konnte ebenfalls nicht spielen.

Kein Problem für Seitz, er griff kurzerhand auf vier Akteure der zweiten Garde der Eintracht zurück, nämlich Erwin Bradasch, Sebastian Ting, Markus Schottes sowie Maximilian Meyer, der in der Eintracht-Defensive über 90 Minuten spielen durfte und ein gutes Spiel zeigte. Das sieht auch der Trainer so:”Das sind ja alles gute Jungs. An ihren Ergebnisse in der Oberliga sieht man, dass sie aber noch dazulernen müssen. Sie spielen gut, aber am Ende passt das Ergebnis eben noch nicht. Gestern haben sie ihre Sache aber sehr gut gemacht.”

Für den Oberpfälzer Seitz sollte diese Tatsache durchaus beruhigend sein, weiß er doch nun, dass er auch bei einigen Ausfällen, darunter auch Führungsspieler wie Alban Meha, trotzdem eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen kann. Ob sich eine solche “Rumpfelf” auch in der Regionalliga, zum Beispiel beim nächsten Gegner, der Zweitvertretung des Bundesligisten VfL Bochum, behaupten könnte, ist selbstverständlich mehr als fraglich.

Es ist aber davon auszugehen, dass sich das SVE-Lazarett bis zum kommenden Samstag deutlich gelichtet haben wird. Denn die Ausfälle von Alban Meha, Olivier Mvondo oder auch Thomas Drescher lassen sich vielmehr auf Anordnungen von Coach Roland Seitz zurückführen, der seine leicht angeschlagenen Spieler bei einem solchen Test aus rein taktischen Gründen schont, als dass er schwerwiegendere Verletzungen riskiert. So kam zum Beispiel Thomas Kraus in Spesbach erst zur zweiten Halbzeit ins Spiel, Kapitän Josef Cinar hingegen spielte nur die erste Halbzeit in der Innenverteidigung neben Torge Hollmann.

Im Sturm bahnt sich derweil ein sportlicher Konkurrenzkampf an. Während Thomas Kraus nach seinen bisherigen Leistungen völlig zu Recht als gesetzt scheint, duellieren sich Nico Patschinski und Lukas Mössner um die offensive Position neben Kraus; Ausgang offen. In den vergangenen Wochen vertraute Seitz auf das Sturmduo Kraus/Patschinski, doch nach seinen zuletzt gezeigten Leistungen drängt sich nun auch Mössner mehr und mehr auf, endlich von Beginn an im Dress der Moselstädter auflaufen zu dürfen. Vor allem sein Treffer im letzten Pflichtspiel, der den Blau-Weißen gegen den damaligen Tabellenführer Schalke 04 II wichtige drei Punkte bescherte, sticht hierbei besonders heraus.

Chef Seitz sieht in diesem Konkurrenzkampf keine Probleme, will sich aber auch noch nicht festlegen:”Wir haben ja noch eine Woche Zeit, wenn wir am Montag wieder loslegen werde ich aber natürlich auf die Trainingseindrücke achten.” Seitz selbst war aber sehr erfreut über die Treffer von Mössner und Patschinski im Testspiel:”Es freut mich das Patsche treffen konnte, das ist gut für sein Selbstvertrauen. Ich bin aber auch froh dass Lukas Mössner seine gute Form halten kann.”
Keine einfache Aufgabe also, zu entscheiden, wer beim nächsten Ligaspiel am Samstag, 16.September, um 14 Uhr im geschichtsträchtigen Lohrheidestadion im Bochumer Stadtteil Wattenscheid von Beginn an neben Thomas Kraus auf Torejagd gehen wird. Die kommende Woche wird die nötigen Erkenntnisse bringen, soviel steht fest.

Das Video und die Stimmen zum Spiel

Foto: Anna Lena Bauer

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Kommentare (2)

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  1. dreschi 2010 sagt:

    ich freue mich auch auf samstag…

  2. Siggi sagt:

    Also ich bin echt mal gespannt auf’s nächste Spiel. Hoffentlich können die Jungs dann nachlegen! So eine Pause ist ja nicht unbedingt immer von Vorteil, vor allem wenn es gerade gut läuft! Aber mal abwarten. Ich freue mich in jedem Fall wieder auf’s nächste Spiel – so eine Länderspielpause kann doch lang sein! 🙂

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