Keeper Lengsfeld glänzt beim 1:0 gegen Aachen

Von Florian Schlecht und Holger Görgen (Video)

Erster Testspielsieg für Eintracht Trier: Mit 1:0 besiegte der Regionalligist Alemannia Aachen in Gondenbrett. Das Tor erzielte Probespieler Markus Fuchs. Keeper Andreas Lengsfeld zeigte starke Paraden.

Torhüter Andreas Lengsfeld bewahrte Trier gegen Aachen mehrfach vor einem Rückstand.

Eintracht Trier hat in der Vorbereitungsphase ein erstes Erfolgserlebnis gefeiert. In Gondenbrett besiegte der Fußball-Regionalligist den Drittligisten Alemannia Aachen mit 1:0 (0:0) vor 552 Zuschauern. Dabei blieb die Mannschaft von Roland Seitz ihrem Testspiel-Motto treu und erzielte das einzige Tor durch einen Probespieler, der gar nicht unter Vertrag steht. Markus Fuchs, der zuletzt für den 1. FC Saarbrücken unter Vertrag stand und einige Tage krank pausierte, traf in der 70. Minute zum Sieg. Nur wenige Sekunden zuvor war der bullige Stürmer zuvor eingewechselt worden, nach einem Freistoß von Alon Abelski staubte er ab.

Mit Henry Onwuzuruike (zuletzt SV Darmstadt 98) und Amaechi Igwe (zuletzt Babelsberg 03) präsentierten sich zwei weitere Testspieler, die sich auf der linken Außenbahn abwechselten. Ob aus dem Trio ein Mann verpflichtet wird, darüber gab Trainer Seitz keine Auskunft. Ein Sonderlob verdiente sich aber Onwuzuruike, den der Oberpfälzer noch aus gemeinsamen Zeiten bei der SpVgg. Greuther Fürth und dem 1. SC Feucht kennen. „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht“, so der Fußballlehrer.

Rösler und Streit sind die Aachener Stars

Auch ansonsten war Seitz mit dem Auftritt in den 90 Minuten zufrieden. Für Aachen war es die erste Niederlage im sechsten Testspiel, fünf Siege und 30:3-Tore waren zuvor das beeindruckende Zeugnis in der Vorbereitung des Zweitligaabsteigers, der offenbar wieder auf die sportliche Rückkehr in den Profifußball drängt. Sascha Rösler, Albert Streit, Thomas Stehle – reichlich Prominenz tummelt sich im Kader der Aachener, die ihre spielerische Klasse auch in der ersten Halbzeit demonstrierten. Da war die Alemannia die überlegene Mannschaft, die auf kompakte Trierer im 4-2-3-1-System trafen. Chancen konnte die Eintracht-Defensive zwar nicht verhindern, sich aber auf Torwart Andreas Lengsfeld verlassen, der zu den großen Gewinnern des Spiels gehörte.

Der neue Stammkeeper behielt die Nerven in direkten Duellen mit Rösler (12.) und Streit (35., 48.). Seine beste Tat zeigte Lengsfeld aber kurz vor Schluss, als Florian Müller aus kurzer Distanz abzog, der Schlussmann den Ball aber noch in einer Spagat-Bewegung von der Linie kratzen konnte. „Manchmal hält man auch so einen“, grinste Lengsfeld, der seine Leistung nicht überbewerten wollte. „Wichtig ist erst einmal, dass wir ein gutes Team zusammenkriegen. Von den Typen und den Charakteren stimmt es nach den ersten zwei Wochen.“

Frecher Anton, lautstarker di Gregorio

Auch fußballerisch kam Trier im zweiten Durchgang deutlich besser in Tritt und trat überlegener auf. Chhunly Pagenburg vergab die erste Möglichkeit, die einzige Spitze zielte aus guter Position über das Tor (65.). Anschließend wechselte Aachen die halbe Mannschaft aus. In die Phase fiel der Siegtreffer für die Eintracht, der von Christoph Anton herausgeholt wurde. Das Eigengewächs wurde in der Pause eingewechselt und stellte die Alemannia mit einigen frechen Dribblings mehrfach vor Probleme. So auch vor dem 1:0, als ihn zwei Gegenspieler nur mit einem Foul stoppen konnten. Den fälligen Freistoß schaufelte Abelski zu Fuchs, der traf. Im defensiven Mittelfeld wusste dagegen Baldo di Gregorio zu überzeugen, der den Ball mehrfach gekonnt eroberte, weiterleitete und Kommandos gab. „Friss ihn auf“, rief er in Richtung Anton, als der ins Pressing gehen sollte.

Bei Alemannia Aachen war Trainer Ralf Außem mit der ersten Halbzeit einverstanden. „Da haben wir richtig gut kombiniert, leider fehlte der finale Pass zum Tor.“ Das Ergebnis wollte er nicht überbewerten. „Beide Mannschaften sind mitten in der Vorbereitung, die 90 Minuten sind wichtig, um Spielpraxis zu sammeln. Alles andere ist zweitrangig.“

Roland Seitz verließ dennoch mit einem Lächeln die Anlage. „Mit der Defensivleistung bin ich zufrieden, wenn man sieht, wer bei Aachen so auf dem Platz stand.“ Die Viererkette um Fouad Brighache, Steven Kröner, Torge Hollmann und Fabian Zittlau spielte durch.

Das nächste Testspiel bestreitet die Eintracht am kommenden Mittwoch, 11. Juli, um 18 Uhr in Merxheim/Nahe gegen den Wuppertaler SV (Regionalliga West).

Statistik

Eintracht Trier – Alemannia Aachen 1:0 (0:0)

Trier: Lengsfeld – Brighache, Kröner, Hollmann, Zittlau – di Gregorio (85. Dingels), Abelski – Lewerenz (46. Anton), Kuduzovic (68. Spang), Onwuruzuike (58. Igwe) – Pagenburg (68. Fuchs).

Aachen: Flekken, Schwertfeger (62. Müller), Olajengbesi (46. Herröder), Stehle (62. Erb), Andersen (62. Baumgärtel) –  Demai, Streit (62. Brauer) – Heller (62. Leipertz), Rösler (62. Thiele), Kefkir (62. Marquet) – Borg (62. Pozder).

Tor: 1:0 Fuchs (70.).

Video mit Spielszenen und Stimmen

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