Trainer Seitz erwartet „eine heiße Kiste“ im Südwest-Derby

Eintracht Trier erwartet am Sonntag den FC Homburg (14 Uhr) - Cuntz und Quotschalla gesperrt - Klinger vor Rückkehr

Von Florian Schlecht

Harte Aufgabe für Eintracht Trier: Ohne Matthias Cuntz und Marco Quotschalla erwartet der Fußball-Regionalligist am Sonntag den FC Homburg (14 Uhr). 3.000 Zuschauer werden zum Südwest-Derby erwartet, auf das sich auch Rückkehrer Mario Klinger freut.

SSV Ulm - Eintracht Trier

Trainer Seitz muss auf zwei gesperrte Leistungsträger verzichten.

Der Briefumschlag, der Matthias Cuntz am Freitag in die Hand gedrückt wurde, enthielt keine guten Nachrichten. Der Einspruch von Eintracht Trier gegen die Sperre von zwei Regionalligaspielen nach einem vermeintlichen Handspiel in Offenbach wurde abgewiesen. Noch kein Ergebnis liegt bei Marco Quotschalla vor, der gar drei Partien aussetzen soll. Jedenfalls ist klar, dass beide Spieler ihrer Mannschaft im Südwest-Derby gegen den FC Homburg (Sonntag, 14 Uhr) fehlen werden. „Ich weiß nicht, ob die TV-Bilder überhaupt angeguckt wurden. Das ist enttäuschend. Allerdings werden die Jungs, die bislang hintendran standen, Gas geben“, glaubt Cuntz, der wie Quotschalla immerhin im Pokalspiel beim SV Mehring am 16. November mitwirken darf.

In der Liga muss der Tabellenzweite seine Serie von 14 Partien ohne Niederlage ohne die beiden Leistungsträger fortsetzen. Die Kandidaten zu ermitteln, die in die erste Elf rücken, ist angesichts der dünnen Personaldecke keine hohe Fußballkunst. Für Quotschalla wird Fahrudin Kuduzovic beginnen. Das kündigte Trainer Roland Seitz bei der Pressekonferenz an. „Faz war mit seinen Einsatzzeiten bislang nicht zufrieden. Er wird seine Leistung abrufen.“

Ob Christoph Anton im Kader steht, ist fraglich. Das Talent aus Schoden ist nach einem Mittelhandbruch noch nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen. Im defensiven Mittelfeld soll Torge Hollmann nach seinem Tor in Offenbach wieder von Beginn an auflaufen. Daneben kann Seitz auf den wiedergenesenen Steven Kröner oder Christopher Spang zurückgreifen – die Nase vorne dürfte dabei der Vize-Kapitän haben.

„Ich rechne mit einer heißen Kiste. Wir wollen zu Hause aber wieder so auftreten, dass wir das Spiel gewinnen“, betont der Trainer. Vor Homburg, das nur fünf Punkte hinter Trier liegt und wo Seitz 1993/94 auf zwei Zweitliga-Einsätze kam, hat der Oberpfälzer Respekt. „Ich habe sie vor Saisonbeginn schon zu den Favoriten gezählt, weil der Etat gestiegen ist und sie einige neue Spieler geholt haben.“

Rückkehrer Klinger: „Irgendwann verliert Trier wieder ein Spiel.“

Worms - Eintracht Trier

Lust auf Tore: Mario Klinger kehrt mit Homburg nach Trier zurück.

Einer davon ist Mario Klinger, den es im Sommer von Eintracht Trier zum ehemaligen Bundesligisten zog. Wo der 26-Jährige im Moselstadion zumeist als Innenverteidiger oder Abräumer zum Einsatz kam, spielte er beim jüngsten 2:0 gegen Neckarelz und 3:1 in Kassel als Angreifer. „Die Rolle habe ich schon mal beim 1. FC Kaiserslautern II bekleidet. Ich bin ein Spieler, der gerne Tore schießt“, sagt Klinger. „Wo mich der Trainer im Derby aufstellt, weiß ich aber noch nicht.“ Immerhin hofft auch der drittligaerfahrene Stürmer Alban Ramaj auf einen Platz in der Startelf.

Den Wechsel bereut hat Klinger nicht. „Die Strukturen sind professionell. Ich fühle mich hier wie bei einem Profiverein und nicht wie einem Regionalligisten“, schwärmt der gebürtige Essener, der auch um die gestiegene Erwartungshaltung im Homburger Umfeld weiß. „Es ist das Ziel jeder Mannschaft, oben dabei zu sein und aufzusteigen. Wir wollen das bestmögliche Ergebnis erzielen“, betont er nicht ohne Ehrgeiz. Den Lauf seiner alten Kollegen erkennt Klinger, der telefonisch noch einige Kontakte an die Mosel hält, neidlos an. „Was Trier leistet, ist sensationell. Aber irgendwann werden sie wieder eine Partie verlieren. Ich hoffe, dass es gegen uns so weit ist.“

Vorfreude weckt bei allen Beteiligten die Zuschauerzahl. Wahrscheinlich wird die 3.000-Besucher-Marke geknackt. Seitz: „Das wäre wunderschön und eine Bestätigung für unseren Tabellenstand.“

+++Eintracht in Kürze+++

5vier-Video zum Südwest-Derby – 5vier wird beim Südwest-Derby zwischen Eintracht Trier und dem FC Homburg wieder mit dem Videoteam vertreten sein und bewegte Bilder zum Spiel anbieten.

Spendenaktion der Ultras – Die Insane-Ultra rufen am Sonntag zu Kleiderspenden auf. Am Sonntag steht ein Transporter am Haupteingang, der die gut erhaltenen Kleidungsstücke entgegen nehmen wird. Diese werden später dem „Umsonstladen Trier-Nord“ überreicht.

Kalender für 2014 in der Fanbude – An der Fanbude im Haupteingangsbereich gibt es zum Heimspiel den neuen Eintracht-Kalender für 2014. Packende Spielszenen, Schnappschüsse und tolle Fanbilder sind dort enthalten. Festgehalten wurde diese von Fotograf Sebastian Schwarz.

Umleitung zum Spiel – Einhergehend mit dem Derby melden die Stadtwerke Veränderungen in ihrem Busfahrplan: Die Zeughausstraße ist am Sonntag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr gesperrt. Die Stadtbusse fahren während der Sperrung folgende Umleitung: In Richtung Wilhelm-Leuschner-Straße fährt die Linie 85 nach der Haltestelle Remigiusstraße in die Zurmaienerstraße und von dort weiter bis zur Haltestelle Castelforte. Für die Fahrgäste aus dem Maarviertel ist eine Ausstiegshaltestelle in der Zurmaienerstraße eingerichtet. In Richtung Hauptbahnhof fährt die Linie 85 ab der Haltestelle Castelforte über die Zurmaienerstraße, Nordallee und von dort weiter nach Plan. Die Haltestellen im Maarviertel sind für die Dauer der Sperrung aufgehoben und an die Haltestellen der Linie 86 in die Paulinstraße verlegt.

Interview mit Ernst Wilhelmi – Der sportliche Höhenflug, die Entwicklung von Trainer Seitz und die Frage nach Tribünen aus dem Bruchwegstadion: Vor dem Heimspiel gegen den FC Homburg führte 5vier ein Interview mit Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi, das hier nachgelesen werden kann.

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