Eintracht Trier tritt mit sechs Spielern weniger an

Trainer Peter Rubeck muss die Ausfälle geschickt ausgleichen

Die letzten Spiele der Eintracht Trier hatten sich in der zweiten Halbzeit entschieden. Markant hierfür war jeweils eine Umstrukturierung der Mannschaft. Beim am Samstag um 14 Uhr im Moselstadion anzupfeifenden Heimspiel gegen den FK 08 Pirmasens können bis zu sechs Spieler ausfallen. Gelingt da noch ein „Anpassen“?

Trier. Vor allem hat dieses „Anpassen“ wahrscheinlich so auszusehen, dass die Eintracht Trier offensiv gegen die voraussichtlich sehr stark defensiv spielenden Pirmasenser vorgehen muss. Das letzte Heimspiel der Hinrunde sollte mit einem Sieg gekrönt sein, denn:

Auswärts läuft es für die Eintracht wie am Schnürchen. Gegen Wormatia Worms holten die Trierer den achten Sieg im achten Spiel. Im Moselstadion hatte der SVE oft Pech, wie zum Beispiel beim Last-Minute-Ausgleich gegen den TSV Steinbach. Das soll sich gegen den FKP ändern. Ein Sieg gegen Pirmasens würde nicht nur die Heimbilanz aufpolieren, sondern auch wichtige Punkte in der Spitzengruppe sichern. Aktuell hat die Eintracht zwei Punkte Abstand auf den Tabellenzweiten Elversberg und ist damit in Schlagdistanz. (vgl. Tabelle am Ende des Textes)

Doch mit dem FK Pirmasens kommt ein gefährlicher Gegner in die älteste Stadt Deutschlands. „Die Klub“, wie der Verein von den eigenen Anhänger genannt wird, spielt zwar in einer eher defensiven Grundordnung, ist aber besonders durch das blitzschnelle Umschaltspiel brandgefährlich. Im Sturm sorgt der ehemalige Bundesliga-Stürmer Benjamin Auer für Gefahr. In der vergangenen Saison waren die Pfälzer Aufsteiger und schafften erst kurz vor Saisonschluss den Klassenerhalt. In dieser Saison zeigt sich die Mannschaft von Trainer Peter Tretter deutlich stabiler. „Sie stehen sehr tief. Die Zuschauer müssen sich auf ein Geduldsspiel einstellen. In der Offensive müssen wir Lösungen finden, um die Defensive zu knacken“, meint Peter Rubeck zu der Spielweise des Gegners.

Doch vor dem Spiel gegen den Pfälzer Traditionsverein beschäftigen den Trainer vor allem Personalprobleme. Gleich vier Akteure sind gesperrt. Benedikt Koep muss noch zwei Spiele zuschauen. Unter der Woche war eine Nachverhandlung mit dem Ziel der Strafmilderung nicht erfolgreich. Michael Dingels handelte sich gegen Wormatia Worms ebenfalls eine rote Karte ein und wurde für zwei Spiele gesperrt. Im selben Spiel sahen Christoph Anton und Oliver Laux ihre fünfte gelbe Karte und sind zu Zuschauen verdammt. Schlechte Nachrichten gibt es von Silvano Varnhagen. Der defensive Mittelfeldspieler blieb am Samstag im Rasen hängen und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Der Pechvogel, der sich gerade erst in die Startformation gekämpft hatte, muss für mindestens sechs Monate pausieren.

Obendrein musste Torgarant Daniel Hammel in der Woche krankheitsbeding aussetzen. Fällt Hammel aus, werden die Alternativen im Sturm dünn. „Aber damit müssen wir jetzt leben“, zeigt sich Rubeck kämpferisch. Unter der Woche legte er Wert auf Individualtraining. Ein Trainingsspiel (elf gegen elf) am Mittwoch sollte den Akteuren mit wenig Einsatzzeiten helfen in den Spielrhythmus zu kommen. „Auch die Spieler wie Dominik Kinscher, Benedict Masselter und Muhammet Karpuz, die in der Vergangen weniger zum Zug kamen, haben gut trainiert. Da habe ich gar keine Bedenken, sie reinzuwerfen.“


Die aktuelle Tabelle der Regionalliga Südwest:

Pl. Verein Spiele G U V Tore Diff. Pkt.
1. Waldhof Mannheim 15 11 3 1 32:8 24 36
2. SV Elversberg 15 11 2 2 28:12 16 35
3. Eintracht Trier 15 10 3 2 32:13 19 33
4. 1.FC Saarbrücken 15 8 5 2 23:14 9 29
5. Kickers Offenbach (M) 15 8 4 3 30:21 9 28
6. Hessen Kassel 15 6 7 2 18:9 9 25
7. FC 08 Homburg 15 6 6 3 26:15 11 24
8. FC-Astoria Walldorf 15 7 2 6 24:21 3 23
9. TSG Hoffenheim II 15 6 4 5 30:21 9 22
10. 1.FC Kaiserslautern II 15 5 6 4 20:14 6 21
11. FK Pirmasens 15 6 1 8 21:21 0 19
12. SpVgg Neckarelz 15 4 3 8 17:26 -9 15
13. SV Spielberg (N) 15 4 3 8 12:23 -11 15
14. Wormatia Worms 15 4 2 9 17:28 -11 14
15. SC Freiburg ll 15 3 3 9 18:30 -12 12
16. TSV Steinbach (N) 15 3 2 10 13:37 -24 11
17. Bahlinger SC (N) 15 2 4 9 15:31 -16 10
18. Saar 05 Saarbrücken (N) 15 0 2 13 12:42 -30 2


// Danke an Alexander Heinen, dem Koordinator für die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Eintracht Trier

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