Eintracht Trier: Über Bad Breisig ins Finale – „Professionell abwickeln“

Das Halbfinale um den Bitburger Rheinlandpokal steht an. Am Dienstagabend trifft Fußball-Regionalligist Eintracht Trier um 19 Uhr im Auswärtsspiel im Rheintalstadion auf die dort heimische SG Bad Breisig. Obwohl der Oberliga-Aufsteiger akut abstiegsbedroht ist, wird die Mannschaft alles daran setzen wollen, dem klaren Favoriten ein Bein zu stellen. Die Mannschaft von Trainer Roland Seitz hingegen will mit einer ähnlich professionellen Leistung wie im Viertelfinalspiel gegen den SV Roßbach/Verscheid (2:0-Sieg) den Finaleinzug sicherstellen, um im Endspiel gegen den Gewinner aus der Partie Wirges gegen Koblenz zum fünften Mal den Pokal gen Himmel stemmen zu können und sich gleichzeitig für den finaziell reizvollen DFB-Pokal zu qualifizieren.

Im Viertelfinale in Roßbach ging es bereits hart zur Sache, gegen Bad Breisig erwartet Eintracht Trier erneut ein kämpferisch eingestellter Gegner. Foto: Anna Lena Bauer

In der Regionalliga West scheint der Zug in Richtung Aufstieg in die Dritte Liga für Fußball-Regionalligist Eintracht Trier allmählich abgefahren. Nach dem klaren 3:0-Heimerfolg für Spitzenreiter Preußen Münster gegen den Wiedenbrück und das bittere 0:0-Unentschieden der Eintracht gegen den VfL Bochum II beträgt der Vorsprung der Münsteraner auf die Moselstaädter mittlerweile neun Zähler. Für die Mannschaft ist diese Tatsache jedoch kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen.

Bereits am morgigen Dienstag wartet auf die Mannschaft von Trainer Roland Seitz die nächste Aufgabe, wenn auch außerhalb der Regionalliga. Denn um 19 Uhr trifft der SVE in Bad Breisig auf den dort beheimateten Oberligisten SG Bad Breisig. Damit seine Mannschaft diese Aufgabe auf keine Fälle unterschätzt, findet Seitz vor dem Spiel eindringliche Worte:“Wir brauchen nicht um den heißen Brei herumzureden, wir fahren nach Bad Breisig, um die Sache genauso wie in Rossbach professionell abzuwickeln und ins Finale einzuziehen.“ Sein Gegenüber auf der Trainerbank der SG Bad Breisig ist ein echtes Urgestein im Verein. In seinem nunmehr vierzehnten Jahr ist Klaus Adams für die erste Mannschaft verantwortlich. Im vergangenen Jahr gelang dem Übungsleiter mit seinem Team der Aufstieg in die Oberliga Südwest.

Um sich in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse auch etablieren zu können, wird sieben Spieltage vor Saisonende noch ein kleiner Nervenkrieg auf Adams und seine Spielgemeinschaft zukommen. Denn aktuell rangiert der kommende Eintracht-Gegner auf dem letzten Platz des Klassements, am Wochenende setzte es im Auswärtsspiel bei TuS Mechtersheim eine 1:4-Klatsche. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt – abhängig von der letztendlichen Anzahl an Absteigern – sechs bzw. sogar neun Zähler. „Klar wollen wir in den DFB-Pokal, aber wir sind der krasse Außenseiter und unsere Priorität muss auf dem Klassenverbleib in der Oberliga liegen“, berichtet Michael Lüdtke, der Abteilungsleiter der Sparte Fußball bei der SG.

Trotz einiger Verletzungssorgen erwartet Trainer Roland Seitz den Finaleinzug.

Auch Roland Seitz rechnet mit einer hochmotivierten Mannschaft, die sich trotz Abstiegsängsten nicht scheuen wird, dem klaren Favoriten ein Bein zu stellen:“Wir werden auf einen Gegner treffen, der alles versuchen wird, um die Sensation zu schaffen und ins Finale einzuziehen.“ Was dem Oberpfälzer jedoch mehr Sorgen zu bereiten scheint, sind die Erzählungen über den schlechten Zustand des Kunstrasens in Bad Breisig:“Der Kunstrasen dort soll nicht gerade im besten Zustand sein, deswegen müssen wir zuerst einmal die Gegebenheiten vor Ort annehmen.“ Doch auch im Viertelfinale des Bitburger-Rheinlandpokals gegen Oberligist SV Roßbach/Verscheid hatte der SVE zunächst mit dem Naturrasen der Gastgeber zu kämpfen, der eher einem Flickenteppich ähnelte als einem Fußballplatz.

„Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es der Mannschaft dann aber auch gelungen, die Voraussetzungen anzunehmen und wir konnte am Ende souverän 2:0 gewinnen“, so Seitz. Bezüglich seiner endgültigen Aufstellung für das morgige Pokalspiel wollte sich der Trainer am heutigen Nachmittag noch nicht äußern:“Wir haben heute noch eine Einheit, entscheidend wird aber sein, wie sich einige Spieler nach der Partie gegen Bochum erholt haben.“ Fragezeichen stehen derweil vor allem hinter Kapitän Josef Cinar, Thomas Kraus und Jeremy Karikari. Cinar war am Freitagabend beim Unentschieden gegen Bochum II mit dem Halbzeitpfiff auf Höhe der Mittellinie mit einem Bochumer Spieler zusammengeprallt, ihn plagen Kniebeschwerden. Auch Kraus verließ gegen Bochum vorzeitig das Spielfeld, Karikari hingegen spielte volle 90 Minuten. Zurückkehren in die Innenverteidigung wird definitiv Torge Hollmann, der gegen Bochum lediglich eine Gelbsperre abgesessen hatte. Sollte Cinar als zweiter Innenverteidiger ausfallen, würde Fabian Zittlau die offene Position besetzen.

Gesetzt dem Fall, dass der Favorit Eintracht Trier nicht über die SG Bad Breisig stolpert und Drittligist TuS Koblenz sich bei Oberligist SpVgg EGC Wirges (26. April) keine Blöße gibt, würde dem erhofften Finale der beiden großen Konkurrenten nichts mehr im Wege stehen. Dann jedoch müsste nach aktuellen Stand der Dinge das Los entscheiden, ob das Finale um den Rheinlandpokal im Trierer Moselstadion oder im Stadion Oberwehr in Koblenz ausgetragen wird.

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Kommentare (3)

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  1. Mercator sagt:

    Im Falle eines Falles sollte der Verein Eintracht Trier alles tun, um irgendmöglich dagegen vorzugehen.

  2. Eintrachtler sagt:

    Da gebe ich dir Recht! Dem klassentieferen Verein Eintracht Trier könnte es also tatsächlich passieren, das bei einem Finaleinzug das Endspiel in Koblenz ausgetragen werden muss… Diesen Verband kann man nicht verstehen. Aber es liegt ja nahe, die Verbandszentrale liegt in Koblenz und die tollen Funktionäre können sich den Weg nach Trier sparen… UNFASSBAR

  3. blubb78 sagt:

    nen bissl merkwürdig ist das schon, warum soll der Finalort denn gelost werden? Die D…..-Koblenzer sind doch der klassenhöhere Verein.

    Wenn kein neutrales Stadion zur Verfügung steht dann sollte es doch in Trier stattfinden ein mögliches Finale gegen die TuSsis…

    Der FVR ist die Hure des Zwanzigerischen Fussballbundes

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